"Lesen, Lesen und nochmals Lesen!" - so heißt es zurzeit in der Bischöflichen
Liebfrauenschule. Vom 8. bis 12. März nehmen die Schüler der fünften Klassen
an der Lesewoche des Kreises teil. Jedes Kind soll innerhalb dieser Woche
ein Buch durchlesen.
Jede Klasse erhielt zu Beginn einen Bestand von etwa 60 Büchern aus der ehemaligen
Schülerbibliothek, aus denen sich die Schüler ihr "Wunschbuch" aussuchen konnten.
"Das Lesen tritt für viele Schüler immer mehr in den Hintergrund. Sie beschäftigen
sich lieber mit den neuen Medien wie Fernsehen und Computer. Durch diese Lesewoche
wollen wir das Interesse der Schüler am Buch wieder neu wecken", so Deutschlehrer
Matthias Kremer, Fachvorsitzender an der Liebfrauenschule. "Beim Pisa-Test
haben die Schüler gerade beim Lesen sehr schlecht abgeschnitten."
Am Ende der Lesewoche sollen die Kinder das Buch vorstellen und auszugsweise
vorlesen. Dadurch soll das Interesse der Schüler am Weiterlesen geweckt werden.
Die Bandbreite der Bücher reicht von Erich Kästners "Das fliegende Klassenzimmer"
und Enid Blytons "Dolly" bis hin zu Michael Endes "Momo" und sogar Joanne
K. Rowlings "Harry Potter und die Kammer des Schreckens".

Das Konzept scheint aufzugehen: Die Schüler lesen auch Bücher, die sonst niemals
ihr Interesse wecken könnten. "Als Fortführung bestünde die Möglichkeit zu
Lesenachmittagen und einer Lesenacht", freut sich Matthias Kremer über die
rege Beigeisterung seiner Schüler. In den 6. Klassen der Schule läuft ein
ähnliches Projekt - allerdings in Englisch.