Fächer

Lernen

 

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über die Schullaufbahn und eine Vorstellung der Fächer.

Vorstellung der Fächer

Schullaufbahn

Die Erprobungsstufe (Klasse 5 und 6)

Als privates Gymnasium des Bistum haben wir die Möglichkeit, Strukturen individuell zu gestalten und konsequent die Freiräume zu nutzen, die seitens der Richtlinien und Verwaltungsvorschriften offen bleiben.

So haben wir für die 5. Klassen die sog. ORIENTIERUNGSSTUNDE beibehalten, in der die Kinder z.B. gemeinsam Regeln für die Klassengemeinschaft aufstellen oder außerunterrichtliche Aktivitäten planen. Außerdem erfolgt ein Methodentraining mit Tipps und Tricks für ein besseres Lernen und die eigene Organisation.

In den Klassen 5 und 6 erhalten die Schüler/innen außerdem einmal pro Woche Unterricht in "FiMu" (Fit in der Muttersprache), wo z.B. Lesetechniken, Rechtschreibung und kreatives Schreiben geübt werden.

Des Weiteren erfolgt Unterricht in "Biologie-Praktisch" (Kl. 5) und "Physik/Chemie-Praktisch" (Kl. 6), in dem die Schüler/innen an das Experimentieren herangeführt werden. Außerdem bekommen die Schüler/innen Unterricht in "CPU" (Computerpraktischer Unterricht) (Kl. 5 und 6) in unseren Computerräumen.

Für FiMu, CPU, Bio-Praktisch und Physik/Chemie-Praktisch wird die Klasse jeweils geteilt, so dass sie in Kleingruppen lernen und üben können.

Die Mittelstufe (Klasse 7-9)

Unsere Klassenleiter behalten im Normalfall 2-3 Jahre lang eine Klasse, also von der 5. bis zur 6. Klasse bzw. in der 7., 8. und 9. Klasse. Der Klassenverband bleibt von der 5 bis zur 9 bestehen.

Allerdings beginnt in der 6. Klasse die Differenzierung I (Latein oder Französisch).

In der 8. Klasse setzt dann die Differenzierung II ein, die in der 9. Klasse, teils mit einem anderen Schwerpunkt, fortgesetzt wird.

Die Schüler/innen können folgende Fächer wählen:

  • Französisch bzw. Latein, je nachdem was man in der 6. Klasse gewählt hat. Allerdings kommen Lateinkurse nicht immer zu stande. Der Unterricht der 3. Fremdsprache umfasst drei Wochenstunden.
  • Informatik / Mathematik (8) -> Informatik / Physik (9)
  • Geschichte / Politik (8) -> Geschichte der Naturwissenschaften (9)
  • Biologie / physikalische Geographie (8) -> Biologie / Chemie (9)
Die Oberstufe (Klasse 10-12)

In der Oberstufe wählen die Schüler 11 Fächer, von denen sie 10 bis zum Abitur belegen, 2 davon als Leistungskurs, den Rest als Grundkurs. 
Hierbei können sie einen Schwerpunkt wählen, müssen aber verschiedene Bereiche abdecken. Die Abiturprüfung erfolgt in den beiden LKs und zwei GKs, wobei die Schüler aus den 3 Fächern Deutsch, Mathematik und 1. fortgeführte Fremdsprache 2 Fächer wählen müssen.

Eine intensive Laufbahnberatung erfolgt durch die jeweiligen Stufenleiter!

Sprachliche Fächer

Deutsch

Eine zentrale Aufgabe, die dem Deutschunterricht zukommt, ist die Vermittlung von Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik sowie die Förderung der Ausdrucksfähigkeit. Doch das Fach Deutsch hat noch weit mehr zu bieten!

Neben der Analyse und Interpretation von Texten zeigt sich der Deutschunterricht auch immer darum bemüht, den Worten Leben einzuhauchen und sie lebendig werden zu lassen. So kommen viele verschiedene Methoden zum Tragen, welche die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen sollen, aufbauend auf ihren erworbenen Analysefähigkeiten mithilfe produktionsorientierter Verfahren über den Text hinaus selbständig zu eigenen Textproduktionen zu gelangen.

Handlungsorientierte Methoden geben Texten Gestalt und können beispielsweise in einem darstellenden Spiel zum Ausdruck gebracht werden. In der Sekundarstufe II bieten wir an unserer Schule Literaturkurse an, bei welchen die Schülerinnen und Schüler die Rolle des Regisseurs, Requisiteurs, Schauspielers etc. einnehmen, um am Kursende an „ihrem großen Abend“ die Aula unserer Schule in ein großes Theater zu verwandeln und vor Publikum ihr Theaterstück zu präsentieren.

Die Themen des Zentralabiturs bieten auch immer wieder die Gelegenheit, mit dem Kurs gemeinsam die Theater der Region zu besuchen und Literatur in einem lebendigen Gewand zu erleben.

Bei der Begleitung junger Menschen, sie zu selbständigen, mitdenkenden, kritischen und engagierten Menschen in der Gesellschaft zu erziehen, werden Diskussionen und Kommunikationsregeln analysiert und Argumentationen eingeübt, damit sie sich in Gespräche und Diskussionen überzeugend einbringen können.

Jährlich nehmen unsere 8. Klassen an dem Zeitungsprojekt des Aachener Zeitungsverlages teil (siehe hierzu den entsprechenden Artikel), so können die Schülerinnen und Schüler bereits erste Erfahrungen mit journalistischer Arbeit machen, indem sie neben dem Erlernen des Handwerkzeuges journalistischer Arbeit, eigenständig Texte verfassen, die in der Zeitung veröffentlicht werden.

Nicht nur hierbei bietet unser Selbstlernzentrum eine hervorragende Gelegenheit, das Beschaffen von Informationen sowie das Recherchieren einzuüben und die Medienkompetenz zu fördern.

Das Fach Deutsch soll also weit mehr sein als „nur ein Unterrichtsfach“. Literatur soll lebendig werden, Sprache bewusst wahrgenommen und eingesetzt werden sowie viel Begeisterung für den Umgang mit der Muttersprache geweckt werden.

 

Englisch

In der 5. Klasse wird Englisch inzwischen als fortgeführte Fremdsprache unterrichtet, d.h. wir können bereits auf Wortfelder (Farben, Wochentage, Schule, Tiere etc.) und einem gewissen Hörverstehen aufbauen. Der Untericht in den 5. Klassen erfolgt 5-stündig. Die Kinder haben vier Stunden „normalen“ Unterricht und eine Stunde individuelle Förderung in Englisch im Klassenverband, in dem differenziert gearbeitet wird. 

Dem Lehrplan für Gymnasien in NRW sind wir verpflichtet und legen daher unser Augenmerk auf die Vermittlung des Hörverstehens, Hör- und Sehverstehens (Filmausschnitte, gespielte Szenen), des Leseverstehens, des Sprechens, Schreibens und der Sprachmittlung (Mediation).

Die Grundlage des Unterrichts bildet das moderne Lehrwerk „Camden Town“ für Gymnasien von Diesterweg.

Vor allem in den unteren Klassen legen wir Wert auf die Ausbildung methodischer Fertigkeiten, z. B. des Vokabellernens. Das Lesen von englischsprachigen Lektüren bereichert den Unterricht bereits in den unteren Klassen.

Die Mischung bewährter und neuer Methoden macht den Unterricht in der Fremdsprache lebendig. In Rollenspielen und kleinen Projekten können die Schüler ihr Können erproben. Medien kommen dosiert zum Einsatz.

In der Jahrgangsstufe 8 wird auf freiwilliger Basis eine Fahrt nach Rochester/England angeboten. Die Fahrt dauert eine knappe Woche und ermöglicht ein Kennenlernen der Kultur und Sprache. Die Unterbringung erfolgt in Gastfamilien.

In der Oberstufe finden in regelmäßigen Abständen Kurztrips nach London statt, die beispielsweise den Besuch des Shakespeare Theaters Globe einschließen oder den Besuch der St. Pauls’s Cathedral.

Etwa alle 2 bis 3 Jahre gastiert das White Horse Theatre, ein englischsprachiges Theater für Schüler, an unserer Schule und begeistert junge und ältere Schüler mit Stücken, die auf den Wissensstand der Kinder und Jugendlichen zugeschnitten sind. 

Seit 2011 können unsere Schüler der Klassen 5-9 an dem Wettbewerb The Big Challenge teilnehmen.

Einige unserer Schüler und Schülerinnen gehen im ersten Jahr der Oberstufe für einige Monate oder sogar ein ganzes Jahr ins englischsprachige Ausland. Sie fühlen sich gut gerüstet und berichten fast ausnahmslos begeistert von ihren neuen Erfahrungen.

 

Latein

Fünf gute Gründe wollen wir dir nennen, Latein zu lernen:

  1. Latein ist die Mutter vieler Fremdsprachen
    Wenn du Latein lernst, fällt es dir leichter, Französisch oder Spanisch zu lernen, denn viele Vokabeln und grammatischen Formen dieser Sprachen gehen auf Latein zurück. Auch Englisch besteht zu 50% aus Wörtern lateinischen Ursprungs.
  2. Latein hilft, Fremdwörter zu verstehen
    „Sein Kurs war auf einer Exkursion, daher konnte er das Finale nicht direkt sehen. Aber seine Freunde reagierten und nahmen die Reportage auf Video auf." Alles verstanden und alle sieben „lateinischen" Wörter erkannt? Wenn du Latein lernst, kannst du viele Fremdwörter, die in unserem Alltag vorkommen, besser begreifen. Auch schwierige Fachtexte, z. B. in den Naturwissenschaften, fallen dir dann leichter; denn Latein ist die Sprache der Wissenschaft.
  3. Latein verbessert die Ausdrucksfähigkeit im Deutschen
    Lateinunterricht besteht zu großen Teilen aus Übersetzungen, denn die Sprache selbst wird ja nicht mehr gesprochen. Lateinischer und deutscher Satzbau sind aber unterschiedlich. Oft gibt es für ein lateinisches Wort mehrere Bedeutungen. Man muss daher ständig vergleichen, Entsprechungen finden, den Sinn erschließen. So trainiert man seinen deutschen Wortschatz und sein Grammatikwissen.
  4. Latein behandelt interessante und aktuelle Themen
    „Wie können die „alten" Römer denn aktuell sein?“ Wenn du dich längere Zeit mit lateinischen Texten auseinandersetzt, wirst du aber feststellen, dass viele Probleme unseren heutigen erstaunlich gleichen: Liebe, Krieg, Erwachsene und Kinder, Rolle der Frau, Suche nach einem sinnvollen Leben. Die Lösungen von damals können zu eigenen Lösungen anregen. Außerdem erfährst du viel Neues aus der Antike: über Zirkusspiele, römische Feste, Götter und vieles mehr.
  5. Latein bietet Startchancen für Studium und Beruf
    Wenn du später Sprachen, Geschichte, Philosophie, Religion oder ähnliche Fächer studieren möchtest, wenn du vielleicht auch einmal Lehrer werden willst, musst du das Latinum haben. Auch bei medizinischen oder juristischen Berufen werden Lateinkenntnisse vorausgesetzt.

Latein an der BLS: Wie ist es bei uns?

Latein wird von Klasse 6 bis 8 einschließlich vierstündig unterrichtet, danach dreistündig. Wir arbeiten mit dem Lehrbuch CURSUS A, das altersgerecht zu einer Entdeckungsreise durch die Welt der Antike einlädt.

Im ersten Teil (L1-20) lernen die Schüler zwei römische Kinder, Flavia und Quintus, kennen. Die beiden erleben allerlei aufregende Abenteuer vor der Kulisse Roms und anderer Städte des Römischen Reiches.

Im zweiten Teil (L21-36) des Buches werden wichtige Gestalten der römischen Welt und Mythologie vorgestellt.

Der dritte Teil (L37-50) begibt sich auf die Suche, auf welchen Gebieten unserer Kultur und unseren Lebens schon in der Antike Fundamente gelegt worden sind.

Vor diesem Hintergrund werden die grammatischen Phänomene kindgerecht und in kleinen Abschnitten vermittelt und geübt.

Nach Abschluss der Lehrbuchphase gegen Ende der Klasse 8 bereiten wir die Schüler mithilfe von Übergangslektüren auf die Phase der Originallektüre von römischen Autoren vor, die eine Welt voller Geschichte und Mythos, Liebe und Hass, Freundschaft und Intrige, Triumph und Niederlage eröffnet, die den Schülern fremd und doch so vertraut ist.

In allen Jahrgängen der gymnasialen Oberstufe werden bisher Grundkurse in der lateinischen Sprache bis zum Abitur fortgeführt.

 

Französisch

Parlez-vous français? Vielleicht noch nicht, aber das lässt sich schnell ändern!

An der BLS kann man nämlich in der 6. Klasse (Diff. I) oder 8. Klasse (Diff. II) anfangen, Französisch zu lernen.

Wir arbeiten mit dem Lehrwerk A plus! (Band 1-4 für den Differenzierungsbereich I) und A plus! Méthode intensive (Band 1-2 für den Differenzierungsbereich II) von Cornelsen. Anhand der Texte erfährt man viel vom Leben in Frankreich oder anderen Ländern, in denen Französisch gesprochen wird, wie z.B. Québec oder Marokko.

Da Französisch eine lebendige Sprache ist, legen wir viel Wert auf das Mündliche und darauf, dass die Schüler/innen lernen, frei zu sprechen.

Die eigenen Fähigkeiten können dann bei Begegnungen mit Muttersprachlern getestet werden, da die BLS eine Schulpartnerschaft mit einem collège in Carquefou (bei Nantes) pflegt. Einmal im Jahr fahren Schüler/innen der 9. Klasse nach Carquefou, wo sie in einer französischen Familie leben, mit ihren Austauschpartnern in die Schule gehen und die Umgebung erkunden. Selbstverständlich kommen im Gegenzug auch die französischen Schüler nach Eschweiler, wo sie bei ihren Austauschpartnern aufgenommen werden, den Unterricht in der BLS besuchen und , z.T. mit ihren Austauschpartnern, Fahrten z.B. nach Aachen oder Köln unternehmen.

Alle zwei Jahre organisiert die Fachschaft Französisch außerdem eine Fahrt nach Paris für alle älteren Französischschüler.

Ansonsten finden jährlich Exkursionen zur cinéfête in Aachen statt und auch am „Internetwettbewerb Französisch“, der jedes Jahr am Tag der deutsch-französischen Freundschaft (22.1.) vom Institut Francais Düsseldorf ausgerichtet wird, nehmen wir regelmäßig (mit gutem Erfolg!) teil.

Zu guter letzt, besteht an der BLS außerdem die Möglichkeit im Rahmen der DELF-AG verschiedene DELF-Diplome abzulegen.

Spanisch

¡La BLS habla español! Spanisch an der BLS?! ¡Sí, claro!

Seit dem Schuljahr 2015/16 wird das vielfältige Sprachenangebot an der BLS um das Fach Spanisch ergänzt: In der Oberstufe können Schülerinnen und Schüler nicht nur die spanische Sprache erlernen, sondern auch einen Einblick in einen der größten Kulturkreise der Erde erhalten – weltweit sprechen schließlich über 400 Millionen Menschen Spanisch! 

In der Einführungsphase werden dabei zunächst die Sprachkenntnisse mithilfe des Lehrwerks „A_tope.com“ erworben. In nur einem Jahr eine neue Sprache erlernen? Kein Problem, denn die Schülerinnenund Schülern profitieren von ihren bereits vorhandenen Kenntnissen der romanischen Sprachen Latein bzw. Französisch, die für schnelle Erfolgserlebnisse sorgen. Aber auch ohne solche Vorkenntnisse können sich die Lernenden bereits nach kurzer Zeit in Alltagssituationen auf Spanisch verständigen. Somit stehen den Schülerinnen und Schülern schon nach einem Lernjahr neben dem attraktiven europäischen Urlaubsziel Spanien auch die unglaublich vielseitigen Kulturräume in Mittel- und Südamerika offen. Besonders für Realschüler bietet sich mit dem neuen Unterrichtsfach Spanisch außerdem eine Chance, eine ggf. nochnachzuweisende zweite Fremdsprache auf dem Weg zum Abitur zu erlernen.

In den Jahrgangsstufen der Qualifikationsphase schließt sich die themenorientierte Arbeit mit authentischen Materialien (Texten, Bildern, audio- und audiovisuelles Material) an. Hierbei sind spanische und hispanoamerikanische Inhalte etwa in gleichen Teilen vertreten, sodass die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise einen Einblick in die Lebenswelt völlig verschiedener Kulturen erhalten. Die durch die Kernlehrpläne vorgegebenen Themen sind hierbei hochaktuell und behandeln beispielsweise die (illegale) Einwanderung von Afrika nach Spanien oder die Lebensumstände von Straßenkindern in Mexiko. Am Ende der Q2 kann Spanisch natürlich als reguläres schriftliches oder mündliches Abiturfach gewählt werden.

Das enorme Interesse an der spanischen Sprache und Kultur zeigt sich nicht zuletzt an der überwältigenden Resonanz auf die zurzeit für die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen angebotene Spanisch-AG. Hier werden neben den urlaubstauglichen Grundlagen der Kommunikation auf Spanisch vor allem landeskundliche und kulturelle Themen wie länderspezifische Feiertage, Traditionen oder auch populäre spanischsprachige Lieder behandelt. Besonders für das gemeinsame Kochen verschiedener typisch spanischer bzw. lateinamerikanischer Gerichte wie z.B. Gazpacho, Arroz conleche oder auch Burritos in der schuleigenen Küche sind die Schülerinnen und Schüler Feuer und Flamme.

Im Schuljahr 2015/16 ist nun also mit 25 Schülerinnen und Schüler der erste reguläre Spanisch-Kurs der BLS gestartet. ¡Que lo pasemos bien!

Naturwissenschaftliche Fächer

Mathematik

Unterrichtsinhalte

Im Mathematikunterricht werden Phänomene der Natur, Gesellschaft und Kultur untersucht, die Struktur der Mathematik in Sprache, Symbolen und Bildern entwickelt und überfachliche Kompetenzen erworben. Eine immer größere Rolle spielt die Fähigkeit, komplexe Probleme durch mathematische Modelle zu beschreiben, sie zu untersuchen und dadurch begründete Urteile abgeben zu können. In diesem Zusammenhang steht die Kommunikation über die angewendeten Strategien und die Präsentation eigener Lösungswege im Mittelpunkt.

Wir nutzen das Unterrichtswerk Lambacher Schweizer Mathematik aus dem Klett-Verlag.

An der Bischöflichen Liebfrauenschule nutzen wir ab dem zweiten Halbjahr der Klasse 7 einen graphikfähigen Taschenrechner (TI-nspire CX seit 2015 / in den älteren Jahrgangsstufen TI 82 STATS), um Aufgaben im Anwendungskontext besser bearbeiten und funktionale Zusammenhänge visualisieren zu können. Darüber hinaus können verschiedene Dynamische Geometrieprogramme und Tabellenkalkulationsprogramme in den Computerräumen genutzt werden.

In den meisten Jahrgängen können zur Qualifikationsphase zwei Leistungskurse in Mathematik angeboten werden.

Fachbezogene Kompetenzen

Prozessbezogene Kompetenzen

  • Argumentieren/Kommunizieren: kommunizieren, präsentieren und argumentieren
  • Problemlösen: Probleme erfassen, erkunden und lösen
  • Modellieren: Modelle erstellen und nutzen
  • Werkzeuge: Medien und Werkzeuge verwenden

Inhaltsbezogene Kompetenzen

  • Arithmetik/Algebra: Mit Zahlen und Symbolen umgehen
  • Funktionen: Beziehungen und Veränderung beschreiben und erkunden
  • Geometrie: Ebene und räumliche Strukturen nach Maß und Form erfassen
  • Stochastik: Mit Daten und Zufall arbeiten

Fördern und Fordern

Wie in den anderen Hauptfächern auch bietet die BLS in der Sekundarstufe I Förderunterricht in Mathematik an und in der EF Vertiefungskurse.

Für interessierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-7 gibt es eine Knobel-AG. Für die Jahrgangstufen 8-12 werden regelmäßig Kompakttage in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen angeboten(CAMMP-Day). http://blog.rwth-aachen.de/cammp/

Wettbewerbe

Jährlich nehmen über 200 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen am Känguru-Wettbewerb teil. Weitere Informationen: http://www.mathe-kaenguru.de

Bei der Mathematik-Olympiade wird auf hohem Niveau geknobelt. In jedem Jahr sind wir mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern bei der Regionalrunde vertreten. Hier finden Sie die Aufgaben aus den Vorjahren mit Lösungen: http://www.mathematik-olympiaden.de

Physik

Blitz und Donner, Schwarze Löcher und Atome!

Was machen Physiker? Physiker untersuchen die Vorgänge in der Natur um uns herum und versuchen sie zu erklären. Dazu zählen zum Beispiel, dass man sich im Spiegel sehen kann und dass der Donner später zu hören, als der Blitz zu sehen ist. An der BLS wird in der 6. Klasse Physik-Chemie-praktisch unterrichtet. Dort führen die Schülerinnen und Schüler viele Experimente in kleinen Gruppen selber durch. Zum Beispiel installieren die Schülerinnen und Schüler die Elektrik in einem eigens konstruierten Hausmodell. Von Klasse 7 bis 9 läuft der reguläre Physikunterricht in der SI.

Physik ist eine Haltung sich auf grundlegende Fragen einzulassen: Wie funktionieren Lichtleiter und wie werden sie in der Medizin eingesetzt? Wie entstehen Blitz und Donner? Wie groß ist der Tiefendruck beim Tauchen? Wie funktionieren Kernkraftwerke und Fusionsreaktoren? Diese spannenden Fragen entstammen den großen physikalischen Themengebieten Optik, Elektrik, Mechanik und Kernphysik. Der Physikunterricht an der BLS baut auf solchen Problem- und Fragestellungen auf.

Die grundlegende Methode der Physik ist das Durchführen von Experimenten. Von der Luftkissenfahrbahn für reibungsfreie Stoßversuche bis zum Fadenstrahlrohr zur Bestimmung der Elektronenmasse: Die Physiklehrer der BLS sind stolz auf eine hervorragend ausgestattete Sammlung. In den letzten Jahren wurde sie durch viele Möglichkeiten für Schülerexperimente ergänzt.

An der BLS hat der Physikunterricht auch in der Oberstufe einen festen Platz. Neben Physikgrundkursen werden auch jedes Jahr Leistungskurse angeboten. In der Oberstufe wird neben klassischer Mechanik, Elektrodynamik und Thermodynamik auch die moderne Physik behandelt. Dann stehen die Relativitätstheorie und Quantenmechanik auf dem Programm und der Unterricht bietet viele Einblicke in aktuelle Forschungsgebiete.

Naturwissenschaft und Technik sind tragende Säulen unserer Gesellschaft. Naturwissenschaftliche Grundbildung – basierend vor allem auf physikalischen Konzepten und Modellen - ermöglicht teilhabe in diesen Bereichen. Dort liegt die Intention des Physikunterrichts an der BLS. Wer gelernt hat, physikalische Modelle erfolgreich zur Erklärung von Naturvorgängen anzuwenden, der wird von einer Faszination ergriffen. Die Physiklehrerinnen und Physiklehrer der BLS sehen ihre tägliche Aufgabe darin, diese Faszination zu wecken.

 

Chemie

Das hausinterne Curriculum unserer Schule sieht Chemieunterricht durchgehend ab Klasse 7 vor und bietet Grund- und Leistungskurse in der Oberstufe an. Bei der Durchführung von Leistungskursen wird mit dem Städtischen Gymnasium Eschweiler kooperiert. Insgesamt vier Lehrerinnen und Lehrer bilden die Fachgruppe Chemie an der Liebfrauenschule.

Die Räumlichkeiten der Chemie befinden sich im zweiten Obergeschoss des Altbaus. Herzstück ist ein Lehrsaal mit ansteigender Bestuhlung mit insgesamt 36 Sitzplätzen. Der Chemielehrsaal verfügt über eine Abzugseinheit. Vorbereitungs- und Sammlungsraum sind dem Lehrsaal angeschlossen. Ein moderner Experimentierraum auf derselben Etage wird mit dem Kollegium der Fachgruppe Physik geteilt. Hier finden 32 Schülerinnen und Schüler Platz, um Schülerübungen durchzuführen. Die Gestaltung der Räume ist durch Funktionalität und schlichte Sachlichkeit geprägt. Die Wände beider Unterrichtsräume schmückt jeweils ein übergroßes Periodensystem der Elemente.

Im Bedarfsfall kann in der Vorbereitung ein kleines Praktikum mit vier Arbeitsplätzen betrieben werden. Die mit Chemikalien, Glasgerät-schaften und Messapparaturen umfangreich ausgestattete Sammlung ermöglicht die Durchführung von Schüler- und Demonstrationsexperi-menten unter aktuellen Sicherheitsstandards. Chemikalien und Lösemittel werden in belüfteten und eigens gesicherten Schränken bzw. in einem explosionsgeschützten Kühlschrank gelagert.

Die Bandbreite durchführbarer Experimente erstreckt sich von den Trennverfahren des Anfängerunterrichts der Klasse 7 bis hin zu theoretisch anspruchsvollen und apparativ aufwendigen organischen Synthesereaktionen der Oberstufe. Dabei gelingt den chemiebeflissenen Schülerinnen und Schülern der jeweiligen Abiturientia z.B. die Darstellung von Arzneiwirk- und Farbstoffen oder modernen Kunststoffen.

 

Biologie

Als Naturwissenschaft ist die Biologie ein Fach, das es den Schülern ermöglicht, nicht nur fachliche Kompetenz zu entwickeln, sondern wissenschaftliche Methoden ebenso wie wissenschaftliches Denken zu erlernen.

Ganz im Sinne des neuen Kernlehrplans für Biologie haben wir an der BLS ein Konzept entwickelt, um bereits in der 5. Klasse die Methoden- und Fachkompetenz zu fördern: Ergänzend zum Biologie-Unterricht haben die Schülerinnen und Schüler alle zwei Wochen „Biologie praktisch“ mit der Hälfte der Klasse. Das ermöglicht intensives praktisches Arbeiten und das gezielte Erlernen von Techniken und Methoden (Umgang mit dem Mikroskop, Entwicklung und Durchführung von Experimenten, z.B. Keimungsexperimente).

In der Mittelstufe achten wir als Fachschaft Biologie besonders darauf, dass die Schüler durch die Anwendung verschiedener Methoden den Unterrichtsstoff vermittelt bekommen, z.B. durch Entwicklung von Experimenten, Lernen am Realobjekt (z.B. Untersuchung von Schweineherzen, Fischen etc.), Lernen an Stationen oder die eigenständige Entwicklung von Modellen, um nur einige zu nennen. Die Schüler haben zudem die Möglichkeit, als Differenzierung in der Klasse 8 das Fach „Biologie-Erdkunde“ zu wählen, in der Klasse 9 erhalten sie dann Unterricht in „Biologie-Chemie“. So wird es ihnen ermöglicht, fächerübergreifenden Fragestellungen intensiv nachzugehen.

Für naturwissenschaftlich begabte Schüler führen wir in Kooperation mit einer Schule in Kufstein (Österreich) einen fächerübergreifenden „Science-Workshop" durch, der Themen aus biologischer, physikalischer und chemischer Sicht beleuchtet. Die Schüler arbeiten dort in Workshops über drei Tage intensiv an einer Themenstellung, z.B, „regenerative Energien“.

In der Oberstufe wird ebenfalls versucht, möglichst viel praktisch zu arbeiten. Mit der Erstellung von Präsentationen und Vorträgen unter Verwendung moderner Medien sollen die Schüler auch gezielt auf die Anforderungen im außerschulischen Arbeitsfeld vorbereitet werden. Auch außerunterrichtliches Lernen durch Besuche von fachspezifischen Museen (z.B. Neanderthalmuseum, Museum König etc.) und Forschungsinstituten wird den Schülern ermöglicht. Dabei arbeiten wir mit der RWTH Aachen zusammen.

Im Rahmen des ANTalive-Netzwerks bieten wir zudem Praktika in Hochschulen, Fachhochschulen und Unternehmen an, um den Schülern die Berufswahl zu erleichtern.

Wir ermöglichen den Schülern auch die Teilnahme an fachspezifischen Wettbewerben. So konnten in den letzten drei Jahren schon 7 Preise beim „Jugend forscht“-Wettbewerb im Fachbereich Biologie erzielt werden. Neuerdings gibt es in dem Zusammenhang auch eine „Jugend forscht“-AG.

Wir als Fachschaft wollen mit unseren Angeboten den Schülern die Faszination für das Fach Biologie vermitteln.

Ein Beispiel aus unserer Unterrichtspraxis: Lernvideos im Biologieunterricht

Im Rahmen eines Projekts des Leistungskurses Biologie entstanden Lernvideos zur Proteinbiosynthese. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten diese selbstständig und erweiterten so ihre Medienkompetenzen. Des Weiteren erlernten sie eine sinnvolle Nutzung ihrer Smartphones im Unterricht.

Die Videos sind auf dem Youtube-Kanal der Schule einsehbar.

Informatik

Für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 und 6 wurde die verpflichtende Arbeitsgemeinschaft Computerpraktischer Unterricht (CPU) in das Stundenraster aufgenommen. Im zweiwöchentlichen Rhythmus werden die Schülerinnen und Schüler jeweils im halben Klassenverband an den Umgang mit Computern herangeführt.

Im 5. Schuljahr machen sich die Schülerinnen und Schüler mit OpenOffice-Programmen vertraut: Auf dem Stundenplan stehen die Textverarbeitung, die Tabellenkalkulation und der Umgang mit einer Präsentationssoftware zur Ausarbeitung von Referaten, Hausaufgaben o.ä. Die Verwendung der Open-Source-Software bietet dabei den Vorteil, dass ggf. auch auf den PCs zu Hause die gleichen Programme kostenlos heruntergeladen werden können und somit das in der Schule Erlernte zu Hause vertieft werden kann. Zusätzlich lernen die Schülerinnen und Schüler Grundkenntnisse zum Aufbau und zur Nutzung des Internets kennen und üben sich in der Internetrecherche. Ziel des CPUs ist die fächerübergreifende Nutzung dieser Programme und Medien zur Unterrichtsvorbereitung ab Ende Klasse 6.

Im 6. Schuljahr wird der Themenbaustein „Sicherer Umgang mit dem Internet“ behandelt, um dazu beizutragen, dass die Kinder einen selbstbestimmten und sozial verantwortlichen Umgang mit digitalen Medien erlernen. Die Unterrichtsreihe wird mit einem Onlinetest abgeschlossen, der die erworbenen Kompetenzen mit einem Sicherheitszertifikat dokumentiert, das einen wesentlichen Baustein bei der Aufklärung Minderjähriger im Umgang mit dem Internet darstellt. Das im Unterricht eingesetzte Arbeitsheft klickITsafe2.0 (erschienen im Herdt Verlag) gibt Schülerinnen und Schülern dabei die Möglichkeit, sich gezielt mit Rechten und Gefahren im Internet auseinanderzusetzen. Themenbereiche sind u.a. die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Medien und deren Nutzung, Vorbereitung auf digitale Gefährdungen (Möglichkeiten der frühzeitigen Erkennung) sowie vorbeugende und abwehrende Maßnahmen. Es zeigt sich, dass die Schülerinnen und Schüler in diesem Zusammenhang über einen großen Gesprächsbedarf verfügen, um ihre tägliche Lebenswelt besser einschätzen und reflektieren zu können.

Informatik

In den Klassen 8 und 9 beschäftigen sich die Schüler/innen mit folgenden Themen und Programmiersprachen:

Java ist die Programmiersprache,

mit der Programme auf allen aktuellen Systemen vom Computer bis zum Smartphone (Android) geschrieben werden können. Die Schüler lernen diese Sprache altersgerecht mithilfe des Hamster-Modells kennen, wenn Paul und Pauline ihre Abenteuer erleben.

Kommunikation ist Alles??? Aber sicher!??

Die multimediale Welt von heute birgt viele Gefahren und viele Möglichkeiten. Wie kann ich mich schützen? Wie sehen die Berufe von morgen aus?

Geschichte der Informatik

Wie alles entstand. Wo alles hinführen wird. Ada Byron entwickelte Programme für einen Computer, der noch garnicht erfunden war. Auch Captain Kirk unterhielt sich schon mit einem Handy, das es noch nicht gab. Der VDI (Verband deutscher Ingenieure) führt sogar einen Wettbewerb durch, der genau dies fordert: Entwickelt das, was morgen selbstverständlich sein wird!

PHP ist die Sprache, die Websites mit Datenbanken verbindet, ob man bei einem Anbieter etwas bestellt oder, verteilt in der ganzen Welt, gemeinsam an einem Projekt arbeitet.

Kryptographie

bildet die Grundlage einer sicheren Kommunikation, insbesondere im Bereich Online-Banking und mobiles Telefonieren.

 

Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

Geschichte

Geschichte – was ist das?

Der erste Schultag, die Erstkommunion, Ritter, Burgen und Pyramiden, Opas Erinnerungen an den Krieg - was davon ist Geschichte? Alles - denn die persönliche Geschichte jedes Einzelnen hat nur zu oft mit der "großen", politischen Geschichte zu tun, die uns beeinflusst und unser Denken mitbestimmt. Wer im Erwchsenenalter weiß z.B. nicht, was er/sie am 11.09.2001 getan hat? Wer möchte nicht gerne etwas Genaueres wissen, wenn er/sie alte Photos, Gemäuer oder Werkzeuge sieht, deren Nutzen uns heute kaum noch klar ist? Geschichte ist ein Fach für Neugierige - es leitet an zum Wissen über den Alltag anderer Zeiten, es vermittelt Kenntnisse über Traditionen und es ermöglicht Verständnis füreinander, da man die Lebensumstände anderer Kulturen kennenlernt und Fremdes als etwas Spannendes und nichts Bedrohliches erleben kann. Geschichte ist auch nie abgeschlossen oder fertig - nicht nur, weil jeden Tag "Geschichten" hinzukommen, sondern auch, da jede Zeit neue Fragen an die Geschichte stellt und stellen muss. Geschichte ist das Fach, das den Menschen als soziales Wesen gestern und heute erlebbar macht und zur Ausbildung der Schülerpersönlichkeit mehr beiträgt als man vielleicht auf den ersten Blick meint.

Wie setzen wir diese Ansprüche konkret um?

Das Fach Geschichte wird an der Bischöflichen Liebfrauenschule in den Klassen 6, 8 und 9 zweistündig unterrichtet und in der Oberstufe als Grundkurs (3stündig), als Leistungskurs (5stündig) und als Zusatzkurs (3stündig) angeboten. Seit Bestehen der gymnasialen Oberstufe hat es an unserer Schule immer alle drei Kursarten in der Oberstufe gegeben, was die Bedeutung zeigt, die wir diesem Fach zumessen.

Wir haben uns in beiden Sekundarstufen für das bewährte Unterrichtswerk "Zeiten und Menschen" entschieden, das jetzt - auf G8 und das Zentralabitur abgestimmt - in neuen ansprechenden Ausgaben vorliegt, die sowohl dem inhaltlichen Teil mit reichem Quellenmaterial als auch dem methodischen Teil der Unterrichtsarbeit breiten Raum geben.

Beginnend mit der Urgeschichte des Menschen begegnen wir vielen alten und neuen Kulturen und kommen am Ende unserer Erarbeitung in der Sekundarstufe I in unsere Zeit – die Zeit nach 1989, die Zeit der EU und der Globalisierung. Auf diesem Weg setzen wir viele, den Klassenstufen entsprechende Methoden ein, z.B. die Arbeit mit Überresten (u.a. Münzkunde), das Verstehen von schriftlichen Zeugnissen, das Arbeiten mit Karten und anderen historischen Quellen. Unser Unterricht ist schülerzentriert aufgebaut, sodass die Schüler/innen am Ende der Sekundarstufe I in der Lage sind, selbstständig historische Materialien zu erforschen und zu bearbeiten.

In der Oberstufe vertiefen wir exemplarisch historische Phänomene und Fragestellungen, die im chronologischen Durchgang in der Sekundarstufe I bereits thematisiert wurden. Nun geschieht dies aber auf oberstufengerechtem, wissenschaftspropädeutischem Niveau. Vorbereitet wird dies in der EF, die dazu dient, die Schülerinnen und Schüler durch interessante Themen, z.B. die Geschichte der islamischen Kultur, an den Oberstufenunterricht der Qualifikationsphase heranzuführen. Die entsprechenden methodischen Fertigkeiten werden durch jeweils eine Klausur im Halbjahr eingeübt, was für viele Schüler/innen neu ist, da in der Sekundarstufe I keine Arbeiten in Geschichte geschrieben werden. Im Zentrum des Unterrichts der Sekundarstufe II steht vorwiegend die Geschichte des 18. - 21. Jahrhunderts (z.B. verschiedene Revolutionen im Vergleich, die Entstehung des deutschen Nationalstaates und auch der Nationalsozialismus). Dabei wird durchgängig der Bezug zu heutigen Problemen, die sich oft genug aus historischen Ereignissen ergeben haben, hergestellt.

Aber wir bieten für besonders Interessierte auch in der Sekundarstufe I eine Besonderheit an: Neben bspw. der dritten Fremdsprache oder Informatik kann an unserer Schule auch das Fach "Geschichte/Politik" (Klasse 8) bzw. "Geschichte/Naturwissenschaften" (Klasse 9) gewählt werden. Hier besteht die Möglichkeit, Themenstellungen zu behandeln, für die im sonstigen Geschichtsunterricht kaum Zeit bleibt. Denkbare Beispiele: Welche Rolle spielte die Arbeit früher und heute? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Technik, Naturwissenschaften und dem sozialen Zusammenleben? Gab es auch früher schon Umweltprobleme?

An jedem Tag der Offenen Tür - jährlich im Januar - stellt sich unsere Fachschaft mit vielfältigem Material, mit den Schülerbüchern und ausgewählten Schülerarbeiten vor. Sie sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen!

Die Fachvorsitzenden
Rita Schönen, Barbara Lietz

Erdkunde

Ob ganz nah oder weit entfernt – Die Möglichkeit, die Welt vom Klassenzimmer aus zu entdecken, macht Erdkunde zu einem ganz besonderen Schulfach.

Und zu entdecken gibt es Vieles, denn wie kaum ein anderes Fach verändern sich auf der Grundlage allgemeiner Theorien, Entwicklungen und Prozesse die aktuellen Inhalte und Themen ständig, schließlich steht auch das Weltgeschehen, mit dem sich Erdkunde beschäftigt, nie still.

Angepasst an das Abstraktionsvermögen der Schülerinnen und Schüler werden je nach Altersstufe im Sinne einer Bildung und Erziehung zur Nachhaltigkeit ökonomische, ökologische und soziale Aspekte analysiert und kritisch hinterfragt. Grundlage der geographischen Arbeit sind neben dem Atlas mit seinen vielen Signaturen, thematischen Karten und naturräumlichen Informationen, aber vor allem Statistiken, Diagramme, Grafiken und natürlich auch Texte, sodass neben inhaltlichem Fachwissen auch der methodische Umgang mit unterschiedlichsten Materialien erlernt wird.

In den Jahrgangsstufen 5 und 7 (ganzjährig), 8 und 9 (halbjährig) sowie in den Grund- und Leistungskursen der Oberstufe bietet sich also genügend Zeit, vom Klassenzimmer aus in die Welt zu reisen – und hoffentlich mit vielen neuen Eindrücken, neuem Wissen und neuen Kenntnissen zurückzukehren, die auch hier im Alltag hilfreich sein werden.

 

Politik/Sozialwissenschaften

Das Fach Politik / Wirtschaft (in der Oberstufe heißt dieses Fach „Sozialwissenschaften“) vermittelt durch die Aufarbeitung politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Bedingungen inhaltliche Grundlagen und methodische Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen sollen, sich in der heutigen komplexen Lebenswirklichkeit zurecht zu finden und sachgerecht zu urteilen und zu handeln.

Dabei sollen die Lernenden dazu befähigt werden, sich auch kritisch mit der Realität auseinanderzusetzen und selbstbestimmt und zugleich gemeinschaftsbezogen an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken. Das Fach Politik / Wirtschaft soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler ein möglichst dauerhaftes und belastbares politisch-demokratisches Bewusstsein ausbilden und politische, gesellschaftliche sowie ökonomische Prozesse aktiv mitgestalten (vgl. Lehrplan für das Gymnasium - Sekundarstufe I in NRW. Politik/Wirtschaft. 11.05.2007).

 

Kath. Religionslehre

„Wie kein anderes Schulfach fragt der Religionsunterricht auf der Grundlage reflektierter Tradition nach dem Ganzen und nach dem Sinn des menschlichen Lebens und der Welt.“

Der Religionsunterricht ist ein Fach für diejenigen, die sich nicht mit der sichtbaren Welt zufrieden geben, sondern spüren, dass es neben dem Sichtbaren noch mehr geben muss oder die ahnen, dass es mehr geben könnte. Er fragt nach Sinn und Wert des Lebens, nach Normen für das Handeln des Menschen und will Antworten auf die Sinnfragen des Lebens anbieten und die Schüler und Schülerinnen dazu befähigen, in einer reflektierten Auseinandersetzung mit diesen Antworten der Religion eine eigene Position zu entwickeln. Dabei schaut das Fach bewusst auch immer wieder über den Tellerrand des Christentums hinaus und stellt die anderen Religionen in ihren Kernpunkten vor.

Daneben macht der Religionsunterricht vertraut mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft, die ihm zugrunde liegt und befähigt so zu persönlicher Entscheidung in Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen, mit Weltanschauungen und Ideologien und fördert zugleich Verständnis und Toleranz gegenüber den Entscheidungen anderer. Er tut dies in Verantwortung vor der Gemeinschaft der Kirche, an deren Auftrag er im Rahmen und im Raum der Schule in einer pluralistischen Gesellschaft teilhat.

Das Fach Katholische Religionslehre wird in allen Klassen der Sekundarstufe I zweistündig erteilt und in der Oberstufe als Grundkurs dreistündig. Wir haben uns in beiden Sekundarstufen für das bewährte Unterrichtswerk von Werner Trutwin entschieden.

Die einzelnen Schuljahre der Sekundarstufe I sind unter ein Leitmotiv gestellt, welches sowohl die Welt und Lebenssituation der Schüler und Schülerinnen berücksichtigt als auch dem Anspruch des Faches genügen soll:

Jahrgangsstufe 5/6.: Miteinander unterwegs – von Gott geführt

Jahrgangstufe 7: Aufbruch und Umbruch – Mensch und Welt im Licht des Glaubens

Jahrgangsstufe 8/9: Aufgaben übernehmen – auf der Suche nach Gott

In der Oberstufe wird vertiefend und wissenschaftspropädeutisch gearbeitet, wobei die einzelnen Kurssequenzen unter eine konkrete Leitfrage gestellt werden, z.B. Was ist Glaube? Was ist Religion? Gott – Bild des Menschen, der Mensch – Bild Gottes? Was soll der Mensch tun? Was bedeutet Glaube für das Leben? Sterben, Tod und dann?

Erfreulicherweise haben wir auch in jedem Schuljahr immer Schüler und Schülerinnen, die das Fach Katholische Religionslehre als Abiturfach wählen.

Neben der fachspezifischen Ausrichtung liegt möchten wir unsere Schüler mit gelebtem Glauben vertraut zu machen. Deshalb besteht ein enger Kontakt zur Gemeinde St. Peter und Paul, in deren Sprengel unsere Schule beheimatet ist. Zum Schuljahresbeginn, am Aschermittwoch und zum Schuljahresende feiert die gesamte Schule hier ihren gemeinsamen Gottesdienst. Daneben feiern wir einmal monatlich mit jeder Jahrgangsstufe gesondert einen Gottesdienst in unserer hauseigenen Kapelle. Diese werden von den Klassen und ihren Religionslehrern sowie vom Messvorbereitungskreis der Oberstufe mit großem Engagement und viel Einsatzfreude vorbereitet.

 

Ev. Religionslehre

An der Liebfrauenschule sind Schülerinnen und Schüler mit evangelischer Konfession willkommen. Etwa zehn Prozent der Schüler – das entspricht in etwa dem Bevölkerungsdurchschnitt in Eschweiler - sind evangelisch. Sie besuchen meist eine Klasse und in den kleinen Lerngruppen im Religionsunterricht mit 10 – 18 Schülern kann sich eine kontinuierliche Gemeinschaft und konfessionelle Identität entwickeln.

 Neben den biblischen und theologischen Aspekten des Unterrichts, der Auseinandersetzung mit religiösen Traditionen und Deutungen und der Sensibilisierung für religiöse Phänomene leistet der evangelische Religionsunterricht auch einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Einen Sachverhalt aus verschiedenen Perspektiven erarbeiten, Konflikte erkennen und lösen lernen, Kenntnis anderer Glaubensrichtungen und Religionen, Respekt voreinander – und eine eigene, überlegte und begründete Position entwickeln, das sind die Aufgaben des evangelischen Religionsunterrichts. So leistet der evangelische Religionsunterricht seinen Beitrag zur „… Werteerziehung, zum Aufbau sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft, zur nachhaltigen Entwicklung und Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen, zur kulturellen Mitgestaltung sowie zum interkulturellen Verständnis…“. (Kernlehrplan ev. Religionslehre)

Vielfältige Unterrichtsformen, Rollenspiele, Projekte und Lektüren gestalten den Unterricht, in den überschaubaren Lerngruppen entwickelt sich schnell eine Gesprächsatmosphäre, an der sich jede Schülerin und jeder Schüler beteiligen kann und in der jedes Kind wahrgenommen wird und Wertschätzung erfährt.

Die Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, im Klassenverband an der Schulmesse teilzunehmen, wo möglich, wird die Messe auch gemeinsam mit den katholischen Schülern vorbereitet. Aus dem Unterricht erwachsen auch eigene Gottesdienste, die in der Schulkapelle oder der der ev. Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiss gefeiert werden.

Gemeinsame Projekte und Unterrichtsabschnitte mit den Mitschülern der Lerngruppen kath. Religionslehre ergänzen den Unterricht.

Seit dem Schuljahr 2012/13 ist auch der neue, kompetenzorientierte Lehrplan für den evangelischen Religionsunterricht in den Klassen 5 und 7 gültig, in den anderen Klassenstufen ist er noch in der Erprobungsphase.

Der ev. Religionsunterricht findet in den Klassen 5 – 11 statt; wenn Schüler möchten, können sie ev. Religionslehre auch als 4. Abiturfach wählen.

Ich freue mich sehr über alle Schülerinnen und Schüler, die am ev. Religionsunterricht teilnehmen!

Ihre Pfarrerin Frauke Meier

Philosophie

„Philosophie musst Du studieren, und wenn Du nicht mehr Geld hättest, als nötig ist, um eine Lampe und Öl zu kaufen, und nicht mehr Zeit als von Mitternacht bis zum Hahnenschrei.“ – Diesen dringenden Rat hat vor fast 200 Jahren der Dichter Friedrich Hölderlin seinem jüngeren Bruder Karl geschrieben.

Dieser Rat würde heute sicher anders lauten – z.B. bezogen auf eine lange Nacht im Internet. Aber alle anderen Bedingungen sind ähnlich: Karl Hölderlin war Stadtschreiber und brauchte die Philosophie nicht als Brotberuf, aber er suchte sie als Orientierung in einer komplizierter werdenden Welt, in der man schnell etwas vorgegaukelt bekommt.

Sein älterer Bruder Friedrich Hölderlin wusste um diese wertvolle Kraft der Philosophie und gab nichts auf die Vorurteile, Philosophie sei bloßer Luxus und Wortklauberei, ein unnützes Freizeitvergnügen oder gar eine Manipulation junger Menschen. Dieser Vorwurf war so alt wie die Philosophie selbst, denn man warf dies Sokrates vor, der mit Jünglingen durch Athen zog und über die Wahrheit in der Welt nachdachte – also philosophierte.

Philosophie alleine als Beruf zu haben ist auch heute noch ein Problem, aber ihr gesellschaftlicher Stellenwert ist doch sehr gewachsen, was man unter anderem daran sieht, dass es philosophische Sendungen im Fernsehen gibt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Besonders als Begleitstudium ist Philosophie mittlerweile sehr beliebt – auch bei ökonomischen und politologischen Studien. Offensichtlich ist dies so, weil man ohne die Philosophie keine wirklichen Ansätze zur Lösung der ethischen und ökologischen Probleme der Moderne findet. Die Philosophie bietet Ansätze zum alternativen Denken, zur Hinterfragung festgefahrener Meinungen und jederzeit zum geistigen Neuanfang.

Philosophie in unserer Schule gibt es als Grundkurs (3stündig) im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld der Sekundarstufe II.

Die Texte der Philosophie sind nicht mehr verboten, wie noch zu Hölderlins Zeiten, als man sie unter der Bank handeln und außerhalb der Schule unter einem Stein verstecken musste. Aber keine Angst: Es kommt kein zusätzlicher Deutschunterricht auf euch zu, sondern das Gelesene wird abgeklopft auf Vorurteile, die schnell aus der Welt geschaffen werden, und auf Wahrheiten, die untermauert werden. Im Zentrum des Philosophieunterrichts stehen also Fragen und Probleme, nicht die zu Rate gezogenen Texte selbst.

Aber um welche Probleme geht es ? In anderen Fächern vermehrt man sein Wissen und versucht, klug und gescheit zu werden, aber in der Philosophie soll man weise werden. Das griechische Wort „Philosophie“ bedeutet: Liebe zur Weisheit. Und diese Weisheit ist spannend: Generationen von philosophierenden Menschen kommen zu erstaunlichen Übereinstimmungen in ihrem Weltbild, das nie rein zweckgerichtet und funktional ist. Insofern verbindet die Menschen durch die Jahrhunderte ein Gedanke – übrigens auch mit dem Grundansatz des Christentums: Dass der Mensch nicht in der Welt ist, um als in ein Joch gespanntes Massenwesen einen vordefinierten Zweck zu erfüllen, sondern ständig individuell und gesellschaftlich in einem Sinnfindungsprozess steht, der von Toleranz gekennzeichnet ist und unkonventionelle Wege nicht scheut, aber stets auch bereit zur geistigen Auseinandersetzung und zur Selbstreflexion ist. Das ist doch ein ganz junger – und uralter – Gedanke der Philosophie.

Welchen Sinn hat denn das, was ich da tue? Wovon geht es aus? Worauf läuft es letztlich hinaus? Was steckt dahinter? Solche Fragen stellen heißt philosophieren. Es ist ein Heraustreten aus den Alltagsgeschäften, ein Infragestellen, Staunen und Zweifeln, auch wenn es unbequem wird.

Etwas klarer wird diese Wissenschaft, wenn man sich ihre wichtigsten Teilgebiete ansieht, die für die Qualifikationsphase (durch das Zentralabitur) heutzutage vorgegeben sind:

Die „Anthropologie“ (Lehre vom Menschen) – Thema des Philosophiekurses in der Jahrgangsstufe 11/2 – beschäftigt sich mit den wichtigsten Eigenschaften, die uns Menschen auszeichnen (z.B. Sprache, Vernunft, Triebe, Freiheit, unsere Stellung in der Natur, in der menschlichen Gemeinschaft und im gesamten Kosmos).

In der „Ethik“ (Moralphilosophie) –Thema in 12/1 – redet man über das menschliche Handeln, über Werte und Ziele, die wir Menschen verfolgen sollen, um ein gutes und glückliches Leben führen zu können.

In der „Staats- und Geschichtsphilosophie" – Thema in 12/2 – geht es um Grundprobleme der Politik und Gesellschaft (z.B. um Grundrechte, Staatsformen, Utopien, Gewalt) bzw. um mögliche Deutungen von Ursprung, Sinn und Ziel der Geschichtsentwicklung.

In der „Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie“ – ein mögliches Thema

in 13 – untersucht man die Grundlagen und Grenzen menschlicher Erkenntnis, also Fragen wie: Was ist Wahrheit? Auf welchen Voraussetzungen beruht die Mathematik? Sind andere Formen menschlicher Erkenntnis denkbar?

23.09.2010, Heinz-Theo Frings

 

Pädagogik

Pädagogik an der BLS

„Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung“

Immanuel Kant

 

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Ihr macht seit vielen Jahren verschiedene Erfahrungen mit Erziehung : Ihr seid erzogen worden oder wart schon selbst erzieherisch tätig, zum Beispiel als Babysitter, bei der Nachhilfe, als Gruppenleiter, in der Kirchengemeinde und vielleicht möchtet Ihr auch später einmal einen pädagogischen Beruf einnehmen.

Erziehung begegnet uns überall und ist also eine lebenslange und wichtige Aufgabe, der sich jeder Mensch in seinem Leben stellen muss. 

Im Unterrichtsfach Pädagogik denkt man nun aus wissenschaftlicher Perspektive über Erziehung nach und greift dabei auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Psychologie und den Sozialwissenschaften zurück:

Welche Formen pädagogischen Handels gibt es eigentlich und wie sind diese zu beurteilen?

Wie lassen sich Phänomene wie zum Beispiel gewalttätiges Verhalten unter Jugendlichen erklären und welche Art der Erziehung ist angebracht, um den Betroffenen zu helfen?

Gibt es überhaupt die „richtige“ Erziehung?

Mit solchen und vielen weiteren Fragen werden wir uns auseinandersetzen und dabei die Praxis und Eure eigenen Erfahrungen nicht aus den Augen verlieren. Rezepte allerdings bekommt man in Pädagogik nicht. Aber schon oft haben wir die Rückmeldung von Abiturienten und Ehemaligen bekommen: ,Päda’ war ein Fach, das mit mir und meinem Leben zu tun hatte. 

Pädagogik ist ein vielseitiges, (allen Vorurteilen zum Trotz) nicht immer ganz leichtes, spannendendes und für jeden Menschen bedeutungsvolles Unterrichtsfach, zu dem wir Euch herzlich einladen.

Eure Fachschaft (P. Dietzler, J. Feja und S. Hochhausen)

 Leistungsbewertung im Fach Pädagogik

Musische Fächer

Musik

Eine typische Musikstunde in der 6. Klasse zum Thema Instrumente kann bei uns so aussehen: Die Musiklehrerin oder der Musiklehrer hat Strohhalme mitgebracht und verteilt diese an die Schülerinnen und Schüler, um daraus ein Doppelrohrblatt herzustellen, wie es Oboisten oder Fagottisten zur Tonerzeugung benötigen. In einem der Musikbücher werden Aspekte zu den Instrumenten nachgelesen und die wichtigsten Informationen im Heft notiert. Auch das Internet kann zur Recherche benutzt werden. Einzelne Musikbeispiele mit den betreffenden Instrumenten – gerne auch mal als Hörrätsel – werden gemeinsam gehört. Ein Beispiel von DVD mit den Instrumenten „in Aktion“ rundet die Stunde ab. Befindet sich in der Klasse ein Schüler oder eine Schülerin, der oder die eines der vorgestellten Instrumente spielt, so wird dieses natürlich live präsentiert. Am Stundenende singen wir gemeinsam – entweder zur Live-Klavierbegleitung oder zum Playback.

Handlungsorientierung, wie sie in dieser beispielhaften Stunde praktiziert wurde, ist für den heutigen Musikunterricht unerlässlich, um das entdeckende und begreifende Lernen zu fördern.

Das Fach Musik wird an unserer Schule von – im Vergleich zu anderen Schulen – vielen Kolleginnen und Kollegen unterrichtet: von Bert Schopen, unserem stellvertretenden Schulleiter, von Professor Michael Hoppe, Birgit Herkenhoff-Portik, Ralf Repohl, Heinz-Theo Frings und Ines Pieper-Janosa. Bernd Schmitz leitet im Klangworkshop Schülergruppen im Bereich Popmusik an.

Uns stehen zwei Räume mit Beamer, Internetzugang, Stereoanlage, Klavier bzw. Flügel und diversen weiteren Instrumenten zum Klassenmusizieren zur Verfügung. Daneben gibt es musikalische Angebote unterschiedlichster Art: In einem kleinen Schulorchester spielen SchülerInnen aller Altersstufen gemeinsam unter der Leitung von Bert Schopen, in den Grundkursen der Oberstufe werden regelmäßig Opern- und Konzertbesuche von Birgit Herkenhoff-Portik organisiert. Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 singen alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen gemeinsam im Jahrgangsstufenchor unter der Leitung von Michael Hoppe und Ralf Repohl. Regelmäßig im Frühjahr kurz vor den Osterferien organisieren wir ein Konzert in der Aula, bei dem unsere Schüler solo, mit Begleitung eines Kollegen oder als Ensemble ihr musikalisches Können unter Beweis stellen.

Ines Pieper-Janosa

 

Schneeballschlacht– nur im Unterstufenchor erlaubt

Das Konzept einer Chorklasse für die Unterstufe (5. und 6. Klasse)

100 Fünftklässler strecken die Arme nach oben und hüpfen leicht auf der Stelle - und es ist kein Sportunterricht. 

100 Fünftklässler sprechen schnell hintereinander „Malaga, Kanada, Panama" - und es ist kein Erdkundeunterricht. 

100 Fünftklässler werfen Schneebälle - und es ist keine Pause (wäre ja eh nicht erlaubt). 

Was könnte das dann sein?

Ist doch klar, hier singt sich gerade der Unterstufenchor ein. Seit dem Schuljahr 2010/11 haben alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse die Möglichkeit, am Schulchor teilzunehmen und so erste Erfahrungen im Gesang zu sammeln. Die Kinder lernen ihre Stimme ganz neu kennen, und so mancher entdeckt dabei, dass er eine schöne Gesangsstimme hat.

Der Musikunterricht der 5. Klasse ist so organisiert, dass immer zwei Klassen gemeinsam eine Chorstunde in der Aula haben. Die zweite Unterrichtsstunde findet mit dem jeweiligen Musiklehrer im Klassenverband statt und vermittelt musiktheoretische Grundlagen wie Notenlesen und auch musikgeschichtliches Wissen.

Am Ende der 5. Jahrgangsstufe können die Schülerinnen und Schüler zwischen dem normalen Musikunterricht oder einer Chorklasse wählen, bzw. sie werden auch von den beiden Chorleitern Herrn Hoppe und Herrn Repohl “gecastet“ bzw. ausgewählt, d.h. der Musikunterricht wird dann ab der 6. Jahrgangsstufe differenziert in zwei Gruppen angeboten.

Die Chorklasse nutzt das natürliche Instrument jedes Menschen. Die Arbeit mit der Stimme ermöglicht es, in kurzer Zeit gute Klangergebnisse zu erzielen. Die Gesangsklasse bietet die Möglichkeit, das musikalische Potenzial der Kinder voll auszuschöpfen, und sie ermöglicht einen emotionalen Zugang zur Musik. Weiterhin ermöglicht das gemeinsame Musizieren in der Gruppe auch einen starken Zusammenhalt und hat damit auch gemeinschaftsbildenden Charakter.

Den beiden Chorleitern, Herrn Hoppe und Herrn Repohl, ist es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, wie man seine Stimme entwickeln kann und was alles wichtig ist, um richtig zu singen. Deshalb gibt es zu Beginn jeder Chorstunde eine intensive Stimmbildung. Dabei werden sowohl grundlegende theoretische Kenntnisse über den Aufbau des Stimmapparates, die Körperhaltung, die Atmung sowie den Einsatz der Stimme vermittelt als auch praktische Übungen durchgeführt. Denn wie beim Sport muss auch beim Musizieren das Körperinstrument Stimme “warm“ gemacht werden. Hierzu gehören körperliche Lockerungs- und Entspannungsübungen, die ein unverkrampftes Singen ermöglichen. 

Danach werden dann allerlei Lieder eingeübt, darunter kleine Warm-up-Übungen, Kinder- und traditionelle Volkslieder der Welt, aber auch Film- und Popsongs sowie geistliche Lieder für die Schulgottesdienste. Im 6er-Chor dann auch anspruchsvollere geistliche Kompositionen, Kanons, mehrstimmige Stücke sowie auch zunehmend anspruchsvolle Songs aus dem Bereich der Rock- und Popmusik. Durch diese Arbeit wird auch das Hören geübt, und die Schülerinnen und Schüler entwickeln zunehmend eine musikalische Vorstellungskraft. Im 6er-Chor werden auch zunehmend anhand des Notentextes Lieder erarbeitet, somit wird das Notenlesen angewendet und weiter vertieft.

Die Kinder erlernen zunächst das einstimmige gemeinsame Singen. Daneben werden aber auch schon erste Erfahrungen im mehrstimmigen Singen gemacht. Weiterhin spielen die Elemente „Bodypercussion“ und „Beatboxing“ sowie „Choreographie“ und „Tanz“ eine wichtige Rolle im Unterstufenchor. Einfache Körperrhythmen (Klatschen, Patschen, Stampfen, Schnipsen usw.) geben dem Gesang einen Groove und schulen das rhythmische Empfinden der Kinder. Allein durch Laute, die mit dem Mund geformt werden (Ts, Psch, Tschk usw.) lernen die Kinder erste Schritte des sog. „Beatboxing“, also das Imitieren eines Schlagzeugbeats allein mit dem Mund. Viele Songs werden auch durch einfache Schrittfolgen, Bewegungen oder Gestik unterstützt und fördern die Koordination des gesamten Körpers. 

Im 6er-Chor werden die Songs zunehmend auch durch Percussioninstrumente begleitet, d.h. die Schülerinnen und Schüler lernen die Funktions- und Spielweise einiger Percussion-Instrumente kennen.

Durch das Auswendiglernen von Text, Melodie, Liedstruktur, Bewegungsabläufen und Rhythmusbegleitung werden die Kinder vielseitig kognitiv und emotional gefordert und gefördert.

Den Chorleitern ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler ihre erarbeiteten Lieder auch einer Öffentlichkeit vorstellen. Der Unterstufenchor gestaltete in den vergangen Jahren eigene Abschlusskonzerte oder lieferte die Songs für Theateraufführungen. Traditionell stellt sich der 5er-Chor erstmalig am „Tag der offenen Tür“ einem interessierten Publikum vor. Der 6er-Chor präsentiert sich auf dem traditionellen Weihnachtskonzert, und ist ebenso am jährlich durchgeführten Schülerkonzert beteiligt. Weiterhin gestaltet der Chor die Abiturfeier sowie diverse Abschiedsfeiern mit und die großen Schulgottesdienste am Aschermittwoch in der Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Ach ja: Falls Sie demnächst mal Kinder sich strecken und hüpfen oder imaginäre Schneebälle werfen sehen, dann nicht erschrecken, denn Sie wissen ja nun, dass zu einer guten Chorstunde das Einsingen unbedingt dazu gehört. Die Einsingübungen sind spielerisch und kreativ gestaltet, damit das Ganze nicht zu einer trockenen Übung wird. Der Körper wird gelockert und gedehnt, ebenso die Lippen und Zunge. Der Atem wird trainiert, deshalb machen die Schneebälle beim Fliegen auch Zischgeräusche …

Ralf Repohl

 

Kunst

Die visuelle Kultur ist das Erfahrungs- und Lernfeld des Faches Kunst. Dabei bedeutet Lernen in diesem Fach nicht nur theoretische Kenntnisse erwerben, sondern über die Auseinandersetzung mit der uns umgebenden sichtbaren Welt zu einer bewussten Wahrnehmung zu gelangen und vor allem zu handeln. Dabei sind Malen, Zeichnen, Plastizieren, Bauen oder Collagieren eingebettet in den Kontext der subjektiven Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und die individuellen Gestaltungsprozesse sind sowohl für den Unterricht als auch für Entwicklung der Persönlichkeit von zentraler Bedeutung. Wahrnehmen, Verstehen und Gestalten stehen in einem engen Wechselbezug. Die Erfahrung der ästhetischen Welt, die die Schülerinnen und Schüler einerseits in der Begegnung mit Kunstwerken, andererseits aber auch in der Reflexion der eigenen künstlerischen Gestaltung gewinnen, steht im Mittelpunkt. Da visuelle Zeichen einen großen Teil der gesellschaftlichen Kommunikation bestimmen, ist es Ziel des Kunstunterrichts, diese Zeichen zum Lern-Gegenstand zu machen. Damit die Schülerinnen und Schüler sich in unserer stark visuell geprägten Gesellschaft zurechtfinden und sich nicht bloß konsumierend verhalten, sollen sie selbst kreativ-gestaltend handeln und Interesse für die vielfältigen Formen des Gestaltens entwickeln.

Beispielhaft sollen einige Kernthemen aus dem Kunstunterricht in der Sekundarstufe I vorgestellt werden:

Farbenlehre und Plastizieren (Jgst. 5), Zeichnen und Drucken (Jgst. 6), Werbung und Design (Jgst. 7), Architektur: Zeichnen und Bauen (Jgst.9)

In der Sekundarstufe II gehört Kunst zum Kanon der Fächer des sprachlich-literarischen-künstlerischen Aufgabenfeldes. Dort geht es im Wesentlichen um die unterschiedlichen Intentionen, Formen und Medien individueller und gesellschaftlicher Kommunikation. Die Inhalte und die besondere didaktische Struktur des Faches sollen zu ganzheitlichen ästhetischen Erfahrungen führen über den Einsatz spezifischer Verfahren und Methoden der Gestaltung anschaulich werden. Strategien zur Entschlüsselung bildhafter Verständigungssysteme zu kennen zu lernen und die Verflechtung unterschiedlicher visueller Systeme zu erkennen ist ein wichtiger Teil des Kompetenzerwerbs. Den didaktischen Schwerpunkt des Faches Kunst stellt jedoch die künstlerische Gestaltung dar. Sie ermöglicht ganzheitliche, erlebnishafte und reflektierte Erfahrungen, woraus sich vertiefende Einsichten und Urteile ergeben. Das Fach Kunst versteht sich als ein ergänzender Weg des Begreifens: Neben eher rational bestimmten Methoden, wie sie in der wissenschaftlichen Arbeit üblich sind, werden hier Zugänge eröffnet, die über ganzheitliche, sinnlich-geistige Erfahrungen zu individuellen Entdeckungen und Erkenntnisse führen. Arbeitseinheiten in der Sekundarstufe II sind „Bilder und Bildwelten in gesellschaftlichen Zusammenhängen“, „Bildnerische Gestaltung als Zeugnisse einzelner Persönlichkeiten und als Einzelerscheinungen“, „Grundkonzepte bildnerischer Gestaltung“ und „Bilder als Gestaltungsvorgänge“ (Lehrplan SII). Inhaltliche Themenfelder sind unter anderem Kompositionslehre, Kunstmarkt, Das Menschenbild in der italienischen Renaissance, Landschaftsbilder der Romantik (C.D.Friedrich), Cézanne als Wegbereiter der Moderne, Photographie im 20. und 21. Jahrhundert.

Über den Unterricht hinaus bemüht sich die Fachschaft Kunst darum, den jungen Künstlerinnen und Künstlern ein Stück Öffentlichkeit zu bieten: Mit großem Erfolg nehmen Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule am internationalen Jugendwettbewerb der Volks- und Raiffeisenbanken teil. Auch im Jahr 2010 gab es viele Auszeichnungen bereits auf der lokalen Ebene; eine Gemeinschaftsarbeit aus der Jgst. 12 hat sogar den 3. Platz auf der Landesebene errungen (Videoclip zum Thema Klimakatastrophe). Ausstellungen einzelner Klassen oder Kurse finden in unregelmäßigen Abständen z.B. in der Sparkasse oder im Rathaus statt. 2008 fand ein Workshop statt, in dem eine kleine Gruppe von Oberstufenschülerinnen und Schülern mit geistig behinderten Menschen, die einen Malkurs im Caritas-Behindertenwerk besuchen, gemeinsam Bilder gemalt haben; ein Teil der Ergebnisse sind auf einer Bildersäule im Neubau ausgestellt. Alle zwei Jahre findet im Eschweiler Kulturbahnhof eine repräsentative Präsentation von Kunstwerken aus unterschiedlichen Klassen und Jahrgangsstufen statt. Auch innerschulische Projekte (ganz aktuell die Gestaltung einer Bilderwand für die neue Mensa) erweitern die kreativen Aktivitäten.

 

Sonstige Fächer

Sport

Die Rahmenvorgaben für den Schulsport und die Richtlinien NRW für das Gymnasium bilden die Grundlage des schulinternen Lehrplans. In jeder Jahrgangsstufe werden stufenspezifische Schwerpunkte gesetzt, die aufeinander aufbauen.

Allgemeine Schwerpunkte des Sportunterrichts sind die Förderung der Schülerinnen und Schüler u. a. in Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Eigen- und Mitverantwortung.

Diese Werte werden den Schülerinnen und Schülern durch umfassende und vielfältige Bewegungsaufgaben und verschiedene Sportspiele vermittelt.

Sportveranstaltungen

In der Jahrgangsstufe 5 und 6 finden einige Sportfeste und Mannschaftswettbewerbe statt, z.B. Unterstufenturnier und Schwimmwettkämpfe.

Einmal im Jahr findet für alle Schülerinnen und Schüler der Schule ein Sporttag zum Erwerb des Deutschen Sportabzeichens statt. 

In den Sport-AG’s, z.B. Tanzen, Basketball, Fußball, können die Schülerinnen und Schüler ihren persönlichen Vorlieben nachgehen (siehe AG’s). An vielen Schulwettkämpfen, wie z.B. Kreismeisterschaften im Schwimmen, Fussball, Basketball und Judo, nimmt unsere Schule teil.

Neben vielen Sportveranstaltungen, besonders für Jüngere, haben die Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse die Möglichkeit, im schuleigenen Geräteraum ihre persönliche Fitness zu verbessern.

Lernen lernen

Methodenseminare

In Verbindung mit der Bischöflichen Akademie Aachen und der Unternehmensberatung „anders.beraten“ führen wir ein zweieinhalbtägiges Seminar zu Beginn der S II durch, das von jungen Trainerinnen und Trainern in überschaubaren Gruppen von ca. 20 Schülern betreut wird.

Die Räumlichkeiten werden uns freundlicherweise von der Donnerbergkaserne zur Verfügung gestellt.

Inhaltlich geht es um folgende Schwerpunkte:

  • Lerntechniken
  • Motivation zum Lernen
  • Sprechen vor Gruppen und in Gruppen – Freies Sprechen , Referate halten
  • Arbeits- und Zeitplanung
  • Umgang mit Texten

Dieses Seminar gehört zum Schulprogramm der BLS. Die Organisation und Durchführung liegen bei Frau Barbara Lietz.