Teilnahme am Projekt ZISCH
"Zeitung in der Schule" ist ein jährliches Projekt, durchgeführt vom Aachener IZOP-Institut und den Zeitungen
"Aachener Zeitung" und "Aachener Nachrichten",
in dessen Rahmen Schülerinnen und Schüler journalistische Verfahren kennenlernen, Recherchen zu interessanten Themen selbst vornehmen und Artikel schreiben, die dann auch wirklich veröffentlicht werden. So konnte die 9b der BLS im Schuljahr 2001/2002 einige eigene Artikel in der Zeitung auch wirklich gedruckt lesen.
Dies war ein Projekt im Rahmen des Deutschunterrichtes. Grundlage war unter anderem eine sorgfältige Internetrecherche, die wir im Computerraum durchführten.
Heinz-Theo Frings

Im Dschungel aus Arbeitsmarkt und Berufswahl geht die Lust zu lernen verloren
Viele begehrte Berufe sind überbelegt - Schüler fragen sich: „Warum überhaupt die Plackerei?"
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Eschweiler. "Nein, das tue ich mir nicht an", meint Christine im Gespräch über ein von Jugendlichen unterschätztes Thema: die Zukunft! Viele Schüler der zehnten Klassen auf dem Gymnasium haben noch keine konkreten Vorstellungen, einige wissen nicht einmal, ob sie Abitur oder eine Ausbildung machen wollen. Worin könnte der Grund für diese Unsicherheit liegen'' Christine will kein Abitur machen und hat sich erst ein halbes Jahr vor ihrem Abgang entschieden, Fachabitur zu machen und danach Logopädin zu werden. Vor Jahren haben die Eltern ihre Kinder bei der Berufswahl stark beeinflusst. Eltern haben kaum mehr Einfluss auf den Berufswunsch. Vor allem in den handwerklichen Berufen war es Pflicht eines Sohnes, den Betrieb des Vaters zu übernehmen. Wenn der Sohn den Beruf seines Vaters jedoch nicht ausüben wollte, konnte er nicht auf Unterstützung der Eltern hoffen. Heute ist das anders, Bei einer Umfrage von und bei Schülern der |
Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler zwischen 13 und 17 Jahren hat sich ergeben, dass so gut wie keiner den Beruf der Eltern erlernen möchte. Die Eltern haben nicht mehr diesen Einfluss auf ihre Kinder, unterstützen sie jedoch in ihrer Entscheidung, vorausgesetzt, der Beruf hat eine Zukunft. Doch wenn nicht mehr die Eltern das Problem sind, was hindert die Schüler dann daran, sich zu entscheiden? Wäre es möglich, dass die Mitschüler Einfluss nehmen? Immerhin reicht dieser Einfluss von der Kleidung bis zum Verhalten, wieso dann nicht auch bis zur Berufswahl? Doch das ist nicht der Fall, denn bei der Umfrage äußerten die wenigsten dieselbe Berufswahl oder denselben Traumberuf wie ihre Mitschüler. Der wirkliche Grund konnte in der instabilen Situation des Berufsmarktes liegen, die sich von Jahr zu Jahr ändert. Zwar ist die Zahl der Berufsausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr um etwa drei Prozent gestiegen, leider gibt es noch immer mehr Bewerber als Ausbildungsstellen, stetige Änderung vorprogrammiert.
Da ist es nicht einfach, den Überblick zu behalten und sich für einen Beruf zu entscheiden, der genug Geld |
einbringt und auch noch Spaß macht, was immer wichtiger geworden ist. Das Problem kann aber auch bei den Jugendlichen selbst liegen, da viele ihrer beruflichen Zukunft gelassen entgegen sehen und manchmal auch kein Interesse am aktuellen Stand des Berufs- und Ausbildungsstellenmarktes zeigen. Andere wissen nicht genau, wo ihre Stärken oder Schwächen liegen, das führt dazu, nicht zu wissen, ob man eine weiterführende Schule besuchen soll oder lieber eine Berufslehre mit Berufsmatura absolvieren möchte. Bei so einem Dilemma sollte man doch lieber zum Berufsberater beim Arbeitsamt. Leider kann dieser auch nicht viel weiterhelfen bei dem riesigen Angebot an weiterführenden Schulen und beruflichen Möglichkeiten, Da können nur noch gute Noten und viel Glück weiterbringen; Denn wenn man das Abitur mit einem guten Notendurchschnitt macht, kann man eine gute Universität besuchen. Dort ist man wiederum in der Lage, ein Diplom zu erlangen und mit diesen Voraussetzungen einen ordentlich bezahlten Beruf zu erhaschen - Aber nur, wenn man nichtgerade einen erwischt hat, der viele Bewerber hat. Da ist Glück nötig, denn niemand kann mit Bestimmtheit sagen, wie der Arbeitsmarkt in drei bis fünf Jahren aussehen könnte. Eine andere Möglichkeit wäre, sich auf ein Thema zu spezialisieren wie zum Beispiel Logopädie, doch da muss |
man viel pauken, und das wollen die wenigsten. Schon einige Jahre vor der zehnten Klasse entwickelt sich diese Einstellung. Die Schüler haben kein Interesse, im Unterricht aufzupassen. "Ich werde das doch sowieso nicht für später brauchen." Letztlich die Frage: Warum überhaupt aufs Gymnasium? Diese Bequemlichkeit bleibt bis hin zur Mittleren Reife, und dann steht die Entscheidung fest; manche gehen nach der zehnten Klasse auf eine Berufsschule, um beispielsweise Zahnarztassistent zu werden oder Maschinenbau zu lernen. Doch diese Lehr- und Rerufsstellen sind schon überbelegt. Da stellt sich die Frage, warum die Schüler sich überhaupt fürs Gymnasium entschieden haben? Anke Rütten, Miriam Scholz, Monika Kwiecien, Klasse 9b, Bischöfliche Liebfrauenschule Eschweiler |