News - schulische Ereignisse




Pfiffige Ermittler und fleißige Nachwuchsköche

ez / von Anja Klingbeil | 12.07.2010,

Eschweiler. Vorsichtig drapieren Tom Luka Mines und Lucas Wolff Nudel für Nudel auf der Wäscheleine. Die einen sind verfeinert mit Kräutern, die anderen mit Tomaten und Spinat. Selbst gemacht ist die Pasta. Das versteht sich. «So richtig Pastateig habe ich noch nie gemacht», sagt Tom und lacht.
Dafür sieht es aber wirklich sehr lecker aus. Spannend klingt auch der Rest des Speiseplanes: Möhrensuppe mit Kokosmilch und exotischer Obstsalat. Weil das Interesse so groß war, gibt es im Rahmen der Projektwoche gleich sechs Kochkurse. Insgesamt 51 unterschiedliche Aktionen sorgen an der Bischöflichen Liebfrauenschule für jede Menge Gewusel.

Antrag der Schüler

Beantragt wurde die Projektwoche von der Schülervertretung. Das Motto der Aktionstage lautet: «Schule zeigt Profil». «Wir haben das Thema bewusst recht offen gelassen, damit sowohl Schüler als Lehrer verschiedene Projekte anbieten können», sagt Lehrerin Dr. Barbara Busert. «Schließlich wollen wir niemanden mit seinen Ideen eingrenzen», fügt ihr Kollege Wolfgang Knippschild hinzu.

Und so wird ein paar Zimmer weiter eifrig ermittelt. Irgendwer hat doch tatsächlich den Biologieraum verwüstet. Eine kleine Schar Nachwuchsermittler ist dem Bösewicht allerdings bereits auf der Spur. Fein säuberlich wird das Graphit-Puder mit einem feinen Pinsel auf dem Glas verteilt. Dort, wo der Schurke seine Fingerabdrücke hinterlassen hat, werden diese nun sichtbar. Der Einbrecher hat also keine Chance ...






Korbleger-Training mit dem Zwei-Meter-Mann

ez / von Anja Klingbeil | 09.07.2010

Eschweiler. «Boah, der kriegt ja jeden Ball rein.» Bei einigen Schülern geht der Mund kaum mehr zu. So geht das also, wenn man es richtig gut kann. Und dass Stephen Arigbabu es wirklich richtig gut kann, hat er im Verlauf seiner Karriere oft genug gezeigt. Vor drei Tagen hat er seine Karriere beendet.

Etliche Meistertitel in Deutschland, im europäischen Ausland und den Vize-Europameistertitel mit der Deutschen Nationalmannschaft hat der 38-Jährige geholt.
Rebound und Slum Dunk

Ans Rentnerdasein hat er sich aber noch nicht gewöhnt. «Schon ein komisches Gefühl, heute hier zu stehen», sagt er und lächelt aus einer Höhe von 2,08 Metern herab. Es wird wohl noch dauern, bis er realisiert, dass er selber nicht mehr auf dem Platz steht. «Ich glaube, wirklich komisch wird es erst für mich, wenn die Saison wieder beginnt und ich bin nicht dabei.»

Am Freitag war der sympathische Arigbabu zu Gast in der Kaiserhalle. Und hatte wieder einen Basketball in der Hand. Im Rahmen der Projektwoche an der Liebfrauenschule trainierte er dort mit 50 Pennälern. Zeigte ihnen wie das mit Rebound (Abpraller) und Slum Dunk (den Ball mit Wucht in den Korb stopfen) funktioniert.

«Die Schüler sind total begeistert», freut sich Sportlehrer Hans Mainz. Arigbabu soll die Kids für Basketball begeistern das schafft er nach kurzer Zeit. «Wir wollen, dass in Eschweiler wieder mehr Basketball gespielt wird», betont Kurt Creutz, Vater eines Schülers und Geschäftspartner des ehemaligen Basketballers, der den Kontakt vermittel hat.

Sind denn einige Talente dabei? «Auf jeden Fall! Bei manchen sieht man direkt schon gute Anlagen, das erkenne ich an den Bewegungen», sagt Stephen Arigbabu. Dabei werde von vielen immer gesagt, dass es in Deutschland keine Basketball-Talente gibt. «Stimmt, aber nicht», sagt Arigbabu voller Überzeugung.

Er selbst ist auch eher durch einen Zufall zu diesem Sport gekommen. «Vorher habe ich Fußball gespielt und geangelt.» Dann ist er mit einem Freund zum Training gegangen. Gefallen hat es ihm beim ersten Mal nicht. Dafür im zweiten Anlauf. Das Angeln hat Stephen Arigbabu übrigens nicht aufgegben. «Auch wenn ich keinen Fisch esse, aber dabei kann ich so wunderbar entspannen.» Die Fische werden dann an Freunde verschenkt.

Und die hat es den Pennälern gefallen? «Total gut. Wobei ich zugeben muss, dass ich ihn vorher nicht kannte. Aber er hat mir echt ein paar gute Tricks beigebracht», sagt Britta Pelschow (12 Jahre).





So macht Schulsport richtig Spaß!

ez / (ph) | 09.07.2010

Eschweiler. Das Schulleben der Bischöflichen Liebfrauenschule hat viele Facetten. Beim Schwimmfest der fünften Klassen gingen in der Jahnhalle gut 100 Mädchen und Jungen an die verschiedenen Starts. Die Mädchen und Jungen um die elf Jahre traten in der Lagenstaffel, bei Einzelwettbewerben und innerhalb einer Juxstaffel gegeneinander an.
Der Organisator des Schwimmspektakels, Matthias Kremer, hatte sich mit seinen Sportlehrern Uta Vandenbergh sowie Gregor Niehues und schließlich der Vorsitzenden des Schulsports, Sarah Körfer, einiges einfallen lassen.

Das Schwimmfest der fünften Klassen beendete die schulische Ausbildung im Schwimmen und rundete diese mit den verschiedenen Wettkämpfen ab. In den zwei Staffenwettbewerben traten alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse gegen die Aktiven der anderen Klassen an. Dabei galt es, eine Lagenpendelstaffel zu absolvieren und die Juxstaffel.

Dabei konnte sich stilmäßig nach vorne bewegt werden wie jeder konnte oder wollte. Nur mussten die einzelnen Teilnehmer eine langen Schaumgummigegenstand mitschleppen - egal wie - und der wurde beim jeweiligen Wechsel dem nachfolgenden Schwimmer einschließlich eines kleinen Balles überreicht. Der Gummiball musste schließlich wie der lange Schaumgummigegenstand bis ins Ziel befördert werden.

Die Staffeln bildeten den Rahmen der Veranstaltung und fanden am Anfang und am Ende des Wettbewerbs statt. Hierbei wurde jeder Schüler zwei Mal gefordert, seine schwimmerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Klassengesamtsieger wurde die Klasse 5b. Über 50 Meter Lagen Mädchen siegte Paula Haake, 50 Meter Lagen Jungen Alexander Mannich, 50 Meter Brust Mädchen Eva Gruppe (sämtliche Klasse 5b) und über 50 Meter Brust Jungen gewann von der Klasse 5c Jonas Schuster.






Profi-Tipps für den Sprung in Studium oder Beruf

ez / von Anja Klingbeil | 07.07.2010

Eschweiler. Sarah Schlachter will zur Bundeswehr. Das steht für die 18-Jährige fest. In einigen Wochen will zum Eignungstest. Wenn das klappt, will sie Luft- und Raumfahrttechnik studieren. «Ich möchte einfach etwas machen, bei dem man viel rumkommt und auch Verantworung übernimmt - für die Menschen in den Ländern, in denen man im Einsatz ist, und für das eigene Land.»

Nicht jeder kann seine beruflichen Ziele so klar nennen. Klassenkameradin Dorothee Charras will zwar studieren, «aber ich weiß noch nicht so recht was.»

Das geht nicht nur ihr so. Viele, die gerade mitten im oder kurz vor dem Abitur stecken, wissen nicht recht, wie es anschließend weiter gehen soll. Und so trifft den ein oder andere der Alltag an der Universität unverhofft. Überfördert sind viele im ersten Semester. Wo muss ich eigentlich hin? Welche Seminare soll ich belegen? Was muss ich lernen? Und, und, und.

Damit es beim Übergang vom Gymnasium auf die Uni nicht allzu holprig wird, hat sich die Bischöfliche Liebfrauenschule professionelle Hilfe geholt. Michael Schmitz von der Unternehmensberatung Artefakt Consulting war zu Besuch. «Kernfähigkeiten des Erfolgs» war das Seminar überschrieben, zu dem sich zahlreiche Schüler aus der Jahrgangsstufe zwölf angemeldet hatten.

Einzigartiges Projekt

Denn Schmitz hatte den Pennälern jede Menge Informationen mitgebracht, damit sie im Studium und auch im Berufsleben nicht den Überblick verlieren. «Ich glaube, das ist in der Region ein einzigartiges Projekt», sagt Maria Becker. Einzigartig, aber nicht einmalig, wie die Mittelstufenkoordinatorin betont: «Wir werden das bestimmt im nächsten Jahr wiederholen.»

Neben theoretischen Grundlagen arbeitete Schmitz mit den Jugendlichen in praktischen Übungen. Etwa in Rollenspielen. Denn wer Erfolg haben will in Studium und Beruf, der braucht ein gut funktionierendes Netzwerk, aus dem er schöpfen kann.





An der Schwelle zum Tod geraten sie ins Grübeln

(ran) | 02.07.2010

Eschweiler. Es ist ein Ort, an dem die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertreffen. Darunter auch Lebensfrohe, Pessimisten, Egoisten, Ignoranten und gutmütige Phlegmatiker. Eines haben die Personen, die (unfreiwillig) im «Hotel zu den zwei Welten» eingecheckt haben, jedoch gemein.

Sie schweben im Zustand zwischen Leben und Tod. Es sind Komapatienten, die auf den Aufzug warten, der sie entweder wieder auf die Erde und damit zurück ins Leben bringt, oder sie in den Himmel, in den Tod auffahren lässt.

Dies ist die Ausgangssituation des Theaterstücks «Hotel zu den zwei Welten», das der französiche Dramatiker Eric-Emmanuel Schmitt im Jahr 1999 verfasste, und das die Schüler des Literaturkurses II der Bischöflichen Liebfrauenschule unter der Leitung von Rudolf Nobis und seiner Assistentin Ina Jansen am Donnerstagabend auf die Bühne ihrer Schulaula brachten.

Mit spürbarer Spielfreude, beeindruckender Ausdrucksstärke, großem Enthusiasmus und der notwendigen Ernsthaftigkeit gelang es den Nachwuchsschauspielern, dem Publikum das vielschichtige und philosophische Werk, das viele Fragen über den Tod, aber vor allem über das Leben aufwirft, näher zu bringen. Lautstarker und langanhaltender Applaus belohnte die Schüler nach rund zwei Stunden verdientermaßen.

«Wo bin ich und warum bin ich hier?», fragt Julien Portal (Fabian Fourné), als er sich für ihn plötzlich und auf unerklärliche Weise im «Hotel zu den zwei Welten» wiederfindet. Der Journalist kann sich an nichts erinnern. Dabei ist er mit 200 Stundenkilometern gegen einen Baum gefahren. Nun kämpfen die Ärzte um sein Leben, während sein Geist in der Unterkunft auf den Ausgang der Operation wartet, wie ihm der geheimnisvolle Doktor S. (Alexandra Michel) offenbart.

Doch Julien ist keinesfalls alleine. Mit ihm warten Präsident Delbec (Christina Derichs), der Magier Radschapur (Matthias Baum) und die junge Putzfrau Marie Martin (Alisha Offergeld) auf den Aufzug.

Letztere erzählt Julien ihre recht traurige Lebensgeschichte. Als Älteste von zwölf Geschwistern musste sie schon früh hart arbeiten. «Besen, Waschlappen und Putzzeug sind mein Schicksal.» Um diesem zu entkommen, nimmt sie den erstbesten Mann, der sie jedoch enttäuscht. «Das hat mir am meisten gefehlt. Ab und zu ein freundliches Wort.»

Ihre glücklichste Zeit hat sie nach ihrem ersten körperlichen Zusammenbruch erlebt. Im Krankenhaus. «Dort hatte ich endlich Zeit nachzudenken. Das muss das Glück sein», war sie sicher. Der zweite Zusammenbruch führte sie dann in das «Hotel zu den zwei Welten».

Julien, der panische Angst vor dem Tod hat, weil er glaubt, dass dieser den Sturz ins Nichts bedeutet, ist überrascht, dass Marie trotz ihres recht freudlosen Lebens an eben diesem hängt. Trotz seiner Todesangst ist dies bei ihm anders. «Das Menschsein ist eine lächerliche Partie, und ich habe nicht darum gebeten, daran teilzunehmen. Ich habe das Leben immer verachtet», zieht er eine ernüchternde Bilanz.

Während Präsident Delbec («Ich denke nur an mich. An wen sonst?») sein Dasein im «Hotel zu den zwei Welten» schlicht ignoriert, nimmt der Magier Radschapur, der seit sechs Monaten im Koma liegt, seine Situation mit scheinbarem Gleichmut hin. «Für mich liegt der Wert eines Menschen darin, dass er eben Mensch ist», philosophiert er. Dann erscheint Dr. S und bittet Marie, in den Aufzug zu steigen. Dieser führt die Putzfrau mit dem verbrauchten Herzen nach oben, in den Tod.

Ein faszinierendes Theaterstück, das von den jungen Schauspielern glänzend interpretiert wurde. Am kommenden Montag öffnet das «Hotel zu den zwei Welten» ab 20 Uhr ein weiteres Mal. Einige Zimmer sind noch frei!





Auch die Ausbildung des Charakters ist wichtig

Von Andreas Röchter | 27.06.2010

Eschweiler. Ihr Weg war lang und manchmal sicherlich auch steinig. Doch nach (meistens) neun Jahren ist das Ziel nun erreicht. 95 Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule legten in den vergangenen Wochen erfolgreich ihre Abiturprüfungen ab. Am Freitag erhielten sie im Rahmen einer Feierstunde ihre Reifezeugnisse.

Neben den aktuellen Abiturienten und ihren Angehörigen begrüßte Schulleiter Dr. Manfred Meier auch 13 Gold- und acht Diamantabiturientinnen unter den Gästen. Dann richtete er sein Wort an die Hauptpersonen der Feierstunde.

«Leider ist heutzutage die Ausbildung des Charakters, die Menschenbildung, immer weniger gefragt», stellte der Schulleiter fest. Vor allem Führung brauche Bildung. «Wer führt, sollte in der Lage sein, über sich nachzudenken und sich einschätzen können», betonte Dr. Manfred Meier. Die sogenannte «Bildungskrise» sei nicht zuletzt aus Mangel an Führung entstanden. «Ich hoffe, dass wir euch die Bildung vermitteln konnten, die euch befähigt, später verantwortungsbewusst zu führen», schloss der Schulleiter seine Ansprache.

Bürgermeister Rudi Bertram forderte, sich in die Gesellschaft einzubringen: «Als Abiturienten sind sie privilegiert. Geben sie bitte etwas zurück.» In die gleiche Kerbe hatte bereits Weihbischof Dr. Johannes Bündgens während des Gottesdienstes am Nachmittag in der Pfarrkirche St. Peter und Paul geschlagen. «Euch ist die Welt in die Hände gelegt. Das verbindet euch untereinander. Seid ihr nun bereit, eure Fähigkeiten in den Dienst der Menschheit zu stellen?» lautete seine Frage.

Die Schulpflegschaftsvorsitzende Stephanie Berretz erinnerte die Abiturienten daran, dass dieser wichtige Augenblick sowohl ein End- als auch ein Startpunkt sei. «Viele Erinnerungen und gemeinsame Erlebnisse werden aber im Gedächtnis bleiben, weil sie und ihre Eltern sich für diese Schule und damit für eine Erziehung nach christlichen Werten entschieden haben.»

Mit Professorin Dr. Helga Bilden richtete dann eine Rednerin das Wort an die Absolventen, die vor einem halben Jahrhundert ihr Abiturzeugnis an der Bischöflichen Liebfrauenschule erhalten hatte. «In den vergangenen 50 Jahren hat sich natürlich vieles verändert. In mancher Hinsicht hatten wir es damals besser. In unserer Abschlussklasse waren 15 Schülerinnen. Heute ist vieles nicht mehr planbar. Somit ist das Ende der Schulzeit in gewisser Hinsicht auch der Eintritt in die Unsicherheit. Vertrauen sie darauf, dass aus vielen manchmal ausweglos erscheinenden Situationen noch etwas zu machen ist.»

Arne Ekberg zog als Vertreter der Jahrgangsstufenpflegschaft eine Bilanz der abgelaufenen neun Jahre und dankte der Schulleitung und dem Lehrerkollegium.

Die Abiturienten Katja Bach, Philine Bündgens, Inga EkbergÊ und Lars Telschow, ließen anschließend ihre Schulzeit aus der Sicht von Teilnehmern an einer Casting-Show Revue passieren. «Leider haben es nicht alle, die sich beworben haben, in die Band geschafft», mussten sie auch mit Wermutstropfen leben. «Während unserer zahlreichen Auftritte haben wir auch manchmal das Ziel aus den Augen verloren. Tourneen führten uns nach Kroatien und Rom, zuletzt haben wir uns dann mit großer Ernsthaftigkeit auf die Finalshow vorbereitet und schließlich der Entscheidung der Jury entgegengezittert», berichtete das Quartett, das nicht vergaß, die Verdienste eines Menschen hervorzuheben: «Der Dank gilt unserem Manager (Jahrgangsstufenleiter) Winfried Brinkhues, der uns manchmal auch unangenehme Wahrheiten mitteilen musste.»

Zu Klängen von Elton Johns «I'm still standing» betrat dann eben dieser die Bühne der Aula. «Auch ich bin glücklich über die vergangenen drei Jahre, die viele Emotionen freigesetzt haben. Würde man mich noch einmal fragen, euer Beratungslehrer zu werden, würde ich es wieder tun.»

Dann folgte die Ausgabe der Abiturzeugnisse. Musikalisch gestaltet wurde die Abiturfeier von der Instrumentalgruppe der Bischöflichen Liebfrauenschule unter der Leitung von Bert Schopen, die mit «Circle of Life» aus dem König der Löwen das Programm eröffnete. Sarah Ziemons aus der 11. Jahrgangsstufe präsentierte, von Professor Michael Hoppe am Klavier begleitet, Auszüge aus Mozarts Flötensonate KV 14. Pia Eßer aus der Klasse 7c ließ den 1. Satz aus John Bastons Concerto No. 6 für Flöte hören, bevor Professor Michael Hoppe und Bert Schopen vierhändig «Malaguena» aus Ernesto Lecuonas Suite «Andalucia» an zwei Pianos erklingen ließen.

Den emotionalen Abschluss der Abiturfeier lieferte aber Abiturientin Kathleen Fuß, die mit ihrer gesanglichen Interpretation von «Chasing Cars» für Gänsehaut bei den Gästen gesorgt haben dürfte.





Drei Genies tarnen sich mit Wahnsinn

ez / Andreas Röchter | 16.06.2010

Eschweiler. «Wollen sie mich verhaften, weil ich die Krankenschwester erdrosselt oder die Atombombe ermöglicht habe?» Die Frage, die Alec Jasper Kilton alias Herbert Georg Beutler alias Isaac Newton alias Albert Einstein zu Beginn des 1. Aktes von Friedrich Dürrenmatts Komödie «Die Physiker» Kriminalinspektor Richard Voß stellt, zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk.

Was darf die Wissenschaft und wie sehr steht sie in der Verantwortung gegenüber ihren Erkenntnissen? Am Dienstagabend brillierten nun unter der Leitung von Herbert Thomé die Schüler des Literaturkurses I der Bischöflichen Liebfrauenschule, die das 1961 entstandene Theaterstück mit ansteckender Spielfreude auf die Bühne ihrer Aula brachten und nach zwei Stunden voller Dramatik, Irrwitz, Humor und Nachdenklichkeit wohlverdienten, langanhaltenden Applaus ernteten.

In der Nervenheilanstalt «Les Céresiers» hat sich der zweite «Unglücksfall» binnen drei Monaten ereignet. Ernst Heinrich Ernesti (Ilja Zakharov), der sich für Albert Einstein hält, hat eine Krankenschwester erdrosselt. Kriminalinspektor Richard Voß (Thomas Weber) ist genauso ratlos wie einige Wochen zuvor, als Herbert Georg Beutler (Jonas Schleypen), der glaubt, Isaac Newton zu sein, eine Pflegerin tötete. Irrenärztin Dr. Mathilde von Zahnd (Rebecca Lövenich) klärt ihn auf, dass es sich bei den Wissenschaftlern keinesfalls um Mörder, sondern höchstens um Täter handelt, die auf Grund ihrer Geisteskrankheit für ihr Handeln nicht verantwortlich seien.

Dritter im Bunde der Physiker ist Johann Wilhelm Möbius (Jonas Wintz), der seit 15 Jahren Insasse der Anstalt ist, da ihm König Salomo erscheint. Doch schnell wird deutlich, dass keiner der Physiker irre ist. Vielmehr hat Möbius die «Weltformel» entdeckt, die, wenn sie in falsche Hände gerät, zur Vernichtung allen Lebens führen kann. Um sein Wissen vor der Welt zu verbergen, spielt er den Verrückten. «Die Vergangenheit löscht man am besten mit wahnsinnigem Betragen aus», macht er deutlich. Als Krankenschwester Monika Stettler (Barbara Zander) ihm aber ihre Liebe gesteht und ihm offenbart, dass sie sich ein gemeinsames Leben mit ihm außerhalb der Anstalt vorstellen kann, sieht er sein Versteck in Gefahr und sich gezwungen, sie zu töten.

Da daraufhin die Krankenschwestern gegen männliche Kampfsportler ausgewechselt werden, halten Ernst Heinrich Ernesti und Herbert Georg Beutler die Zeit für gekommen, aus der Anstalt zu fliehen. Sie geben sich Möbius gegenüber als Mitarbeiter unterschiedlicher Geheimdienste zu erkennen und versuchen ihn zu überzeugen, die «Weltformel» ihrem Land zur Verfügung zu stellen. «Sie sind ein Genie und als solches Allgemeingut», gibt Beutler zu verstehen. Möbius erklärt den Beiden jedoch, seine Aufzeichnungen vernichtet zu haben. Ernesti und Beutler sind entsetzt, doch Möbius gelingt es, sie von der Richtigkeit seines Handelns zu überzeugen. «Wir müssen versuchen, das Vernünftige zu denken.»

Die drei Physiker schließen einen Pakt. Sie beschließen, als Sühne für ihre Morde in der Irrenanstalt zu bleiben. «Verrückt, aber weise. Gefangen, aber frei. Physiker, aber unschuldig.» Doch sie haben die Rechnung ohne Dr. Mathilde von Zahnd gemacht. Die Irrenärztin hat alle Aufzeichnungen von Möbius kopiert und schickt sich an, sie für ihre Ziele zu nutzen. Sie ist die einzige Irre in der Irrenanstalt. Die wahrhaftigste, aber gefährlichste Erkenntnis von Möbius bewahrheitet sich in ihrer schlimmsten Form: «Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden!»

In beeindruckender Weise gelang es den Schülern, die Kernfrage, die Friedrich Dürrenmatt mit seinem Werk aufwirft, und die heute so aktuell ist wie im Jahr 1961, herauszuarbeiten: Was darf die Wissenschaft und wo stößt sie an ihre moralischen Grenzen? Der Autor appelliert an die Wissenschaft, manches Denkbare erst gar nicht zu denken, da dies die einzige Möglichkeit sei, es zu verhindern. Dass er dafür die Darstellungsform der Komödie wählte, war für ihn selbstverständlich: «In der heutigen Zeit kommt nur noch das Komische dem Realen bei», erklärte Friedrich Dürrenmatt.

So hatten die Zuschauer am Dienstagabend in der vollbesetzten Aula der Bischöflichen Liebfrauenschule mehr als einmal die Gelegenheit, herzhaft zu lachen. Doch wesentlich häufiger dürften sie auf Grund markanter und von den jungen Darstellern prägnant interpretierter Sätze zum Nachdenken angeregt worden sein.

Heute Abend stehen nun ein zweites und letztes Mal Ermittlungen in der Nervenheilanstalt «Les Céresiers» auf dem Programm. Um 20 Uhr nimmt Inspektor Voss erneut seine Untersuchungen auf. Eine Gelegenheit, die sich kein Theaterfreund entgehen lassen sollte.



Schüler rappen in der neuen Mensa

(ez)(ran) | 11.05.2010

Eschweiler. Im April 2007 wurden erste Gespräche zwischen der Schulleitung und dem Architekten geführt. Gut drei Jahre später ist ein Meilenstein geschafft: Der Rohbau der Mensa der Bischöflichen Liebfrauenschule steht.

Dienstagmittag wurde dies nun mit dem Richtfest auch offiziell dokumentiert. «Wenn in einem bewohnten Haus aus- und aufgebaut wird, zeigt dies, dass die Menschen darin leben wollen und dass sie in diesem Haus Zukunft sehen», betonte Benno Grothen, Leiter der Abteilung Erziehung und Schule beim Bistum Aachen, dem Träger der Liebfrauenschule.

«Im April 2008 habe ich die ersten Pläne gesehen.
Wenig später haben wir im Bischöflichen Generalvikariat die Pläne gesichtet und für gut befunden. Wesentliche Grundlagen dieser positiven Entscheidung waren das schlüssige Konzept und die Bereitschaft der Eltern, einen großen Teil der finanziellen Mittel bereitzustellen», so Benno Grothen. Im Zuge der Entwicklung zum achtjährigen Gymnasium sei es notwendig gewesen, die Möglichkeit der Übermittagsbetreuung erheblich zu erweitern.

Zuvor hatte bereits Schulleiter Dr. Manfred Meier die Gäste des Richtfestes, darunter vor allem die Elternvertreter herzlich begrüßt. Architekt Ralph Scholl zeigte sich erfreut, dass nach der Erteilung der Baugenehmigung im Dezember des vergangenen Jahres nun «ein Dach über den Köpfen» entstanden sei. «Die Mensa soll offen für Licht sein und durch ihren Säulencharakter ein Raum werden, in dem sich die Schüler wohlfühlen können», machte er deutlich.

Nachdem die Klasse 6c unter der Leitung von Professor Michael Hoppe mit einem «Schulrap» und weitere Schüler das Richtfest musikalisch gestaltet hatten, war es dann an Zimmermannmeister Stephan Schneider, den Richtbaum auf dem Dach der angehenden Mensa anzubringen und mit dem Richtspruch dem Bauwerk Leben einzuhauchen.


Schüler lassen Poesie und Musik eindrucksvoll verschmelzen

(ran) | 26.03.2010

Eschweiler. Es war ein bunter und abwechslungsreicher musikalischer Blumenstrauß, den die Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule ihren zahlreichen Zuhörern in der vollbesetzten Aula während ihres Konzerts am Mittwochabend präsentierten. Dem Repertoire waren dabei keine Grenzen gesetzt.
So erklangen klassische Melodien von Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach und Leopold Mozart genauso wie Traditionals, Werke von Elton John, Christina Aguilera und Leonard Cohen sowie portugiesischer Sprechgesang und, nicht zu vergessen, ein Schulrap der Klasse 6c.

«Ich bin sehr positiv überrascht, wie gut besetzt die Aula ist», begrüßte Michael Hoppe, Lehrer der Fachschaft Musik, die vielen Gäste des Konzerts.

Nachdem das Orchester der Bischöflichen Liebfreunschule unter Leitung von Bert Schopen Elton Johns «Can you feel the love tonight» interpretiert hatte, schritt mit Kathrin Schroiff aus der Klasse 5c die erste Solokünstlerin des Abends an das Klavier.

Die Sextanerin bewies ihr Talent mit Beethovens «Für Elise» und erntete verdienten Applaus. Nach soviel «Schülerpower» wollten auch die Lehrer nicht nachstehen. Und so überzeugten Bert Schopen und Michael Hoppe am Klavier mit der Interpretation von Ernesto Lecuonas «Malaguena».

Dass Poesie und Musik eins sein können, machte Catarina dos Santos deutlich, als sie das Gedicht «As palavras» des bedeutenden portugiesischen Lyrikers Eugenio de Andrade vertonte.

Zu guter Letzt begeisterte das Quartett Georg Leuschner, Niklas Strauch, Martin Huppertz und Florian Offer mit den Hits «Replay» von Iyaz sowie «Life Lines» von «One Step Forward».



Hand in Hand mit Kollegen aus Kanada
(nik) | 11.03.2010

Eschweiler. Die Bischöfliche Liebfrauenschule präsentiert sich als internationale Bildungsstätte: Schüler des Abschlussjahrgangs aus Winnipeg (Kanada) nehmen im Rahmen eines zehntätigen Austauschprogramms an der Genetikprojektwoche der Schule teil.

Gemeinsam beleuchten sie mit den angehenden Biologiexperten des zwölfer Leistungskurses der BLS und Lehrerin Dr. Barbara Busert die Wege der Krebsforschung und führen verschiedene Experimente durch.

Dabei beschäftigen sich die Biologen vor allem mit Nierenkrebs. So sezierten sie im Projektverlauf verschiedene Nieren: Zum einen eine erkrankte Niere, eine so genannte Zystenniere, zum anderen eine gesunde Schweineniere. «Wichtig ist, dass die Schüler das selbständige und wissenschaftliche Arbeiten lernen», erklärt Dr. Barbara Busert.

Doch dies ist nicht der einzige Lernerfolg. Durch die bilinguale Führung der Projekts sind auch die Schülerinnen und Schüler der BLS gezwungen, sich in der englischen Sprache auszudrücken. Dieser Prozess vollzieht sich nicht nur im Projektgeschehen, sondern auch zu Hause. Die Austauschschüler leben in den Familien der Jugendlichen.



Wissenschaft mit ganz vielen Schokoladenseiten
Von Juliane Kern | 24.02.2010

Eschweiler. Wieso sagt man eigentlich: «Zeig' Dich von Deiner Schokoladenseite?» Haben Menschen wirklich eine schönere und eine weniger schöne Seite? Woher diese Redewendung kommt und was es damit auf sich hat - diese Fragen hat sich Pia Söndgen schon immer gestellt.

Im Biologie-Leistungskurs der Stufe 12 hat die Schülerin der Bischöflichen Liebfrauenschule daraus eine Facharbeit entwickelt. Das Thema: «Gesichtsasymmetrien».

Doch nicht nur das. Wie drei ihrer Mitschüler hat die 19-Jährige die Facharbeit auch noch zu einem Forschungsprojekt für den Regionalwettbewerb von «Jugend forscht» ausgebaut und prompt gewonnen - den 2. Preis. Auch Ricarda Lothmann, Viktoria Piter und Oliver Arnolds waren mit ihren Forschungsprojekten erfolgreich. Die Jury des Regionalwettbewerbs verlieh allen drei Schülern für ihre Arbeit den 3. Preis.

Ein Jahr lang haben die vier Schüler des Biologie-Leistungskurses von Dr. Barbara Busert Daten verglichen, Messungen vorgenommen, Proben untersucht, Fachliteratur gewälzt und die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit schließlich in einer 15 Seiten starken Dokumentation zusammengefasst.

Anders als Pia, die der Redewendung von der «Schokoladenseite» auf den Grund gehen wollte, haben Ricarda, Viktoria und Oliver Krankheiten und Auffälligkeiten in ihren Familien zum Forschen bewegt. So wollte Ricarda wissen, was gegen die kalten, weißen und tauben Finger, unter denen sie bei nasser Kälte leidet, das so genannte Raynaud-Syndrom hilft, und Oliver, dessen Schwester an Krebs erkrankt war, wollte wissen, wie Tumorzellen aussehen und wie man sie frühzeitig entdeckt.

Überflüssiger Zahn

Auch bei Viktoria hat eine Auffälligkeit in ihrer Familie den Anstoß zur Forschungsarbeit gegeben. «Meine Schwester hatte zwischen den Schneidezähnen einen zusätzlichen, überflüssigen Zahn. Da hat mich interessiert, woher so etwas kommt und wie häufig so eine Anomalie eigentlich ist», erzählt die 20-Jährige.

Mit der Eschweiler Zahnärztin Dr. Ramona Babel-Welz hat sie die Röntgenbilder von 506 Patienten zwischen 18 und 30 Jahren verglichen und festgestellt: «Zahnanomalien sind recht häufig, 6,7 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen.»

Dass Forscher viel Ausdauer brauchen und sich nicht von Rückschlägen aus der Bahn werfen lassen dürfen - das haben auch die vier Schüler der Liebfrauenschule erfahren. «Manchmal hatte ich ganz schön Kopfschmerzen, wenn ich wieder ein paar Stunden am Mikroskop gearbeitet hatte», erzählt Oliver Arnolds, der Gewebeproben von Nieren-Karzinomen mit gesundem Nieren-Gewebe verglichen hat.

Und Pia Söndgen erzählt, wie schwierig es war, die fünfjährigen Probanden bei den Messungen der Gesichtsasymmetrien zur Ruhe zu bringen. «Die haben ganz schön gezappelt.»



In Deutsch stellen sie die Elite des Landes
Von Juliane Kern | 16.02.2010

Eschweiler. Im Fach Deutsch gehören die Schüler der Bischöflichen Liebfrauenschule zu den besten des Landes. Für «besonders hervorragende Ergebnisse» bei den Lernstandserhebungen 2009 wurden die 8. Klassen des Schuljahrs 2008/2009 jetzt mit einer Urkunde des Landesschulministeriums ausgezeichnet.
Laut der Ergebnisse der Lernstandserhebungen, die im März 2009 stattfanden, zählt die Liebfrauenschule in Deutsch zu den zwei Prozent der erfolgreichsten Schulen ihrer Schulform und ihres Standorttyps. Der Standorttyp unterscheidet Gymnasien mit eher günstigen (Typ 2) und eher ungünstigen (Typ 1) Rahmenbedingungen. Berücksichtigt wird dabei beispielsweise, wie die Klassen zusammengesetzt sind und welchen Charakter das Schulumfeld hat.

Günstige Rahmenbedingungen

Die Schulen haben damit die Möglichkeit, ihre Ergebnisse mit den Resultaten von Schulen zu vergleichen, die unter ähnlichen Rahmenbedingungen arbeiten. Das Eschweiler Gymnasium zählt zu den Schulen des Standorttyps 2 mit günstigen Rahmenbedinungen und damit zu den gewöhnlich leistungsstärkeren Schulen.

Mittelstufenkoordinatorin Maria Becker führt den herausragenden Erfolg der Liebfrauenschule bei den Lernstandserhebungen im Fach Deutsch auf den besonderen Wert zurück, der der Muttersprache an der Liebfrauenschule beigemessen wird. Statt der vorgeschriebenen vier bis fünf Stunden Deutsch in den 5. und 6. Klassen des Gymnasiums gibt es hier fünf oder sogar sechs Stunden Deutschunterricht. «In dieser zusätzlichen Stunde Deutsch ist nur die Hälfte der Schüler anwesend. Dabei werden leistungsstarke Schüler ebenso individuell gefördert wie nicht so leistungsstarke Schüler», erklärt Becker.

Ziel sei nicht ein einheitliches Leistungsniveau, sondern ein Lernzuwachs bei allen Schülern. «Hier wird eine solide Basis für die weitere Schullaufbahn gelegt.» Den zusätzlichen Deutschunterricht «Fit in der Muttersprache» gibt es in der Liebfrauenschule seit fünf Jahren, die Schüler der jetzt ausgezeichneten Klassen haben ihn also schon genossen.

Den Erfolg des Modells bestätige auch die Tatsache, dass es zwischen den fünf 8. Klassen nur sehr geringe Abweichungen in der Leistung gegeben habe und die Mehrheit der Schüler bei den Lernstandserhebungen im Bereich der Noten sehr gut oder gut gelegen habe, so Becker. In den Fächern Englisch und Mathematik habe die Liebfrauenschule zwar auch ordentliche Ergebnisse erzielt, für eine Auszeichnung habe es dort aber nicht gereicht.

Dr. Manfred Meier, Direktor des Gymnasiums, überreichte die Urkunden an die Klassensprecher der fünf 9. Klassen. Das Fach Deutsch haben im vergangenen Schuljahr Maria Becker, Barbara Lietz, René Schippers und Anna Zebovec in den 8. Klassen unterrichtet.



Liebfrauenschule trumpft beim 1Live-Schulduell auf
Von Juliane Kern | 09.02.2010
Eschweiler. Ein bisschen erleichtert ist Inga Ekberg dann doch. «Gut, dass keine Fragen aus dem Bereich Politik gekommen sind», sagt die 19-Jährige, kurz nachdem die letzte von fünf Fragen beim Schulduell des Radiosenders 1Live gestellt und richtig beantwortet ist. «Da sind wir nämlich nicht so fit.»
Die Schülerin der Bischöflichen Liebfrauenschule hat ihre Jahrgangsstufe, die 13, für den Wettbewerb angemeldet. Dienstagvormittag fand das Duell in der Turnhalle des Gymnasiums statt.

Und das funktioniert so: 30 Schüler werden mit den Buchstaben des Alphabets, allen Umlauten und dem «ß» ausgerüstet. Jeder Buchstabe wird nur einmal vergeben. Dann stellt das Moderatorenteam eine Frage, und die Schüler müssen auf einer dafür vorgesehenen Linie auf dem Turnhallenboden blitzschnell die Antwort so bilden, dass die Moderatoren sie lesen können. Da es jeden Buchstaben nur einmal gibt, kann der Buchstabe also auch in der Antwort höchstens einmal vorkommen.

«Manche Schüler mussten wir vor dem Wettbewerb richtig überreden, dass sie mitmachen. Die wollten dann oft ein X, Y oder Z, weil sie gehofft haben, dass der Buchstabe in den Antworten nicht vorkommt», erzählt Ekberg.

500 Schulen im Wettbewerb

Beim Schulduell in der Liebfrauenschule hatte der Schüler mit dem Buchstaben X allerdings vergeblich gehofft, dass er nicht gebraucht würde. Schließlich fragte Moderator Oliver Held die Schüler der Liebfrauenschule nach der Abkürzung für den Deutschen Aktienindex.

Wie bei den anderen vier Fragen, die aus den Bereichen Pop, Gesundheit, Radio und Sport stammten, waren die Eschweiler auch hier blitzschnell - gerade einmal 26 Sekunden brauchten sie insgesamt. Ob es allerdings für die Teilnahme am Finale reicht, wird sich erst im März herausstellen.

Schließlich müssen sich die Eschweiler Gymnasiasten mit rund 500 anderen Schulen in Nordrhein-Westfalen messen. «Wir besuchen jede dieser Schulen und tragen dort die erste Runde des Wettbewerbs aus», erklärt Moderator Oliver Held, der zusammen mit Inès Brockmanns und Nadine Kristes eines der Moderatorenteams bildet. Seit Montag und noch bis zum 5. März sind sie im Sendegebiet unterwegs. Ins Finale schaffen es die fünf besten Teams. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt, zusätzlich wird die Schnelligkeit bewertet.

Aber selbst wenn es die Liebfrauenschule ins Finale schaffen sollte, haben die Schüler dann keinen Einfluss mehr auf den weiteren Verlauf des Wettbewerbs. Schließlich sind in Runde zwei die Lehrer dran. Und die müssen Fragen zu jungen Themen wie Musik, Computerspiele oder Stars beantworten.

Die Stufe 13 der Liebfrauenschule hat dafür Englisch- und Biolehrer Thomas Wurm auserkoren. «Der ist richtig gut, sagt Julia Wings. Ohnehin sind die Eschweiler recht zuversichtlich. «Ich habe mir ein paar Teams bei Youtube angesehen und das beste hat die fünf Antworten in 25 Sekunden beantwortet. Wir sind also ganz nah dran», sagt Inga Ekberg.



Junge Umweltfreunde ernten ein Dankeschön
(sh) | 06.01.2010

Eschweiler. Zwischen guten Absichten und gutem Handeln gibt es eine klare Trennlinie. Denn erst wer sich wirklich engagiert, etwas bewegt und für die Gemeinschaft aktiv wird, zeigt Leistung. Gerade jungen Menschen aber wird oftmals vorgeworfen, nur an sich selbst zu denken.
Für die Liebfrauenschüler Martina Gielgen, Kirsten und Yannik Voigt gilt das ebenso wenig wie für die durch Angela Schröteler, Anke Burg, Franziska und Viktoria Hardt vertretene Katholische Junge Gemeinde Nothberg. Die Jugendlichen tun was für ihre Mitmenschen, für ihre Umwelt. Dafür wurden sie nun mit dem von der Stadt ausgelobten Jugend-Plus-Preis ausgezeichnet.

Gast im Logistikzentrum

Für das außergewöhnliche Engagement der jungen Indestädter stellte Gastgeber Uwe Seiler, Geschäftsführer der Aldi-Gesellschaft Eschweiler, gerne die Räume des Logistikzentrums an der Mariadorfer Straße zur Verfügung. Zwar wähnte sich Bürgermeister Rudi Bertram bei seinem Grußwort schmunzelnd «fast in Alsdorf», brachte aber gleichzeitig seine Freude zum Ausdruck, dass es Aldi gerade nicht in eine der Nachbarkommunen zog, sondern nun seit fünf Jahren von Eschweiler Gebiet aus seine Lebensmittelwaren an 53 Filialen liefert.

Im Mittelpunkt standen an diesem Abend aber die Jugendlichen. Die Liebfrauenschüler erhielten den Jugend-Plus-Preis für ihr «Team D.U.O. - Die Umwelt-Organisation». Gleich zahlreiche Ideen, Projekte und Aktionen zum Thema Natur- und Umweltschutz brachten Martina, Kirsten und Yannik auf den Weg.

Unter anderem erstellten sie eine Broschüre mit «Tipps und Tricks zum Energiesparen im Alltag», starteten eine Umfrage, ob und wie erneuerbare Energien die Zukunft sein können und organisierten sogar einen Infostand in der Innenstadt. Zudem gestalteten sie Flyer zu Bio-Produkten und legten sie in Apotheken aus und bauten sogar Nistkästen.

Der Sponsor der Preisgeldes, Helmut Mau, zeigte sich begeistert. Seit einigen Jahren springt er der klammen Stadt bei, um den Jugendpreis weiter am Leben zu erhalten. «Solange es der Stadt nicht so gut geht, tue ich das auch weiter», versprach Mau.

Die zweiten Preisträger überzeugten die Jury mit ihrem jahrzehntelangem Engagement. Schließlich gibt es die Katholische Junge Gemeinde bereits seit 1957/58. Die aktuelle Generation nahm das Preisgeld erfreut entgegen. Bis zu 50 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 14 Jahren nehmen an regelmäßigen Gruppenstunden, an Jahrestouren und vielen weiteren Freizeitangeboten sowie an den Sternsingeraktionen teil.

Bereits zum achten Mal wurde der Jugend-Plus-Preis - früher Jugendumweltpreis - verliehen. Zwar wäre Aldi-Geschäftsführer Uwe Seiler gerne mit den jungen Gästen aufs Dach des Logistikzentrums an der Mariadorfer Straße gestiegen, um die beeindruckende Photovoltaik-Anlage zu präsentieren, aber Schnee, Eis und Dunkelheit ließen diese Exkursion nicht zu. Als Entschädigung gab es leckere Häppchen. Ein kleiner Lohn für das herausragende jugendliche Engagement.



Der beste Vorleser erhält donnernden Applaus
(mic) | 10.12.2009

Eschweiler. Lesen bildet, macht Laune und tolerant - das weiß nicht zuletzt Matthias Kremer. Deshalb organisiert der Deutschlehrer an der Liebfrauenschule in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels in jedem Jahr einen Vorlesewettbewerb für die 6. Klassen, der den Kindern sehr viel Freude bereitet.

Mit welchem Eifer die Schüler den Wettbewerb bestreiten, das zeigte sich am Mittwoch beim großen Finale in der Schulaula. Hier stellten sich die jeweils besten Vorleser der vier 6. Klassen in Anwesenheit von Unterstufen-Koordinatorin Petra Schmitz ihren Mitschülern und der Jury, die aus den Lehrern Marianne Kaiser, Iris Hogen-Forst, Eva Mühlenbruch, Gunther Jansen und Meik Landsberger bestand. Zunächst galt es, ein Kapitel aus einem selbstgewählten Buch vorzulesen.

Sander Conrads (6a) hatte sich für «Die Diablerie bittet zum Sterben» von Derek Landy entschieden, Linda Seeboth (6b) für «Schlechte Noten gehören verboten!» aus der Reihe «Pssst! Unser Geheimnis» von Thomas Brezina. Maximilian Esser (6c) hatten es die Abenteuer von «Robin Hood» angetan, und Stephan Goergen las aus «Eragon» von Christopher Paolini.

Die zweite Aufgabe bestand darin, eine Passage aus einem den Finalisten unbekannten Text zu lesen. Hier war die Wahl auf den «Weihnachtskrach» von Ilse Bintig gefallen. Dann wurde es spannend: Während die Jury sich zur Beratung zurückzog, bekam das Auditorium (das zuvor aufmerksam und mucksmäuschenstill gelauscht hatte) die Gelegenheit, den jeweiligen Favoriten noch einmal lautstark zu unterstützen. Dann die Entscheidung:

Die Juroren hatten beschlossen, drei zweite Plätze zu vergeben. Als Sieger des Wettbewerbs wurde Stephan Goergen verkündet, der ebenso wie seine Mitstreiter für die tolle Leistung einen donnernden Schlussapplaus erhielt. Der Wettbewerb der 6. Klassen ist Bestandteil der Leseförderung in der Orientierungsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule. Bereits die Fünftklässler werden mit einem Besuch in der Stadtbücherei an das Lesen herangeführt. Zur Belohnung bekommen alle einen Leseausweis.



Zwischen Mathe und Englisch am Töpfertisch
(jana) | 30.11.2009

Eschweiler. Wer bislang noch nicht das richtige Nikolaus-Geschenk für seine Lieben hatte, wurde spätestens beim Weihnachtsbasar der Bischöflichen Liebfrauenschule fündig.

Von hübschen Töpferarbeiten über leuchtenden Christbaumschmuck bis hin zu Kerzen in den verschiedensten Variationen - wie in jedem Jahr waren die Liebfrauenschüler sehr kreativ und haben einen wunderschönen Basar auf die Beine gestellt, der nicht nur Kinderaugen strahlen ließ.

So fiel es dem ein oder anderen mehr als schwer, sich für eine Sache zu entscheiden, denn in jeder Klasse gab es etwas zu entdecken. Bei der Klasse 8a zum Beispiel stand seit Wochen neben Mathe und Englisch vor allem eins auf dem Stundenplan: Töpfern. Unter der Leitung von Lehrerin Barbara Busert kreierten die Mädchen und Jungen Schalen, Teelichthalter, Sterne und weitere Weihnachtsdekorationen. «Anschließend haben die Kinder ihre Arbeiten noch glasiert und verziert - das war viel Arbeit, aber wir sind wirklich stolz auf das Ergebnis», freute sich Barbara Busert.

Auch die Kinder der 9a hatten sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Für einen Tag verwandelten die Pennäler ihren Klassenraum in ein professionelles Fotostudio, das an ein Wintermärchen erinnerte. Dort konnten sich die Basarbesucher mit dem (sehr jung gebliebenen) Weihnachtsmann und hübschen Engeln ablichten lassen.

Klassenlehrer Lars Sonntag stand hinter der Kamera und fand so viel Gefallen an seiner Aufgabe, dass er anfing, an seiner Berufswahl zu zweifeln: «Ich glaube, ich wechsle meinen Job, das ist ja viel entspannter hier», scherzte der Pädagoge.

Ein solch abwechslungsreiches Programm macht hungrig. Doch auch darauf waren die Pennäler bestens vorbereitet: Ob italienische Nudelgerichte, wärmende Suppen, süße Crpes oder frisch gebackene Waffeln mit Puderzucker - es war für jeden Geschmack etwas dabei.

Am späten Nachmittag sah man die Familien glücklich und mit vollgepackten Tüten aus den Pforten der Schule spazieren. Das Schöne daran war, dass man damit auch noch etwas Gutes getan hatte: Der Erlös des Basars geht nämlich auch dieses Jahr wieder an verschiedene karitative Zwecke wie zum Beispiel Projekte der Entwicklungshilfe, die von der Schülervertretung der Schulkonferenz vorgestellt wurden. Eines dieser Projekte heißt «Levante» (zu deutsch: Steh auf), eine Hilfsorganisation für Straßenkinder im Nordosten Brasiliens.

Anschließend trafen sich Schüler, Lehrer, Freunde und Ehemalige zum traditionellen Glühweintrinken auf dem Schulhof. Wenn das mal kein perfekter Abschluss für einen gelungenen Weihnachtsbasar war ...



Vom Schulpult ins kanadische Forschungslabor
(ran) | 25.11.2009

Eschweiler. Es war eine Reise der besonderen Art: Neun Schüler des Biologie-Leistungskurses der 12. Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule machten sich auf den Weg in das über 6000 Kilometer entfernte kanadische Winnipeg.
Nicht nur, um die Hauptstadt der Provinz Manitoba kennen zu lernen, sondern auch, um am «Fort Richmond Collegiate» an einem Genetik-Workshop teilzunehmen.

Möglich gemacht wurde die insgesamt zwölftägige Reise durch Lehrerin Dr. Barbara Busert, die die Schüler mit Jahrgangsstufenleiter Rolf Schwoll begleitete. «Ich unterhalte schon seit einigen Jahren Kontakte zum dortigen Genomic Research Center, das eines der weltführenden Institute in Sachen Genetik-Forschung ist», berichtet die Biologie- und Erdkundelehrerin, die den Workshop mit einem Kollegen aus Winnipeg konzipierte.

«Es ist einfach sinnvoll, bereits Schülern, die mit dem Gedanken spielen, Biologie oder Medizin zu studieren, dieses Thema näherzubringen und nicht erst während des Studiums damit zu beginnen. So sind die Schüler einfach besser vorbereitet und wissen zumindest ungefähr, was später auf sie zukommt», begründet die Pädagogin die Initiative.

Auch der soziale Aspekt der Reise kam nicht zu kurz. «In unserer Freizeit, etwa beim Bowlingspielen, haben wir die anderen Workshopteilnehmer kennen gelernt und auch Freundschaften schließen können», denkt Daniel Bell zurück.


Wissenschaftsnachwuchs sucht Energie der Zukunft
(ran) | 16.11.2009

Eschweiler. Eine Woche lang stand das Thema «Gewinnung regenerativer Energien» beim fünften gemeinsamen «Science Workshop» der Bischöflichen Liebfrauenschule und des Bundesgymnasiums Kufstein im Mittelpunkt. Zehn Eschweiler Schüler der neunten Jahrgangsstufe und sieben österreichische Altersgenossen forschten, experimentierten und diskutierten in Sachen Energieversorgung der Zukunft.

Am Freitag stellten die Nachwuchs-Wissenschaftler nun in der Aula der Liebfrauenschule im Rahmen von Power-Point-Präsentationen vor Mitschülern, Eltern und Lehrern ihre Ergebnisse vor.

«Und diese können sich mehr als sehen lassen», lobt Lehrer Carsten Gier, der für die Koordination des Workshops verantwortlich zeichnete. So stellten die Schüler sowohl die Vorteile als auch die Hemmnisse der Solarenergie und der Windkraft dar, brachten den zahlreichen Zuhörern in der Aula die Wandlung von chemischer zu elektrischer Energie näher, referierten zur Energiegewinnung durch Grünalgen und berichteten über ihre Exkursion zum «Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt» (DLR) in Köln.

«Die Anforderungen, die in diesem Workshop an die Schüler gestellt werden, sind deutlich höher als die des regulären Unterrichts und bewegen sich mindestens auf Oberstufenniveau. Schließlich soll die Teilnahme auch eine Herausforderung sein», erklärt Carsten Gier, der die Schüler gemeinsam mit seinen Lehrer-Kollegen Dr. Barbara Busert, Dr. Bernhard Collet, Thomas Wurm und Sebastian Plum betreute.

Breites Programm

Auf Seiten des Bundesgymnasiums Kufstein war Lehrer Walter Huber für die Initiative, die aus dem europäischen Comenius-Projekt entstand, verantwortlich. «Das ursprüngliche Projekt fand ausschließlich auf Lehrerebene statt. Wir haben es dann in die Schule hineingetragen», erinnert sich der Pädagoge aus Österreich.

Doch nicht nur die Wissenschaft stand während des Besuchs der Kufsteiner auf dem Stundenplan. So lernten die österreichischen Gäste während der Exkursion in das Kölner DLR-Zentrum (am 11. im 11.!) ein besonders prägendes Beispiel rheinischen Brauchtums kennen.

Darüber hinaus wurde Aachen besichtigt und eine Windradanlage in Vettschau inn Augenschein genommen. Referent Dennis Gottschalk vom RWE, das wie die Firma Ford den Workshop unterstützte, brachte die Jungwissenschaftler auf den neuesten Stand in Sachen Elektrofahrzeuge.

«Neben dem Wissenserwerb legen wir auch großen Wert auf den kulturellen Austausch. Unter den Schülern sollen zudem Freundschaften entstehen - und sie sind entstanden», zieht Carsten Gier auch in dieser Hinsicht ein positives Fazit. Geplant ist, die Kooperation zwischen der Bischöflichen Liebfrauenschule in Eschweiler und dem Bundesgymnasium Kufstein fortzusetzen - beim sechsten «Science-Workshop» 2010 in Tirol.



Ein Lehrer «muss mit Kindern wirklich arbeiten wollen»

(ran) | 05.11.2009

Eschweiler. «Voraussetzungen, um an einer Grundschule unterrichten zu dürfen, sind das Abitur, ein abgeschlossenes Grundschullehramtsstudium sowie ein zweijähriges Referendariat», eröffnete Gisela Feucht, Lehrerin an der Don-Bosco-Grundschule, beim ersten Berufsinformationsabend der Liebfrauenschule ihre Ausführungen.
Anschließend klärten die Referendarinnen Claudia Reisen und Manuela Haugrund über das Grundschullehramts-Studium auf, bei dem ab 2011 die Bachelor- und Master-Studiengänge verpflichtend eingeführt werden.
«Der dreijährige Bachelor-Studiengang ist zunächst unabhängig vom Lehrerberuf. Erst während des anschließenden zweijährigen Masterstudienganges spezialisiert sich der Student auf die Aufgaben eines Lehrers», so Claudia Reisen. «Wer in diesem Beruf tätig sein möchte, muss mit Kindern wirklich arbeiten wollen», unterstrich Manuela Haugrund abschließend.
In das Berufsbild des Physiotherapeuten, das vornehmlich die Behandlung von Menschen, die in ihren Bewegungsabläufen eingeschränkt sind, beinhaltet, führte Andrea Köhler-Büchter ein.
Die Studenten Arjan Vlaskamp und Nils Reubke stellten mit der Unversität Maastricht eine Hochschule mit stark internationaler Ausrichtung vor, die als die beste in den Niederlanden gilt.
«Durch die Bereitschaft der Referenten, auf persönliche Nachfragen einzugehen, stellen die Berufsinformationsabende einen wertvollen Beitrag der Schule im Rahmen ihrer Unterstützung zur Berufsfindung ihrer Schüler dar», betont Lehrer Herbert Thomé, der gemeinsam mit Ingrid Claßen für die Organisation der Vortragsreihe verantwortlich zeichnet.




Mit 200.000 Euro unterstützen Eltern Mensa-Bau

(ran) | 26.10.2009

Eschweiler. In Zukunft werden Abiturienten das Gymnasium bereits nach acht Schuljahren verlassen. Somit stehen auch Unterricht am Nachmittag und Übermittagsbetreuung mit Mittagessen auf dem Stundenplan. Der Bau von Mensen wird also notwendig.
Jetzt überreichten mit Schulleiter Dr. Manfred Meier, seinem Stellvertreter Bert Schopen und der Schulpflegschaftsvorsitzenden Stephanie Berretz die Verantwortlichen der Bischöflichen Liebfrauenschule den Bauantrag für die geplante Mensa an Bürgermeister Rudi Bertram. Laufen die weiteren Maßnahmen nach Plan, sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen.
Schulleiter Meier: «In einem alten, nicht mehr genutzten Teil des Schulgebäudes wurden wir in Sachen Raumsuche fündig. Allerdings entspricht der Bauzustand des Raumes seinem Baujahr 1908. Ein Umbau ist also unumgänglich», so der Schulleiter. Mit Architekt Ralf Scholl und Statiker Elmar Körfer nahmen sich schließlich zwei Väter von Liebfrauenschülern des Projektes, dessen Schätzkosten sich zunächst auf 500000 Euro beliefen, an.
«Wir erhalten 100000 Euro aus dem 1000-Schulen-Projekt der Landesregierung, weitere 100000 Euro steuert das Bistum als Schulträger bei. Den Löwenanteil bringen jedoch die Eltern auf, die uns mit freiwilligen Spenden die Summe von 200000 Euro zur Verfügung stellen», betont Dr. Manfred Meier.
Damit nicht genug: Die fehlenden 100000 Euro werden über ein Kreditmodell finanziert, an dem ebenfalls die Elternschaft beteiligt ist. Zusätzlich erhält die Bischöfliche Liebfrauenschule 35000 Euro von der Stadt aus dem Konjunkturpaket II. Zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 sollen die Schüler ihre ersten Gerichte in der neuen Mensa verspeisen können.


Ketchup auf der Pizza, Printen im Reisekoffer

Von Stefan Herrmann | 08.10.2009

Eschweiler. Am Freitag geht es noch einmal zum Dreiländereck, auch ein kurzer Besuch im niederländischen Grenzörtchen Vaals steht auf dem Programm. Dann steigen die 16 ungarischen Schüler in Aachen wieder in den Bus, und zwar in den «Linienbus» London-Budapest. Ja, den gibt es wirklich und er wird auch rege genutzt.

So wie von den Jugendlichen des Tourismus-Gymnasiums aus Pécs. Eine knappe Woche waren sie zu Besuch in Eschweiler, erlebten Gastfreundschaft bei ihren deutschen Schüler-Partnern, Kultur und Geschichte während der Ausflüge und den Schulalltag in der Bischöflichen Liebfrauenschule.

Am Abend dann heißt es «Szia!» (Tschüss!). Aber nicht unbedingt für immer. Der Kontakt soll - in Zeiten des Internets schließlich kein Problem mehr - gehalten werden. Gelebte Deutsch-Ungarische Freundschaft halt.

Bereits im vierten Jahr pflegt das bischöfliche Gymnasium nun den Kontakt zu Schulen in Pécs. Zunächst unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), nun auf eigene Faust.

Bei ihrem letzten Besuch knüpfte die verantwortliche Lehrerin Maria Becker erste Bande mit dem Tourismus-Gymnasium. Ende September dann waren 16 Eschweiler Pennäler in der kommenden europäischen Kulturhauptstadt 2010 zu Gast. Anders als ihre ungarischen Partner durften sie für die etwa 1500 Kilometer ins Flugzeug steigen. Nun gab es den Gegenbesuch.

Was unterscheidet das Leben in den beiden Staaten, die sich seit der Osterweiterung am 1. Mai 2004 unter einem gemeinsamen europäischen Dach wiederfinden? «Das Geld liegt hier auf der Straße», meint Ungar Christian ein wenig lapidar.

Was er meint, führt David weiter aus: «Hier in Deutschland ist alles etwas ruhiger. Die Menschen haben nicht so viele Sorgen, haben also mehr Geld, können sich mehr leisten und haben mehr Freizeit.» Das zeige sich, so bestätigen alle der Zehnt- und Zwölftklässler, dann im Familienleben. «Auch die Infrastruktur ist größtenteils besser», ergänzt Thomas. Straßen, Busse, Züge, die Städte insgesamt - alles präsentiert sich in etwas besserem Zustand.

Naja, fast alles. Denn während die ungarischen Schüler die besuchten Kulturstätten (unter anderem führte sie ihr Besuch zum Kölner und Aachener Dom, aber auch zu Eschweiler Denkmälern) in einer Präsentation zusammenfassten, ratterte das Internet eher im Schneckentempo. Das sei daheim flotter, so David.

Ansonsten habe man aber eine Menge erlebt: Ausgiebiges Shoppen auf der Kölner Hohe Straße ebenso wie den Öcher Puppenbrunnen und natürlich Printen. Würden sie wieder am Austausch teilnehmen? Alle nicken mit dem Kopf. «Zumal wir dann ja auch zwei Wochen keine Schule haben», so David schmunzelnd.

Auf deutscher Seite sieht das Bild nicht anders aus. Man habe viel voneinander gelernt. Auch außergewöhnliche kulinarische Entdeckungen: «Die tun sich Ketchup auf die Pizza», wunderte sich Liebfrauenschülerin Lea.

«Mit der Teilnahme am Austausch können die Schüler später im Lebenslauf zeigen, dass sie offen sind, bereitwillig Risiken eingehen und Scheuklappen abgelegt haben», glaubt die 55-jährige Deutsch- und Religionslehrerin Maria Becker an den Wert des Austausches mit den osteuropäischen Freunden.

Das kann ihre ungarische Kollegin Monika Müller nur bestätigen. Als Übersetzerin war sie immer gefragt, wenn auch die ungarischen Schüler schon ganz passabel Deutsch sprechen. Da hapert´s auf der anderen Seite noch. Aber das kann ja noch kommen ...



Eschweiler/Düsseldorf. Engagement zahlt sich aus: In Nordrhein-Westfalen haben insgesamt 662 Schüler aller Schulformen das Schuljahr 2009 mit der Gesamtnote «Sehr gut» absolviert.
560 bisherige Pennäler kamen jetzt der Einladung des Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers nach und trafen sich im Düsseldorfer Maritim-Hotel zur «Bestenehrung».
Dort überreichten Jürgen Rüttgers und Schulministerin Barbara Sommer auch zwei Eschweiler Schülern - Andrea Marie Scholl und Linus Cremer, die in diesem Jahr an der Bischöflichen Liebfrauenschule ihr Abitur mit der Bestnote 1,0 bestanden haben - eine Urkunde sowie eine Medaille für ihre herausragenden Leistungen.

«Wer viel geleistet hat, dem muss man auch mal in aller Öffentlichkeit sagen "Das hast Du gut gemacht!". Eine solche neue Kultur der Anerkennung von Leistung ist mir sehr wichtig - eine Gesellschaft, die Leistungen nicht anerkennt, kann keinen Erfolg haben», betonte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.
Übrigens, auch Showmaster (und Lehrer) Thomas Gottschalk schaute persönlich vorbei, um den erfolgreichen Schülern seine Glückwünsche zu übermitteln.



Sommerfest: Liebfrauenschüler versenken ihre Lehrer

(jana) | 21.09.2009

Eschweiler. An nur zwei Seilen befestigt hängen sie in Badehose und mit Taucherbrille über dem eiskalten Nass. Ihr Schicksal haben sie - leichtsinnigerweise - ihren Schülern übergeben. Nur ein Treffer mit dem Tennisball genügt, um die Seile zu lösen. Plötzlich hört man nur noch ein lautes «Platsch!».
Anscheinend haben die Mädchen und Jungen beim Sommerfest der Bischöflichen Liebfrauenschule am Samstag besonders viel Zielwasser getrunken - denn sie schickten ihren Lehrer Matthias Kremer und Schulseelsorger Frank Klinkenberg - ob sie wollten oder nicht - regelmäßig baden.

Glücklicherweise hat Petrus es an diesem Tag gut mit den mutigen Pädagogen und hunderten Sommerfest-Besuchern gemeint und verwöhnte sie mit wärmenden Sonnenstrahlen bei 24 Grad.

Doch nicht nur die «Wasserschaukel» war eine Attraktion, die für laute Lacher (seitens der Schüler) sorgte - auch beim Torwand-Schießen, Dosenwerfen und Bobbycar-Rennen kam tolle Stimmung auf.

An der Torwand tummelten sich vor allem die kleinen Fußballfreunde, um sich den Titel des Torschützenkönigs zu erkämpfen. Das Alter spielte bei dem spannenden Bobbycar-Parcours keine Rolle, was vor allem dann ein amüsantes Bild abgab, wenn der Fahrer größer war als sein Gefährt.

Kreative Köpfe kamen beim Mehlmännchen-Basteln auf ihre Kosten. Mit ein paar einfachen Utensilien zauberten die jungen Künstler lustige Figuren in allen Formen und Farben.

Höhepunkt des Sommerfestes, das alle zwei Jahre stattfindet, war eindeutig die Modenschau, die Kunstlehrerin Anja Hollmann-Cremers zusammen mit ihrer Design- und Mode-AG auf die Beine gestellt hatte. Rund 30 junge Schönheiten machten mit ihren selbst gestalteten Kleidern auf dem Laufsteg eine gute Figur und ernteten bei ihrem Publikum tosenden Applaus.

Nach so vielen abwechslungsreichen Aktionen knurrte der Magen - doch auch darauf waren die Pennäler bestens vorbereitet und präsentierten den Besuchern unzählige Gaumenfreuden: Verführerisch duftende Schokofrüchte, leckere CanapŽs und deftige Köstlichkeiten vom Grill sorgten bei Jung und Alt für Entscheidungsschwierigkeiten. Der Durst wurde anschließend mit einem kühlen Blonden, fruchtigen Cocktails oder Smoothies gelöscht.

Ein rundum gelungenes Sommerfest, das sowohl Schülern und Lehrern, als auch Eltern, Freunden und Ehemaligen einen schönen Tag bescherte.


Link zu außerschulischen Erfolgen von Liebfauenschülerinnen und -schülern





Auf diese Stufe sind auch die Lehrer mächtig stolz

ez (ran) | 28.06.2009


Eschweiler. «Ihr habt Leistungen gebracht, die uns stolz machen, voller Kreativität und Selbstständigkeit. Es sind Sternstunden für uns Lehrer, wenn wir sehen, dass sich unser gemeinsamer Weg gelohnt hat.» Jahrgangsstufenleiter Herbert Thomé gab sich während der Abiturfeier der Bischöflichen Liebfrauenschule keine Mühe, seine Begeisterung über «seine» Schützlinge zu verbergen.

86 Gymnasiasten waren vor wenigen Wochen zum Abitur angetreten, 83 von ihnen bestanden die Reifeprüfungen. «Bei 22 Abiturienten steht in der Abschlussnote eine 1 vor dem Komma», bemerkte Schulleiter Dr. Manfred Meier anerkennend. Am frühen Freitagabend gab es den verdienten Lohn für die nun ehemaligen Schüler: In der vollbesetzten Schulaula erhielten sie ihre Reifezeugnisse.

«Menschen machen Geschichte. Aber Eltern und Schule machen und prägen die Menschen», betonte Dr. Meier, der seinen Blick nach vorne richtete. «Ihr seid diejenigen, die auch unsere Zukunft gestalten werden. Ich hoffe, wir haben euch fit gemacht, dies auf der Basis christlicher Werte zu tun.» Bürgermeister Rudi Bertram unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Schulabgänger für die Gesellschaft.

In seinem kurzen Grußwort ging der Schulpflegschaftsvorsitzende Stephan Kaever auf die sich mit der Zeit wandelnde Rolle der Eltern ein. «Es gilt, nun die richtige Mischung zwischen Loslassen und Auffangen zu finden.»

Freude, aber auch Nachdenklichkeit drückte Walter Goy als Vertreter der Jahrgangsstufenpflegschaft aus: «Ich hoffe, dass die Schule für Euch nicht nur ein Platz des Lernens, sondern auch der Freundschaft und Kommunikation war», machte er deutlich. Eindringlich bat er die ehemaligen Schüler, an den Veränderungen mitzuwirken. «Lasst Euch in Euren zukünftigen Berufen nicht nur für eine Gewinnoptimierung benutzen. Zeigt stattdessen Mitmenschlichkeit, Zivilcourage und soziale Kompetenz.»

Humorvoll blickte anschließend Jahrgangsstufensprecher Thomas Wings auf die Zeit an der Bischöflichen Liebfrauenschule, «dem größten Casino des Vatikans», zurück und spielte damit darauf an, dass für den einen oder anderen Schüler das Bestehen des Abiturs einem Glücksspiel geglichen haben könnte. «Vieles hat uns in den vergangenen neun Jahren geprägt. Wir sind gereift», so der frischgebackene Abiturient. Dem schloss sich Herbert Thomé vorbehaltlos an. «Vertraut der Jugend, sie wird euch überraschen», brach er eine Lanze für die junge Generation. Gleichzeitig forderte er «seine» Abiturienten aber auch auf, ihre Fähigkeiten einzubringen.

Dann folgte der Höhepunkt der Abiturfeier, die Ausgabe der Zeugnisse. Und für diese hatten sich die Schüler etwas Besonderes ausgedacht, denn (nahezu) jeder Schüler hatte sich einen Musiktitel ausgesucht, der bei seiner Zeugnisübergabe für ihn gespielt wurde.

Generell stand die Abiturfeier im Zeichen der Musik, denn das Orchester der Bischöflichen Liebfrauenschule sowie die Schülerinnen Hannah Ziemons (8b), Pia Esser, Johanna Platz (beide 6c), Nina Karczewski (9c) und Abiturientin Jennifer Kraus begeisterten an ihren Instrumenten, teilweise unterstützt durch den stellvertretenden Schulleiter Bert Schopen und Musiklehrer Professor Michael Hoppe, die Gäste der Feierstunde. Zu diesen gehörten auch acht «Goldabiturientinnen», die im Jahr 1959 ihre Reifeprüfungen an der Liebfrauenschule bestanden haben.

Bereits vor der Entlassfeier fand in der Pfarrkirche St. Peter und Paul ein Gottesdienst statt, der unter dem Motto «future to go(d)» stand und vom Schulchor der Bischöflichen Liebfrauenschule musikalisch gestaltet wurde.

Vergessen wurden keinesfalls zwei Schüler, die die Reise Richtung Abitur vor neun Jahren gemeinsam mit ihren Mitschülern begonnen hatten, sie aber nicht beenden konnten. Janina Jaquet und Carsten Sonntag erlagen auf ihrem Weg schweren Krankheiten.






«Wassergurken» pflügen durchs kühle Nass

ez 24.06.2009

Eschweiler. Jeder, der Ohrenstöpsel dabei hatte, war gut beraten, diese auch zu benutzen. Denn das lautstarke Anfeuerungsspektakel, das die Fünftklässler der Liebfrauenschule am Mittwoch in der Schwimmhalle an der Jahnstraße veranstalteten, konnte es locker mit einem startenden Düsenjet aufnehmen.

Schon seit Jahren treffen sich die Jung-Gymnasiasten zum Ende des Schuljahres im kühlen Nass, um den wahren Schwimm-Champ der Jahrgangsstufe auszukraulen.

Gewonnen hatten nach spannenden Wettkämpfen die Schüler der Klasse 5c. Dabei lagen sie nach der Juxstaffel noch in Lauerstellung auf dem zweiten Platz. Juxstaffel? Richtig gelesen, denn in der ersten Runde gingen 22 Wasserratten pro Staffel nacheinander ins Wasser, allerdings nicht allein, sondern mit zwei so genannten Wassergurken unter dem Arm. Kreativität war gefragt, um die Schaumstoffstäbe möglichst rasch auf dem Wasserweg zu transportieren.

Die Top-Schwimmer jeder Klasse gingen dann bei den Einzeldisziplinen an den Start. Bei den 50 Meter Lagen gewannen Ida Schmetz (5b) und Til Palmhoff (5c), die 50 Meter Brust entschied bei den Mädchen Maren Hagedorn (5b) für sich. Bei den Jungs gab es ein Foto-Finish erster Güte. Die beiden Sieger heißen Niclas Lersch (5c) und Jan Röhrig (5d).

Die abschließende Lagenpendelstaffel beendeten die 5c-Schwimmer souverän als Erste. Der Jubel war groß und der Wanderpokal wurde stolz Richtung Hallendecke gestreckt.




Klassenräume für Kinder im Luangwa-Valley - Übergabe des Basarerlöses von 2008
ez 03.06.2009

Tausende Kilometer entfernt, im afrikanischen Luangwa Valley, freuen sich die Menschen über neue Klassenräume für ihre Kinder. Direkt vor der Haustür sind Mariethres Kaleß und ihr Team vom Kinderschutzbund tagein tagaus für Eschweiler Familien unterwegs.

Und Dr. Joachim Steffens plant bereits die nächsten Operationen zweier kriegsgeschädigter Kinder mit seiner Aktion «Friedensdorf».

All diese Menschen helfen, sind aber ihrerseits auf die Hilfe anderer angewiesen. Lehrer und Schüler der Liebfrauenschule konnten nun erneut einen großen Batzen an «Hilfe» verteilen. Über 10.000 Euro schütteten sie an die oben genannten Projekte aus.

Seit 1981 fließen die Erlöse des Weihnachtsbasars am Bischöflichen Gymnasiums an karitative Einrichtungen und Initiativen. Seit Anfang an dabei: Schülervertretungslehrer Peter Körfer. Exakt 10.530,15 Euro kamen im vergangenen Jahr zusammen, die nun komplett an drei Projekte gehen.

Die Hälfte der Summe fließt nach Sambia. Dort unterstützt die Schule bereits seit 2006 ein Schulprojekt. «Bildung ist dort die einzige Chance für die Kinder aus der Armut heraus», weiß Lehrerin Maria Becker. Gemeinsam mit «Afrikamissionare - Weiße Väter» hat man sich zum Ziel gesetzt, den Neubau eines Schultraktes mit drei Klassenräumen mitzufinanzieren.



Und Gott spricht mit der Stimme des Schulleiters - Theateraufführung des Literaturkurses der Liebfrauenschule

ez 27.05.09

Eschweiler. Und Gott zürnt den Menschen: «Sie ersaufen in den Sünden, ohne dass sie es empfinden, kennen nicht Gott und kein Gebot, aber klagen in der Not. Dass sie der Erlösung bedürfen, bedenken sie nicht beim Schampusschlürfen. Drum will ich nun Jedermann richten, die Ärgernisse der Welt vernichten.»

So schickt er also den Tod, um das üppige Leben des reichen Herrn Jedermann zu beenden, ihn zuvor aber zur Umkehr und Reue zu bewegen.

Den Weg dorthin zeichnete der Literaturkurs der 12. Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule am Dienstagabend bei der Premiere des Theaterstücks «Jedermann als Mann von Welt - das moderne Spiel von Macht und Geld», das Kursleiter Heinz-Theo Frings nach der berühmten Vorlage von Hugo von Hofmannsthals Drama verfasste, nach.

Dabei verlangten die Schauspieler den Zuschauern nicht nur intellektuell - den Text verfasste der Autor originalgetreu in Versform - sondern durch Ortswechsel auch körperlich einiges ab. Fanden nämlich die Akte eins, zwei und fünf in der Schulkapelle statt, startet die Fete der Akte drei und vier auf der Bühne der Aula. Nach zwei kurzweiligen, aber nachdenklich stimmenden Stunden, folgte der verdiente Lohn: langanhaltender Applaus der begeisterten Zuschauer und -hörer.

Mit zahlreichen Bezügen zur Aktualität bewies Heinz-Theo Frings als Autor und Regisseur ein feines Gespür für die Zeichen der heutigen Zeit. Und auch die Schüler zeigten mit ansteckender Spielfreude, dass ein Theaterstück, dessen Stoff bereits im Mittelalter bekannt war, auch heute noch packend sein kann.

Ein gewichtiges Wort hatte übrigens auch Schulleiter Dr. Manfred Meier beim «Jedermann» mitzureden. Er lieh keinem Geringeren als Gott seine Stimme.

Am Donnerstagabend steigt ab 19.30 Uhr die zweite Aufführung in der Schulkapelle sowie der Aula.





Liebfrauenschule: Literaturkurs spielt «Jedermann» aus Frings´scher Feder

ez 20.5.09

Eschweiler. Die Vorlage ist der «Jedermann», doch alltäglich werden die Aufführungen des Literaturkurses der 12. Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule, die am Dienstag, 26. Mai, und am Donnerstag, 28. Mai, jeweils um 19.30 Uhr stattfinden, keinesfalls.

Erstens stammt das Stück mit dem Titel «Jedermann als Mann von Welt - das moderne Spiel von Macht und Geld» aus der Feder von Kursleiter Heinz-Theo Frings, zweitens sind für Schauspieler und Zuschauer gleich zwei Ortswechsel angesagt. Die ersten beiden Akte werden in der Schulkapelle präsentiert, wo das Stück mit dem 5. Akt auch enden wird. Während der Akte 3 und 4 bewegen sich die Jungschauspieler auf der Bühne der Aula.

«Ich habe den Jedermann vor zwei Jahren in Salzburg gesehen und war genau wie der Originalautor Hugo von Hofmannsthal, der sein Drama zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasste, der Meinung, dass das Stück in neuen Zeiten neu verfasst werden müsse», erklärt Heinz-Theo Frings seine Beweggründe. Dass seine Fassung jedoch einmal von einem Literaturkurs der Liebfrauenschule aufgeführt würde, hätte sich der Lehrer bis vor einigen Monaten nicht träumen lassen. «Ich habe den Schülern verschiedene Stücke vorgestellt. Und sie haben sich für den 'Jedermann', allerdings nicht in seiner Original-, sondern in meiner Neufassung, entschieden», so der Kursleiter.

Seit Februar wird das Stück, in dem die Weisung Gottes an den Tod, das üppige Leben des reichen Herrn Jedermann zu beenden und ihn zur Umkehr und Reue zu bewegen, im Mittelpunkt steht, geprobt. «Zu Beginn standen wir, mit unseren Textheften bewaffnet, unbeweglich auf der Bühne herum. Wir mussten erst lernen, aus uns herauszukommen», blickt Schülerin Caroline Gulba zurück.

«In meiner Fassung habe ich versucht, neben dem religiösen den psychologischen Aspekt herauszuarbeiten. Es gibt nämlich viele Arten der Rücksichtslosigkeit, bei denen auch, aber nicht immer Geld eine Rolle spielt», macht Heinz-Theo Frings deutlich.

Einen wichtigen Aspekt spielt auch die Persönlichkeitslehre des «Enneagramms», die davon ausgeht, dass Menschen von frühester Kindheit an bestimmte Charaktereigenschaften haben, die sich im Laufe des Lebens zwar relativieren, mischen und entwickeln, im Grunde aber bestehen bleiben. So wird der «Jedermann» auch von drei Schauspielern (Andreas Wings, Sebastian Jäger, Matthias Wellens) dargestellt, die sich stets gleichzeitig auf der Bühne befinden. «Jeder Darsteller repräsentiert die unterschiedlichen Charakterzüge des Jedermanns», so der Kursleiter.

Karten für die zweite Aufführung sind noch im Schulsekretariat, 70450, zu erhalten.





Pennäler schnuppern in den Berufsalltag

az (ran) | 07.05.2009, 16:15

Eschweiler. Eine Zusammenarbeit besteht schon seit Jahren. Jetzt wurde die Kooperation auch schriftlich besiegelt. Die Bischöfliche Liebfrauenschule und die Sparkasse Aachen, Geschäftsstelle Marienstraße, wollen im Rahmen des Projekts «Kurs» (Kooperation von Unternehmen der Region und Schulen) eine dauerhafte Partnerschaft eingehen.

Während einer Feierstunde in den Geschäftsräumen der Sparkassenfiliale Marienstraße unterzeichneten Schulleiter Dr. Manfred Meier, Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut, Kurs-Koordinator Christian Voigt und Heinz Gehlen, Geschäftsführer des Bereichs Berufsbildung der Industrie-und Handelskammer Aachen, das Abkommen.

«Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Bereits im Jahr 2007 gab es erste Gespräche zwischen den Kooperationspartnern, jetzt ist die Verbindung offiziell», blickte Christian Voigt vom Kurs-Basisbüro beim Schulamt des Kreises Aachen zu Beginn der Feierstunde zurück. «Ziel des Projekts ist es, einen lebhaften Austausch zwischen Schulen und Wirtschaft zu fördern. Dabei muss eines klar sein: Wir regen die Zusammenarbeit an, alles andere liegt bei den Kooperationspartnern».

«Junge Menschen sind auf einen möglichst breiten Zugang zu Bildungsangeboten angewiesen. Als Bildungseinrichtung liegt es an uns, die Angebote aus der Wirtschaft anzunehmen», erklärte Schulleiter Dr. Manfred Meier.





Ohne Förderung kein Training
ez (jana) | 06.05.2009

Eschweiler. Für den Verein der Ehemaligen und Freunde der Liebfrauenschule Eschweiler standen bei der Mitgliederversammlung neben der Vorstellung der Judo-AG zahlreiche Tagesordnungspunkte, wie der Jahres- und Kassenbericht sowie Vorstandsneuwahlen, auf der Tagesordnung.

Zunächst überzeugte die Judo-AG der Liebfrauenschule, die bereits seit rund sechs Jahren besteht, sowohl Schulleiter Dr. Manfred Meier als auch den Förderverein mit einer kleinen Vorführung des bisher Gelernten.

«Ohne den Förderverein wäre das schon gar nicht möglich gewesen, schließlich haben die Mitglieder damals die Finanzierung der Judo-Matten übernommen, ohne die kein Training hätte stattfinden können», so Dr. Manfred Meier.

Doch nicht nur die Judo-AG hat dem Verein der Ehemaligen und Freunde der Liebfrauenschule viel zu verdanken. Auch die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und das Selbstlernzentrum profitieren jährlich von dem Einsatz des Fördervereins.

Dieses Jahr sollen insgesamt 5800 Euro auf verschiedene Bereiche verteilt werden. So freuen sich zum Beispiel die Biologen über neue Mikroskope, und auch die Arbeitsgemeinschaften sowie die Fachschaft Kunst freuen sich über einen finanziellen Zuschuss.

In den Ämtern bestätigt

Als es um die Neuwahlen des Vorstands ging, wurden fast alle in ihrem Amt bestätigt: Erste Vorsitzende bleibt Anette Brandenburg, Irmgard Müller wurde vom Förderverein für ein weiteres Jahr zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Birgit Wirtz, die zuvor als Kassenprüferin im Verein tätig war, ist nun erste Schriftführerin.

Rita Schönen agiert nicht mehr als erste, sondern als zweite Schriftführerin. Sven Rehfisch behält weiterhin als erster Kassierer die Finanzen im Auge, auch der stellvertretende Kassierer Dirk Debold behält sein Amt.

Bewährter Kassenprüfer bleibt Dr. Hans Bille, der von der zweiten Kassenprüferin Rebecca Brandenburg zum ersten Mal unterstützt wird.





Mit Teens-TV überzeugen Schüler die Fachjury

ez Von Stefan Herrmann | 29.04.2009

Dieses war der erste Streich, und der zweite folgt sogleich. Zumindest wenn es nach dem Willen der 18 Liebfrauenschüler geht, die mit einem hervorragenden 5. Platz beim bundesweiten Wettbewerb des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) ihre Kreativität zum Thema «Ideenliebe - schützt geistiges Eigentum» bewiesen.

«Nächsten Jahr nehmen wir wieder teil», blickte Achtklässlerin Franziska bereits in die Zukunft. Zwar war sie eine der sechs Glücklichen, die mit Lehrer René Schippers zur Preisverleihung nach Berlin fahren durfte, der Rest des 18-köpfigen Religionskurses musste jedoch zuhause bleiben.

Daher, so die einfache Rechnung der engagierten Klasse, müsse man in den kommenden Jahren einfach noch zweimal unter die ersten Fünf kommen, damit jeder mindestens einmal Hauptstadtluft schnuppern darf.

Womit überzeugten die Eschweiler Schüler die Jury? «Nach einigen Überlegungen haben wir uns für den Projektnamen Teens TV entschieden», erzählte Lea. Während die Kulissenbauer ein kleines Nachrichtenstudio mit dem prägnanten Teens-TV-Logo, der richtigen Beleuchtung und einem Globus im Klassenzimmer hergerichtet hatten, ging es los! «Kamera läuft», schallte es durch den Raum, anschließend war es mucksmäuschenstill und nur das Moderatoren-Duo Franziska und Pascal hatte das Wort.

Außerhalb des Studios machten die Schüler Interviews und Reportagen und einen Werbespot. Hauptthema ihrer Sendung: Medikamentfälschungen.

Die Comic-Gruppe beschäftigte sich derweil mit dem Thema Wirtschaftsspionage. «Es gibt einen regelrechten Diebstahl von Autoplänen», verwies Dennis auf Firmen in China, die Fahrzeuge herstellen, die dem hiesigen Smart doch sehr ähnlich sehen.

«Ich finde es gut, dass wir durch die Teilnahme am Wettbewerb erfahren haben, dass es so etwas wie Plagiate gibt und was für Auswirkungen sie haben», zog Lea ein positives Fazit. «Firmen machen dadurch enorme Verluste. Und wir fänden es schließlich auch nicht gut, wenn jemand unsere Ideen klaut», ergänzte ihre Mitschülerin Lisa.

Begeisterungsfähige Klasse

Dass ihr zehnminütiger Film «Teens TV» gleich unter die Top Fünf deutschlandweit käme, hatten die Schüler natürlich nicht erwartet. Umso größer war die Freude, als Lehrer RenŽ Schippers am Montag nach den Ferien mit einem Ostergeschenk der ganz besonderen Art in die Klasse kam: sechs Schüler plus Lehrer durften die Koffer packen drei Tage später nach Berlin reisen.

Per Zug machten sich die Technik-Gruppe (Laura, Anke, Lisa, Pia), die den kompletten Film am Computer zusammengeschnitten und mit Musik untermalt hatte, sowie Franziska und Viktoria auf den Weg an die Spree. Für eine kurze Besichtigung des Reichstags und ein Erinnerungsfoto vor dem Brandenburger Tor langte die Zeit aber trotzdem noch, bevor es dann zur Preisverleihung ins Haus der Deutschen Wirtschaft ging.

Sichtlich stolz blickte Lehrer René Schippers bei der Übergabe der großen Urkunde auf seine Schüler. «Dabei ist mein Beitrag eigentlich gleich Null. Ich habe das nur angeleiert und bin auf eine sehr begeisterungsfähige Klasse gestoßen», lobte der 30-Jährige Deutsch- und Religionslehrer den Einsatz seiner Schützlinge.

Und mit der jetzigen Platzierung hat der Klassenlehrer das Feuer bei seinem katholischen Religionskurs erst so richtig entfacht. «Leider nimmt so nur gut die Hälfte unser eigentlich 29 Schüler starken Klasse teil», bedauert Schippers nur, dass der evangelische Kurs nicht zum Teens-TV-Team gehörte.

Für den Wettbewerb 2009/2010 zeigen die Achtklässler jetzt schon wieder reichlich «Ideenliebe», um nächstes Jahr wieder rufen zu können: «Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin!»





Der Kraft des Wassers auf der Spur

ez 27.04.2009

Eschweiler. «Ich beglückwünsche Euch zu dieser tollen Präsentation Eurer naturwissenschaftlichen Projektwoche.» - So bedankte sich der Tiroler Schulinspektor bei den acht Eschweiler und acht Kufsteiner Schülern, die eine Woche lang zum Thema «Die formative Kraft des Wassers» in Kufstein geforscht hatten.

Mit dem Zug hatten sich die fünf Mädchen und drei Jungen der Bischöfliche Liebfrauenschule mit ihrem Lehrer Carsten Gier auf den Weg gemacht, um sich in Tirol eine Woche lang losgelöst vom regulären Unterrichtsgeschehen mit Wasser und seiner formativen Wirkung in den Kalkalpen zu beschäftigen.

Neben den theoretischen Erarbeitungen der Thematik gemeinsam mit den Schülern und Lehrern des Bundesrealgymnasiums Kufstein standen zwei große Exkursionen auf dem vollen Zeitplan.

Die Lamprechtshöhle und die Klamm des Kaiser-Baches bei Kufstein wurden besichtigt, um die Auswaschungen des Wassers im Kalkgestein zu beobachten, und zu erkennen wie Höhlen und Bachtäler im Laufe von vielen zehntausend Jahren entstehen. Ergänzt wurden die praktischen Erfahrungen durch Experimente im Biologie- und Chemiesaal, wo die Schüler viel über die Geologie und die chemischen Abläufe im Karst lernten.

Die Möglichkeiten der Wasserkraft als Spitzenenergieträger und Energiespeicher lernten die Teilnehmer bei einer zweiten Exkursion zu den Kraftwerken in Selrain-Silz kennen.





Schüler erleben österliche Freude bei der Nachtwache
ez (sh) | 13.04.2009

Eschweiler. Der Abend des Gründonnerstags ist eine besondere Zeit. Es sind die Stunden, in denen die Christen des Gemeinschaftsmahles Jesu mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod gedenken. Es sind Stunden der inneren Einkehr, der Meditation, Stunden des zur Ruhe kommen.

Ebenso ist es ein Moment der Gemeinschaft, des Gesprächs und des Miteinanders. All das erlebten 30 Jugendliche der Bischöflichen Liebfrauenschule und des Städtischen Gymnasiums am Gründonnerstagabend in der Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Unter dem Titel «Bleibt wach! Gemeinsam durch die Nacht» verbrachten die Schülerinnen und Schüler die letzten Stunden des Tages bis weit hinein in den Karfreitag in der Kirche und im nahe gelegenen Jugendheim.

«Im letzten Jahr hatten wir bereits ein ähnliches Angebot», erzählte Frank Klinkenberg, Pastoralreferent und Schulseelsorger an der Liebfrauenschule. Dieses Jahr seien aber weit mehr junge Christen erschienen als noch im Vorjahr.

Ein erfreuliches Zeichen, das auch die Mit-Organisatoren Kaplan Klemens Gößmann und Ralf Repohl, Referendar am Bischöflichen Gymnasium, ermutigt, die Nacht des Wachens 2010 fortzusetzen.

«Es geht darum, die Nacht vor dem Karfreitag für Jugendliche erlebbar zu machen», setzte Frank Klinkenberg auf ein abwechslungsreiches Programm.

Eindruck machte bei den Mädchen und Jungen bereits das erste Zusammenkommen in der Kirche. Denn die beiden Beleuchter Simon Pohl und Patrick Hemgenberg hatten das Mittelschiff mit Deckenstrahlern in einen mystischen Ort verwandelt.

In beruhigenden Rot-, Orange-, Gelb-, Grün- und Blautönen zeigte sich St. Peter und Paul in einem ungewöhnlichen Licht, wie es nur wenige Kirchenbesucher bisher gesehen haben.

In diesem ganz besonderen Ambiente kamen die 12 bis 17-Jährigen zunächst in einem Sitzkreis um den Altar zusammen, um gemeinsam mit Kaplan Gößmann, Frank Klinkenberg und Ralf Repohl zur Einstimmung ein Lied, das vom berühmten burgundischen Kloster Taizé stammt, zu singen: «Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet.»

Anschließend wechselte die Gruppe hinüber ins Jugendheim, um die erste Workshop-Runde zu starten. Ob im Spielesaal, bei der Brotbäckerei oder in der Osterkerzen-Werkstatt - überall hatten die Jugendlichen reichlich zu tun.

Auch der Spaß durfte selbstverständlich nicht zu kurz kommen. So verzierten die Mehl pepuderten Bäckerlehrlinge ihre kleinen Brote mit bunten Smarties und jeder Menge Lebensmittelfarbe, im Spielkreis flogen Bälle in den unterschiedlichsten Größen umher und beim Gestalten der Osterkerzen war eine Menge Phantasie gefragt.

«Vertrauen in die Gemeinschaft ist wichtig!», betonte Lars Repohl vor der ersten Workshop-Runde. Aufeinander zu zugehen, anderen den Rücken zu stärken und dankbar für Gottes Schöpfung zu sein, es sind Werte jenseits des materiellen Denkens, die den christlichen Glauben ausmachen.

In was für einer wunderschönen und schützenswerten Welt der Mensch lebt, erfuhr die Jugendgruppe bei ihrer Rückkehr ins Kirchenschiff. Dort schauten sie sich gemeinsam die spektakuläre Naturdokumentation «Unsere Erde» an, die die Magie, Schönheit und Faszination unseres Planeten in unvergesslichen Bildern einfängt.

«Es geht darum, das, was man dort in solch gewaltigen Filmaufnahmen sieht, auf den Alltag zu übertragen. Die Schönheit unserer Erde ist auch im Kleinen zu sehen», gab Pastoralreferent Klinkenberg den Schülern mit auf den Weg, bevor sich alle in die zweite Workshop-Runde stürzten.

Einige Jugendliche wurden in die Welt des Qi-Gong und des Action-Painting entführt, während sich andere auf eine Phantasiereise begaben oder neue Erkenntnisse bei einer Schreibmeditationsübung fanden.

Zum Abschlusssegen kamen die 30 Gymnasiasten weit nach Mitternacht ein letztes Mal zusammen. Für alle waren die außergewöhnlichen Stunden in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag «Kirche mal anders».

Eine Mischung aus Erlebnis, Aktionen, Atmosphäre, Musik, Meditation, Essen und Erzählen. Ein Abend zum Nachdenken. Zum wach bleiben. Stunden, in denen junge Menschen, gestärkt durch ihren Glauben, gemeinsam durch die Nacht gingen.





Nach einer Woche sagen Schüler «Adieu Eschweiler!»
ez (sh) | 31.03.2009

Eschweiler. Eine Fremdsprache lernen, neue Freundschaften schließen - all das erlebten 22 französische Schüler eine Woche lang in der Indestadt. Vom Collège Gérard Philipe im 17.000-Einwohner-Örtchen Carquefou ging es für die Gruppe vergangenen Mittwoch nach Deutschland.

Dort trafen sie dann auf 22 Liebfrauenschüler, die ihrerseits bereits im vergangenen Herbst der französischen Partnerschule in der Nähe von Nantes einen Besuch abstatteten.

«Die Schüler sind begeistert: Endlich mal nicht Lückentexte ausfüllen, sondern die erlernte Sprache praktisch anwenden», freut sich Lehrerin Britta Brech über den regen Austausch, der nun bereits zum zweiten Mal stattfindet.

Hauptsächlich Neuntklässler nehmen in diesem Schuljahr am Programm der Liebfrauenschule und des Collège Gérard Philipe teil. «Die Kommunikation klappt wirklich gut.

Egal ob auf Französisch, auf Deutsch oder auch mal mit Händen und Füßen», berichtet Brech.

Zusammen mit ihrem Kollegen Lars Sonntag und den französischen Lehrern Hubert Belon und Emmanuelle Suedholdt organisiert sie den Schüleraustausch «Carquefou-Eschweiler».

In den letzten Tagen ging es für die bunt gemischte Schülerschar unter anderem ins Haus der Geschichte nach Bonn, zum Kölner Dom und auch eine große Spontan-Party bei einer der Gastfamilien durfte nicht fehlen.

«Am Mittwoch werden dann wieder die Tränen fließen», weiß Brech. Denn um 8 Uhr heißt es «Adieu» und «Auf Wiedersehen».





Seit zehn Jahren hilft der Verein bei den Hausaufgaben

ez (jana) | 22.03.2009

Eschweiler.
Zwei Tage keine Hausaufgaben, abenteuerliche Schulrallyes, lustige Spiele und leckeres Essen - in der Bischöflichen Liebfrauenschule stand am vergangenen Mittwoch und Donnerstag hauptsächlich Feiern statt Lernen auf dem Programm. Und das aus gutem Grund: Der Förderverein «Silentium der Liebfrauenschule», der sich für die Hausaufgaben-Betreuung der Pennäler engagiert, feierte ein kleines Jubiläum. Bereits seit zehn Jahren sichern 80 Ehrenamtler die weitere Existenz des Silentiums, das eigentlich schon seit 20 Jahren an der Liebfrauenschule angeboten wird.

Seit 1998 aber muss die Schule externe Kräfte einstellen, die die Hausaufgaben-Betreuung an der Schule gegen Bezahlung übernehmen. Vorher war dies Aufgabe der schuleigenen Lehrer.

«So gründeten wir 1998 den Förderverein, der sich von dieser Zeit an um die Personalkosten für die Betreuung unserer Schüler kümmerte, neue Möbel für den Silentiumstrakt kaufte und für dessen Renovierungskosten aufkam», erzählt Lehrer Heinz-Theo Frings, Vorsitzender des Fördervereins und der Leiter des Silentiums.

Das kleine Jubiläum des Vereins nahm Heinz-Theo Frings auch gleich zum Anlass, seinem Kollegium den frisch renovierten Silentiumstrakt zu präsentieren. So lud der Förderverein die Liebfrauenschul-Lehrer am Mittwoch zu einem Umtrunk und Mittagessen in die Räume des Silentiums ein, wo sich das gesamte Kollegium sichtlich wohlfühlte.

Doch was wäre ein Jubiläum ohne Jubilarehrungen? So dankte der Förderverein Christa Drews, Simone Eleonore Reimer und Christine Schnelke, den Damen der ersten Stunde, die sich neben ihrer Tätigkeit als Betreuerinnen stets als aktive Mitglieder für den Verein eingesetzt haben.

Darüber hinaus ging ein besonderer Dank an die inaktiven Mitglieder Christa Schmitz, Petra Schmitz, Franz-Peter Wirtz, Hans Mainz, Kassenprüfer des Vereins, der den Verein mit guten Ratschlägen zur Optimierung der Bilanzen unterstützt, und Sigfried Wolny, Steuerberater des Vereins.

Doch auch die Schüler wurden vom Feiern nicht ausgeschlossen - ganz im Gegenteil: Für die Mädchen und Jungen gab«s am Donnerstag nicht nur Hausaufgabenfrei, sondern auch leckere Waffeln und Kakao. Zusammen mit ihren Betreuerinnen spielten und feierten sie im Silentiumstrakt, bevor die spannende Schulrallye losging.

Mittlerweile ist die Zahl der Betreuerinnen durch den Einsatz des Fördervereins von anfangs vier auf zwölf Kräfte gestiegen. Hauptziel des Vereins ist eine Integration des Silentiums in das sich wandelnde Nachmittagsprofil der Liebfrauenschule.

Dabei sind noch viele Fragen offen, vor allem wenn es darum geht, eine Mehrbelastung des Kollegiums durch Pausen-Aufsichten im Nachmittagsbereich zu vermeiden.

Da der Förderverein bisher jedoch schon viele derartige Herausforderungen in der Vergangenheit mit Bravur gemeistert hat, kann man auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft des Silentiums an der Liebfrauenschule blicken. Die Verantwortlichen um Lehrer Heinz-Theo Frings krempeln auf jeden Fall weiter die Ärmel hoch. Für die nächsten Jahre - dann unter neuen Vorzeichen in der Bischöflichen Liebfrauenschule.




Fuß vom Gas! Jetzt wandern wieder Kröten

ez (ph) | 02.03.2009, 15:29


Eschweiler.
Der Frühling kommt, die Kröten wandern. Ihr Ziel: Laichgewässer. Ihr Risiko: Auf dem Weg dorthin von Autos plattgefahren zu werden. Damit das nicht passiert, bauen Tierschützen so genannte Krötenzäune auf und helfen den Amphibien über die Straße. In Eschweiler zum Beispiel an der Cäcilienstraße.

Dorthin machten sich jetzt Lehrer Reiner Leusch von der Liebfrauenschule und eine Gruppe seiner Schüler auf den Weg, in Koorperation mit der Umweltschutz-Organisation BUND entlang der stark befahrenen Straße einen 250 Meter langen Krötenzaun aufzubauen.

Leusch ist örtlicher Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Er weiß, wenn der Wanderweg einer Amphibienpopulation zum Laichgewässer von einer Straße ge-kreuzt wird, dass jährlich mehrere hundert bis tausend Amphibien betroffen sind.

«An solchen Straßenabschnitten sollten immer entsprechende Maßnahmen ergriffen werden» stellte er fest. Krötenzäune sind recht einfache Anlagen dar, um nicht nur Kröten, sondern alle wandernden Amphibien auf ihrer Wanderung zu schützen.

Bei diesen Zäunen handelt sich meist um rund 50 Zentimeter hohe undurchsichtige Kunststofffolien, die parallel zur Straße aufgebaut werden. Auf der Anwanderungsseite sind in regelmäßigen Abständen Fangeimer ebenerdig eingegraben.

Der Krötenzaun wird von den wandernden Amphibien als Wanderhindernis wahrgenommen. Beim Versuch das vermeintliche Hindernis zu umgehen, fallen die Amphibien in die Fangeimer.

Zur Betreuung eines Krötenzauns ist mindestens zweimal täglich eine Kontrolle mit Leerung der Fangeimer notwendig. Die Frösche werden dann in das nahe gelegene Laichgewässer gebracht.

«Als Autofahrer sollte man jetzt vor allem die Warnschilder mit dem Zusatzzeichen Krötenwanderung beachten und die oftmals vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten» fordert Reiner Leusch. Denn Kröten seien aus dem fahrenden Auto heraus kaum von Blättern auf der Straße zu unterscheiden. Auch sollte man auf Krötenzaunbetreuer am Straßenrand achten.

Die Betreuung von Krötenzäunen sei sehr aufwändig, führte der Lehrer fort. Die Fangzäune müssen während der Wanderungszeit intensiv betreut werden. Jeder Helfer sei deshalb willkommen.

Wer sich über diese wichtige Arbeit informieren möchte, kann Reiner Leusch unter 32340 erreichen.




Liebfrauenkickerinnen sind Schul-Kreismeister
ez (sh) | 05.03.2009

Eschweiler.
Pünktlich zum Anpfiff durch Schiedsrichter Peter Stopka setzte der Nieselregen ein. Ungemütlich war es auf dem Kunstrasenplatz des Willi-Bertram-Stadions in Bergrath. Die Fußballerinnen der Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler und der Elwin-Christoffel-Realschule Monschau störte das nicht.
Engagiert gingen beide Mannschaften zu Werke. Kaltschnäuziger vor dem Tor waren aber die Mädels aus der Indestadt: 4:1 lautete daher das Ergebnis nach zweimal 35 Minuten Spielzeit für die Spielerinnen der Liebfrauenschule.

Lehrer Hans Mainz konnte beim Endspiel um die Kreismeisterschaft aus dem Vollen schöpfen. Gleich 15 Mädchen der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1993 bis 1995) wollten den Einzug in die nächste Runde schaffen.

Tor nach drei Minuten

Dementsprechend motiviert gingen sie in die Partie. Der Erfolg stellte sich schnell ein: Bereits nach drei Minuten erzielte die quirlige Laura Jendrzejko das wichtige 1:0.

Doch die Monschauer Schülerinnen von Betreuer Hans Kirch kamen keinesfalls als Kanonenfutter an die Inde. Mehrmals scheiterten die Eifeler ganz knapp, aber entweder riskierte Eschweilers Torhüterin Kopf und Kragen (6. Minute), oder aber der Pfosten war im Weg (12.). Anders auf der Gegenseite: Erneut bewies Laura Jendrzejko den richtigen Torriecher und schoss zum 2:0 ein (16.). Im Gegenzug konnten die Gäste eine weitere hochkarätige Chance nicht nutzen. Nach einer schönen Flanke von rechts kullerte der Ball am linken Pfosten vorbei. Der Kasten der Liebfrauenschule schien wie vernagelt.

Die Vorentscheidung fiel dann bereits in der 22. Minute. Wieder einmal fasste sich Laura Jendrzejko ein Herz und zog aus rund zehn Metern ab. Der Ball schlug unhaltbar unten links im Netz der Monschauer ein. Mit einem 3:0 für Eschweiler gingen die Spielerinnen nach dem lupenreinen Hattrick der Achtklässlerin Jendrzejko in die Kabine.

Nach der Halbzeit passierte nicht mehr viel. Die Schülerinnen der Liebfrauenschule kontrollierten die Begegnung, ohne weiterhin großen Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen. Nach dem zwischenzeitlichen 1:3-Anschlusstreffer durch Laura Frantzen (58.) keimte bei den Monschauer Kickerinnen kurzzeitig Hoffnung auf. Doch die machte Sarina Willms mit ihrem Tor zum 4:1-Endstand (62.) zunichte.

Verdient feierten die Spielerinnen der Liebfrauenschule den Kreismeistertitel. Die Eifeler Realschülerinnen dagegen müssen sich mit dem Platz des zweitbesten Teams im Kreis begnügen.

Weiter geht es für die Eschweiler Mädchenmannschaft am 28. April. Dann trifft das Team der Liebfrauenschule in Aachen auf die Sieger des Kreises Heinsberg und der Stadt Aachen.




Judoka der Liebfrauenschule Schul-Bezirksmeister
ez | 15.02.2009

Eschweiler. Bei den Bezirks-Schulsportmeisterschaften (Köln) in Leverkusen waren gleich vier Mannschaften des Gymnasiums der Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler am Start. Ein 1. Platz, ein 2. Platz und zwei 3. Plätze wurden erkämpft. Die Mannschaften setzen sich aus ja fünf Wettkämpfern zusammen, die in unterschiedlichen Wettkampfklassen starten.

In der Wettkampfklasse 3 der Jungen, Jahrgänge 1994-1997, gingen gleich zwei Mannschaften an den Start. Zuerst kämpften Justin Hoppe, Jonas Gruppe, Niklas Houba und Alexander Koop in der Klasse der Gürtelstufen bis zum orangen Gürtel und wurden dort mit zwei Siegen Meister.

Sie qualifizierten sich damit auch zum Start für die offene Wettkampfklasse 3, in der die erste Mannschaft mit der Besetzung Felix Dreßen, Niklas Mierau, Leon Cremers, Steffen Kalz und Robert Mielke starteten. In dieser Klasse waren neun Mannschaften am Start. Nach einem sensationellen 5:0-Sieg gegen Wermelskirchen und einer 1:4-Niederlage gegen Leverkusen wurde die erste Mannschaft von den Betreuern R.Westerkamp und F.-G.Hoettgen so motiviert, dass der Kampf um Platz 3 mit 4:1 gewonnen wurde.

Nicht so erfolgreich lief es bei der zweiten Mannschaft, die ihre beiden Kämpfe aus noch fehlender Erfahrung verloren. Dennoch war eine große kämpferische Einstellung vorhanden.

Die Mannschaft in der Besetzung Max Westerkamp, Sebastian Emondts, Andre Hoettgen und Felix Roob starteten in der Wettkampfklasse 2 (Jahrgänge 1992-1995). Sie erzielte durch gute Leistungen mit zwei Siegen und zwei Niederlagen den dritten Platz.


In der Wettkampfklasse 3 der Mädchen (Jahrgänge 1992-1995), betreut durch A. Hoettgen und S. Körfer, ging in der Besetzung Anna Houben, Hannah Ziemons und Katharina Mielke eine noch unerfahrene Mannschaft und zudem noch mit zwei Kämpfern weniger an den Start. Dennoch überzeugte die Mannschaft durch eine hohe kämpferische Motivation und belegte nach einer Niederlage und einem Unentschieden mit der besseren Unterbewertung den zweiten Platz.




Ohne Helm sollte sich niemand aufs Rad schwingen ez (jana) | 29.01.2009

Eschweiler. Das Licht funktioniert, der Helm ist angeschnallt, helle Kleidung angelegt - erst wenn diese Sicherheitsmaßnahmen erfüllt sind, können sich die Sextaner der Liebfrauenschule aufs Rad schwingen.

Denn im alltäglichen Verkehrschaos gibt es nichts wichtigers, als die richtige Sicherheitsausstattung für die kleinen Radfahrer.

Man muss sich das so vorstellen: Es ist Winter, die Mädchen und Jungen der 5. Klassen machen sich früh morgens auf den Weg zur Schule. «Ein Helm? Nee, der kratzt. Außerdem sehen meine Haare darunter blöd aus», denken sich die meisten Kinder, wenn es um die umstrittene «Helmfrage» geht.

Wenn dann noch dunkelblaue oder gar schwarze Jacken modern sind, ist die Sicherheit der jungen Radfahrer kaum noch gewährleistet. Vor allem, wenn sich Berufstätige, viel zu spät aufgestanden und mit dem Frühstücksbrötchen im Mund, auf den Weg zur Arbeit machen.

Nach dem Motto «die grüne Ampel krieg ich noch, ich war schon zu spät» sind die morgendlich Gestressten schonmal öfter etwas schneller unterwegs. Wenn sie die Kinder dann wegen zu dunkler Kleidung oder gar fehlendem Licht am Fahrrad nicht früh genug erblicken, ist es oft zu spät für eine Vollbremsung.

Aus diesem Grund besuchte am Donnerstag Udo Eibert, Oberkommissar der Polizei Eschweiler, die Fünftklässler der Liebfrauenschule.

Zwei Stunden lang paukte der Polizist, der seit zehn Jahren als «Verkehrserzieher» an weiterführenden Schulen unterwegs ist, mit den Kindern Vorfahrtsregeln und die Bedeutung von Verkehrsschildern. Dabei vertieften die Pennäler ihr bei der Radfahrausbildung in der 4. Klasse erworbenes Wissen.

«Wichtig ist vor allem, dass die Eltern ein gutes Vorbild für ihre Kinder sind und stets auf deren Sicherheit achten. Die Familien sollten ihre Fahrräder auch beim Radhändler auf Verkehrssicherheit prüfen lassen», bekräftigte Oberkommissar Udo Eibert.

Und die Sicherheit ihrer Schützlinge sollte es den Eltern schließlich wert sein, dem Fahrradspezialisten einen Besuch zur Sicherheitsprüfung abzustatten.




Die wahren Gegner warten in Bad Honnef ez (sh) | 28.01.2009

Eschweiler. Da die Schülerinnen des Cusanus-Gymnasiums Erekelnz kurzfristig absagen mussten, konnten die Basketballerinnen der Liebfrauenschule ohne ein Mal auf den Korb geworfen zu haben den Sieg in der Bezirkshauptrunde feiern. Nun treten die Mädels der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1992-1995) am 10. Februar in Bad Honnef zur Bezirksfinalrunde an.

Die Jungs der Wettkampfklasse II gingen währenddessen auf Körbejagd. Gegen die starken Viktoriaschüler aus Aachen hatten weder die Jungs des Würselener Gymnasiums noch die Spieler der Ganztagshauptschule Hückelhoven eine Chance.

In der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 1994-1997) hingen die Körbe für die Mädchen der Liebfrauenschule einen Tag zuvor derweil ein klein wenig zu hoch. Zwar schlugen sie das Cusanus Gymnasium Erkelenz, doch gegen die starken Spielerinnen der Viktoriaschule (Stadt Aachen) mussten die Mädels von Sportlehrer Hans Mainz eine Niederlage einstecken.

Mit einem überlegenen 44:10-Erfolg verwiesen sie die Korbägerinnen der Bischöflichen Liebfrauenschule letztlich in die Schranken.

Den Sprung in die Bezirksfinalrunde in Bad Honnef schafften auch die Jungs des Cusanus Gymnasiums (Wettkampfklasse III). Nach viermal zehn Minuten pfiff Schiedsrichter Dieter Janssen die Begegnung gegen die Aachener Viktoriaschule ab. Endstand: 48:37 für die Cusanus-Schüler.





Eschweiler. Explosive Piraten-Chemie für Landratten, eine High-Tech-Lego-AG und ein brandneuer Experimentier-Raum für junge Wissenschaftler - die Bischöfliche Liebfrauenschule Eschweiler hat so einiges zu bieten.

ez (jana) | 18.01.2009

Davon konnten sich am Samstag die Schüler der 4. Klassen überzeugen, als das Gymnasium seine Pforten für Interessierte öffnete. Dabei wurde den Pennälern und deren Eltern ein lehrreiches und buntes Programm geboten, bei dem vor allem die Praxis im Vordergrund stand.

Tanz in der Aula

Los ging's mit einer Tanz-Aufführung in der Aula. Danach bestand für die Viertklässler die Möglichkeit, den offenen Unterricht der Sextaner in Mathematik, Deutsch, Englisch und Religion zu besuchen. Selbstverständlich durften sie dabei nicht nur zuhören, sondern auch selbst mitmachen.

Sportskanonen kamen bei der Präsentation des Fitnessraums auf ihre Kosten, kleine Künstler fand man bei Tonarbeiten im Kunstraum. Dass mit der weiterführenden Schule die Zeit der Lego-Bausteine nicht aufhört, bewies die Lego-AG unter der Leitung von Lehrer Gregor Niehues. Mit einem automatischen Taschentuch-Spender und einem multifunktionellen Kran beeindruckten sie sogar große Techniker.

Auch über die Fächer Geschichte, Musik, Erdkunde, Latein und Französisch erhielten die Viertklässler an den Präsentations-Ständen allerhand Informationen. Wer die Schule und ihre Fächerangebote lieber auf eigene Faust erkunden wollte, konnte im Biologieraum Pantoffeltierchen und andere Einzeller unter dem Mikroskop bewundern.

Auf junge Wissenschaftler warteten im neuen Experimentier-Raum spannende Versuche zur Optik, Mechanik und Elektrizitätslehre. «Die Praxis wird in der fünften und sechsten Klasse vor allem in den Naturwissenschaften groß geschrieben», erklärt Schulleiter Dr. Manfred Meier.

Um auf jeden einzelnen Schüler eingehen zu können und ihm die jeweilige Naturwissenschaft näher zu bringen, werden die Klassen für eine Doppelstunde in zwei Hälften geteilt. Dabei beschäftigt sich eine Gruppe mit praktischer Biologie, Chemie, oder Physik. Die anderen Schüler besuchen den Computer-praktischen-Unterricht (CPU) und den Fit-in-Muttersprache (FiMu)-Kurs. «Natürlich verdoppelt sich damit die Stundenanzahl. Aber der Gewinn ist so deutlich, dass es sich lohnt, so viele Stunden zu investieren», berichtet Dr. Manfred Meier weiter.

Das gute Resultat dieses Systems zeigte sich in den diversen Experiment-Aufführungen. So lernte man bei Dr. Bernhard Collet und seiner «Piraten-Meute», dass Seeräuber viel Chemie benötigen, um ein Schiff zu entern. Dabei hieß es öfter schonmal «Achtung, Ohren zuhalten!».

Nach solch einem «explosiven» und vor allem abwechslungsreichen Programm darf sich die Liebfrauenschule im Sommer bestimmt auf viele neue Sextaner freuen.





Kunstausstellung 2008 ez (sh) | 02.12.2008
Eschweiler. Oft trügt der Schein. So wie bei Lenas Teddybär. Nach vorne hin ein lustiger, flauschiger, kleiner Geselle, doch in seinem Rücken steckt ein Messer - so wie in Lena. Denn von ihren Eltern wird sie geschlagen. Nur ein paar blaue Flecken zeugen von der unmenschlichen Behandlung.

Unscheinbar. Nicht beachtenswert. Und doch zeigen sie Lenas unverkennbaren Hilfeschrei Richtung Gesellschaft. Aber allzu oft schauen die Menschen weg.

Mit gesellschaftskritischen Themen wie diesem beschäftigt sich die am Montag eröffnete Ausstellung im Rathausfoyer. Unter dem Titel «... bloß nicht hinsehen!» legen Schüler aus der 13. Jahrgangsstufe der Liebfrauenschule die Finger genau in jene Wunden, bei denen viele Bürger im Alltag gerne einmal wegsehen.

22 Plastiken greifen Geschichten auf, die jederzeit und überall passieren. Kurze Texte erklären den Kontext. Es sind Geschichten, die nicht irgendwo in der Welt passieren, sondern direkt vor der Haustür: Kindesmisshandlungen, fehlende Zivilcourage, die Auswüchse der Wegwerfgesellschaft und die Vereinsamung vieler Menschen sind nur ein paar Aspekte der aufrüttelnden Ausstellung.

Ausgangspunkt für das ambitionierte Projekt war der Kunstunterricht im vergangenen Schuljahr. Die damaligen Zwölftklässler fertigten mit ihrem Lehrer Hermann-Josef Stumm Skizzen zu sozialkritischen Themen an. Jede Arbeit wurde in der Gruppe intensiv diskutiert. Gewalt- und Alkoholexzesse, Gleichgültigkeit und Vorurteile - die Gesellschaft «bietet» eine Vielzahl an Problemen, die künstlerisch behandelt werden können, um so Aufmerksamkeit zu erlangen und den Blick der Menschen auf bestimmte Fehlentwicklungen zu lenken.

Der Ansatz, Plastiken zu gestalten und damit an die Öffentlichkeit zu gehen, war dabei der ausdrückliche Wunsch der Schüler. Und so ging es in Eigenregie und außerhalb der Schulzeit auf die Suche nach möglichen Ausstellungsort. Fündig wurde man schließlich im Eschweiler Rathaus.

«Ich hatte hierbei die schwierigste Aufgabe. Ich durfte nämlich gar nichts machen», erzählte Kunstlehrer Stumm sichtlich stolz bei der Ausstellungseröffnung. «An dieser Stelle steht eine Gruppe, die soviel Mut und Nerven bewiesen hat», zog er den nicht vorhandenen Hut vor seinen Schülern.

Die Ambition, sich außerhalb von Schule und Lernzwängen zu engagieren, sich einzumischen und mitzureden, würdigte auch Bürgermeister Rudi Bertram: «Ich hoffe, dass Sie weiter mit offenen Augen durch unsere Stadt und die Gesellschaft gehen.» In einer kurzen und kontroversen Diskussionsrunde ging der Verwaltungschef mit den Liebfrauenschülern dann noch auf einzelne Plastiken ein.

Die Ausstellung «... bloß nicht hinsehen!» mit dem Untertitel «Wo Bürger wegsehen» ist noch bis Montag, 14. Dezember, im Rathaus zu bestaunen. Genaues Hinschauen lohnt sich hier auf jeden Fall!


Liebfrauenschüler verkaufen mit viel Liebe zum Detail Gebasteltes
(sam) | az vom 0.2.12.2008

Eschweiler. Seit mehr als 20 Jahren veranstaltet die Bischöfliche Liebfrauenschule am ersten Adventssamstag einen Weihnachtsbasar, dessen Erlös traditionell einem karitativen Zweck gespendet wird. Schulleiter Dr. Manfred Meier ist begeistert von dem Engagement: «Das Traditionsbewusstsein und das soziale Gewissen der Schüler ist bemerkenswert.»

Alle Klassen haben im Vorfeld zusammen mit ihren Lehrern und der Unterstützung der Eltern den Basar in ihrer Freizeit vorbereitet und konnten nun stolz ihre Ergebnisse präsentieren. Durch die fleißige Arbeit entstanden 40 ideenreiche Stände vom Waffelstand über Bastelprojekte bis hin zum Unicef-Stand der 12. Jahrgangsstufe und dem traditionellen Glühweinstand des Abschlussjahrgangs.

Inga Ekberg von der Schülervertretung erklärt, dass 50 Prozent des Umsatzes an Projekte außerhalb von Deutschland gespendet werden und die andere Hälfte für heimatnahe Projekte verwendet wird. In den letzten Jahren ging ein Teil des Erlöses nach Afrika zum Projekt «weiße Väter» und auch an die Eschweiler Tafel, die Bedürftigen günstig Lebensmittel anbietet.


Pädagogischer Arbeitstag am 03.11.2008 mit Methodentraining des Kollegiums
Mit großem Gewinn organisierte das Kollegium der Liebfrauenschule für den 03.11.2008 ein Methodentraining, bei dem eigene - meist jüngere - Lehrkräfte in neuere Methoden und Arbeitsweisen einführten. Die Palette der vorgestellten und dann an praktischen Beispielen geübten Methoden reichte vom Umgang mit der E-Learning-Plattform der BLS (www.moodle.de) bis hin zu Methoden wie Stationenlernen, Schreibkonferenzen, Lernspirale nach Klippert, Gruppenpuzzle, spezielle Methoden der Erarbeitung und Sicherung, spezielle Computerprogramme wie Hot Potatoes und daneben kooperative Formen des Unterrichts sowie Formen der Gruppenarbeit. Diese Erfahrungen werden den Unterricht in der Liebfrauenschule wesentlich bereichern und für frischen Wind im schulischen Alltag sorgen.




Ehemaligentreffen 2008 - aus der EZ vom 9.10.2008, (abd)
Eschweiler.
Zum Ehemaligentreffen hatte die Bischöfliche Liebfrauenschule (im Volksmund liebevoll «Nonnenbunker» genannt) eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen und verschiedenen Rundgängen wurden Erinnerungen an alte Schultage und schöne Erlebnisse geweckt.
Im Zweijahresrhythmus finden an der Liebfrauenschule große Ehemaligentreffen statt. Auch Lehrer waren anwesend, um sich zusammen mit ihren früheren Schülern in die gemeinsamen Jahre zurückzuversetzen. In verschiedene Führungen durch das Schulgebäude zeigte man den Besuchern, was sich in all den Jahren alles verändert hat. Dabei wurden auch aktuelle Themen, wie die Ganztagsschule und der Mensabau angesprochen.
Im Laufe des Nachmittags gab man dann auch Abiturarbeiten aus: Die Jahrgänge 1987/1988 und die Jahrgänge 1997/ 1998 durften jetzt erstmals einen Blick in ihre Klausuren werfen. Für musikalische Untermalung sorgte die junge Schulband «Mittendrin».









Jeder Schritt für die neue Mensa - aus der EZ vom 21.09.2008, (jana)

Eschweiler.
Völlig aus der Puste kommt Sarah nach ihrem kleinen Marathon zum Schulgelände zurück. «15 Kilometer, das machen 15 Euro von Oma und 30 Euro von Mama und Papa!» Nach dem Motto «Jeder Kilometer zählt» veranstaltete die Bischöfliche Liebfrauenschule ihren dritten «Sponsored Walk».
Zu Gunsten der Schule drehten etwa 1000 Schüler fleißig ihre Runden. Um 9 Uhr starteten vom Schulhof aus die ersten kleinen Sportler. Von dort aus ging«s Richtung Dürwisser Freibad, wo die Pennäler, je nach Motivation und Fitness, beliebig viele Sonderrunden zurücklegen konnten.
Natürlich wurde auch an das leibliche Wohl der Teilnehmer gedacht: Als erfrischende Oasen dienten Getränkestände, die sich auch gut als kommunikative Treffpunkte eigneten. Während der Erlös vom Weihnachtsbasar stets caritativen Zwecken zugute kommt, fließt das Geld des Fußmarsches in die Finanzierung eines Multifunktionsraumes, der unter anderem als Mensa dienen soll.
«Dabei zählt natürlich jeder Cent», erzählt Schuldirektor Dr. Manfred Meier, «zu einer Mensa gehört schließlich nicht nur warmes Essen, sondern auch das dazugehörige Geschirr, Tische, und Stühle. Außerdem wollen wir den Kindern einen schönen und angenehmen Aufenthaltsort bieten».
Kiosk soll bestehen bleiben
Dieses Ziel liegt Schülern und Lehrern angesichts des zunehmenden Nachmittagsunterrichts besonders am Herzen. Doch keine Sorge, der allseits beliebte Kiosk, der die Kleinen stets mit köstlichen Käseschleifen und Schokobrötchen versorgt, bleibt selbstverständlich als Ergänzung zum warmen Essen erhalten. «Vielleicht übernimmt Frau Jürß, die in unserem Kiosk immer frische Leckereien bereithält, ja sogar das Catering in der Mensa. Wir möchten ihr auf jeden Fall die Chance dazu geben», versprach Dr. Manfred Meier.
Die Motivation zeigte sich vor allem darin, dass alle in das sportliche Ereignis miteinbezogen waren. Das gesamte Kollegium begleitete die Schüler oder half bei den Vorbereitungen für die Schülerdisko, die am späten Nachmittag für Stimmung sorgte.




Projekt im Rahmen des Kunstunterrichts

Eschweiler. Behinderte und Kunst - ein Gegensatz? Im Gegenteil! Bereits seit Jahren stellen behinderte Menschen in der Kunstwerkstatt des Caritas-Behindertenwerks ihre Kreativität unter Beweis - aus der EZ vom 9.9.2008, (ran).


Erst im Januar konnte sich die Öffentlichkeit während einer Ausstellung im Rathaus von der Leistungsfähigkeit der Behinderten überzeugen. Wenig später begann ein gemeinsames Projekt mit der Bischöflichen Liebfrauenschule.
In einem «Kunstworkshop» malten seit April Schülerinnen der nun zwölften Jahrgangsstufe gemeinsam mit den Mitgliedern der Caritas-Kunstwerkstatt. Und die Ergebnisse werden erneut allen Interessierten zugänglich sein.
Unter der Überschrift «Begegnungen ohne Grenzen» werden die Werke vom 22. Oktober bis 7. November im Rathaus ausgestellt. Die Vernissage steigt am Mittwoch, 22. Oktober, um 17 Uhr im Foyer des Rathauses.

Berührungsängste
Die Idee zur Zusammenarbeit der Schülerinnen und der behinderten Menschen hatte Dorota Okwieka, Leiterin der Caritas-Kunstwerkstatt. «Behinderte Menschen müssen einen Platz in der Gesellschaft haben», betont die Sozialpädagogin, die deshalb den Kontakt zu der Schule und den jungen Menschen suchte.
«Wir wurden bereits zur Vernissage der Januarausstellung ins Rathaus eingeladen. Zuvor war Dorota Okwieka bei uns in der Schule zu Gast, um die Projektidee vorzustellen», erinnert sich Kunstlehrerin Petra Schmitz, die nicht verschweigt, dass vor Beginn des Projekts gewisse Berührungsängste bei ihren Schülerinnen vorhanden waren.
«Aber nicht zuletzt durch die unkomplizierte Art der behinderten Menschen wurden diese schnell überwunden und ein echtes Miteinander entstand», berichtet sie.
«Von Anfang an wurde großer Wert auf die enge Zusammenarbeit gelegt. So konnten Grenzen überschritten, Ängste überwunden werden», unterstreicht auch Dorota Okwieka, die in ihrer Arbeit als Leiterin der Kunstwerkstatt von Studentin Eva Bachmann unterstützt wird.
Dass beide Seiten von der Partnerschaft profitieren, steht sowohl für Petra Schmitz als auch für Dorota Okwieka außer Frage. «Die Maler der Kunstwerkstatt fühlen sich ernst genommen, wenn akzeptiert wird, dass auch sie Sinn für Ästhetik haben», macht die Sozialpädagogin deutlich.

Die Schülerinnen der Liebfrauenschule schrieben sogar Tagebücher über ihre Erfahrungen. «Sie sind froh und dankbar, die Lebensfreude der behinderten Menschen zu erleben», so Petra Schmitz.
Einmal pro Monat trafen sich die beiden Gruppen, abwechselnd in der Schule oder in der Kunstwerkstatt. Zur Einstimmung wurde meistens ein Text zur Meditation vorgelesen.
«Dies geschah, um eine Stimmung und Atmosphäre zu schaffen, in der Kreativität möglich ist», erklärt Petra Schmitz. Anschließend malten die Künstler ohne Vorgaben.
«Manche orientierten sich an den vorgelesenen Texten, andere hatten ganz andere Ideen. Jeder sollte seinen Gedanken nachgehen und danach malen», verdeutlicht die Kunstlehrerin.

Außergewöhnlich seien nicht zuletzt die Werke, an denen mehrere Künstler beteiligt waren. «Die Aufgabe bestand darin, sich in den anderen hineinzufühlen», so Dorota Okwieka, die besonders hervorhebt, wie wichtig Kunst für behinderte Menschen sein kann. «Sie malen, vielleicht noch mehr als Nichtbehinderte, aus dem Bauch heraus und offenbaren so ihre Gefühle.»
Ob auch nach der Ausstellung eine Fortsetzung des Projekts erfolgt, steht noch nicht fest, beginnt doch die Vorbereitung aufs Abitur. «Wir sind grundsätzlich sehr daran interessiert, den Kontakt zum Caritas-Behindertenwerk aufrecht zu halten», blickt Petra Schmitz in die Zukunft.




Liebfrauenschule zeichnet engagierte Schülerinnen und Schüler aus - aus der EZ vom 30.06.2008,
Eschweiler.
. «Ihr habt euch für die Schulgemeinschaft eingesetzt und damit einen wichtigen Beitrag geleistet. Nicht wenige Menschen behaupten, die Jugend von heute sei nicht motiviert. Mit eurem Engagement tretet ihr den Gegenbeweis an.» Dr. Manfred Meier, Leiter der Bischöflichen Liebfrauenschule, lobte «seine» Schüler, die zum Ende des Schuljahres für ihren Einsatz in den unterschiedlichsten Schülerwettbewerben geehrt wurden, in den höchsten Tönen.
Dabei standen neben dem Bereich Sport auch die Leistungen in Mathematik, Geschichte und Musik im Blickpunkt.
Mehr als 90 Liebfrauenschüler wurden von den Lehrerinnen Cornelia Krückels und Rita Schönen sowie den Lehrern Hans Mainz und Lorenz Becker ausgezeichnet.
Den Vogel schoss in diesem Schuljahr die Mädchenfußballmannschaft der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 1994 bis 1996) ab. Das Team mit Lea Schlotterhose, Sarina Willms, Karolin Kohl, Clara Schaffrath, Laura Jendreiko, Paulina Tomic, Nina Ellinghoven, Franziska Hardt, Lea Ritgens, Annkathrin Haake und Carmen Thomas gewann zunächst das Turnier auf Bezirksebene und belegte bei der Endrunde auf NRW-Ebene den dritten Platz.

Die weiteren geehrten Schüler:

Basketball Mädchen Wertungsklasse II: Johanna Acs, Evelina Friesen, Melina Cremer, Ina Vollmann, Katrin Dohmen, Julia Fourné, Ann-Cathrin Krüger, Ines Kryschewski. Carolin Meyer, Kristina Mülbüsch, Marion Porten, Laura Tiefenbach, Lea von Meer

Mädchen Wertungsklasse III: Linda Vetten, Kathrin Dohmen, Ann-Cathrin Krüger, Carolin Meyer, Marion Porten, Sandy Pfreundtner, Mandy Yeung, Anna Roob, Franziska Hardt, Andrea Arnolds

Jungen Wertungsklasse III: Willi Zwenger, Samuel Schröder, Joel Schmidt, Eric Cepuran, David Kasberger, Eric Morsch, Lars Henk, Nils Berretz

Schwimmen Mädchen Wertungsklasse III: Pia Dreiner, Annkathrin Haake, Christina Mannich, Laura Dreßen, Friederike Haake, Jana Schieren, Laura Preinich, Alina Golks, Katharina Groh, Sarah Dollhausen

Einzel: Nico Schiffers, Johannes Grünheidt, Christine Pauls

Schülermarathon/Judo: Christiane Hibbe, Tobias Hibbe, Ricarda Lothmann, Stephan Philippen, Pauline Schmetz, Andrea Schnorr, Yannik Stollenwerk, Frederic Wolff, Dirk Assmann

Judo Jungen Wertungsklasse II: Jonas Nießen, André Hoettgen, Karl-Bernhard Bolz, Max Westerkamp, Sebastian Emondts

Wettbewerb Stadtjubiläum: Anne Gerhards, Julia Wagner, Carolin Weber, Angela Weber, Svenja Schüller, Carina Bergs, Laurent Klöker, Alexander Weidler

Mathematik-Wettbewerb Känguru: Alina Golks, Katharina Groh, Niklas Mierau, Anna Emondts, Nadja Godzinski, Hannah Ziemons, Pascal Gil, Felix Kellermann, Markus Langefeld, Phil Morsch

Bandwettbewerb: Georg Leuschner, Martin Huppertz, Florian Offer, Niclas Strauch



Ergebnisse der Schulkonferenz vom 26.05.2008

Der Erlös des Weihnachtsbasars 2007 beträgt 8700,- €. Er wird hälftig aufgeteilt zwischen dem Sambia-Projekt, zu dem die Liebfrauenschule über Frau Becker seit einigen jahren Kontakt hat, und Projekten vor Ort (1/4 für den Kinderschutzbund und 1/4 für den SKF).

Am Freitag vor dem Ehemaligentreffen, also am 19.09.2008, findet ein Sponsored Walk statt, dessen Erlös dem neuen Multifunktionszentrum zugute kommen wird. Auch einstimmig wurde beschlossen, am Abend dieses Tages eine Schülerdisko wie beim Hundertjährigen in einem Festzelt zu veranstalten.

Im Rahmen der individuellen Förderung wird die Liebfrauenschule in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik je eine Stunde als Förderband einrichten, d.h., dass die jeweilige Jahrgangsstufe für eine Stunde in der Woche nicht im Klassenverband, sondern in Leistungsstufengruppen unterrichtet wird. Darüber hinaus werden die bisherigen Fördermaßnahmen beibehalten: Fimu ("Fit in der Muttersprache" in den Jahrgängen 5 und 6) und CPU (Computerpraktischer Unterricht in 6) sowie Bio - praktisch (auch in 6).
Darüber hinaus wird die 3. Fremdsprache ab Klasse 8 mit einer Stunde mehr als vom Stundenraster her nötig unterrichtet werden.

Die kostenpflichtigen, aber günstigen Fördermaßnahmen des Silentium Fördervereins bleiben erhalten, so das Mathe-Repetitorium in Gruppen von Klasse 7 bis 12 (7 € pro Doppelstunde) sowie die Englisch- und Mathematik-Förderkurse der Jahrgangsstufen 5 und 6 (6 € pro Doppelstunde). Vor allem die Hausaufgabenbetreuung selbst wird weiterhin in kleineren Gruppen von erfahrenen Kräften durchgeführt (siehe "Silentium" unter dem Link 'Einrichtungen')
Für die beweglichen Ferientage des Schuljahres 2008/09 wurde die Karnevalszeit (frei vom 19. bis zum 24. Februar einschließlich) und der 22. Mai 2009 ausgesucht.



Neues Tagesprofil der BLS ab Schuljahr 2008/09

Nach ausführlichen Beratungen in allen Gremien und einer Befragung aller Eltern und Schüler sowie einer Konsultation des AVV bezüglich der Buszeiten hat die Schulkonferenz am Montag, dem 26. Mai 2008, einen neuen Ablauf unseres Schultags mit Vorverlegung des Schulanfangs beschlossen.

Änderungen:

Schulanfang ist um 8.00 Uhr

Es wird zwei große Pausen geben, und zwar nach der 2. und nach der 4. Stunde.

Darüber hinaus wird es zu gegebener Zeit eine längere Mittagspause für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die im G8-Modell sind - die also ihr Abitur innerhalb von 8 Jahren machen - und an dem jeweiligen Tag Nachmittagsunterricht haben. Dies wird besonders die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 aufwärts betreffen.

Für die Klassen 5 und 6 wird sich dies fast nie ergeben, da sie höchstens ein oder zweimal in der Woche die 7. Stunde haben werden und diese wie bisher nach einer kürzeren Pause von 10 Minuten an den Unterricht der 6. Stunde angeschlossen ist. Insofern ist für Kinder aus Klasse 5 und 6 wichtig, dass sie für das Silentium angemeldet werden, wenn sie an fast jedem Nachmittag bis maximal 15.40 Uhr betreut sein sollen. Das Silentium kostet nach wie vor nur 30 € pro Monat.

Zu gegebener Zeit ist für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die Nachmittagsunterricht haben - also länger als die 7. Stunde -, mittags eine längere Pause, und zwar von 13.20 Uhr bis 14.15 Uhr. Dies wird darauf hinaus laufen, dass es einen Nachmittag pro Woche geben wird, an dem fast alle älteren Schülerinnen und Schüler davon betroffen sein werden.




Party-Gäste erleben die Bussi-Bussi-Gesellschaft
(EN) | 28.05.2008, 14:55

Eschweiler. Die Schüler des Literaturkurses II der Bischöflichen Liebfrauenschule brachten am Dienstag unter der Regie von Herbert Thomé das Theaterstück «Der Menschenfeind» von Molière in einer Übersetzung von Hans Magnus Enzensberger auf die Bühne ihrer Aula. Und ernteten nach zwei grandiosen, aber auch nachdenklich stimmenden Stunden verdient «standing ovations».

Die lebensfrohe Céliemène (Eva Weihrauch) hat zur Party eingeladen. Die üblichen Verdächtigungen sind erschienen, sonnen sich in ihren Erfolgen und üben sich im Smaltalk. Nur Alceste (David Gerhard) kann mit dem oberflächlichen Getue rein gar nichts anfangen.

Er stellt Ansprüche an seine Mitmenschen, die diese weder fähig noch gewillt sind, zu erfüllen. «Der Menschenfeind» bringt seine Ablehnung mit drastischen Worten zum Ausdruck: «Am liebsten möchte ich die Menschen ganz vermeiden.» Mit einer Ausnahme. Alceste ist unsterblich in Céliemène verliebt.

Sie ist jedoch fester Bestandteil der Bussi-Bussi-Gesellschaft. Trotzdem bleibt Alceste von Céliemène fasziniert. Er möchte sein Leben mit ihr verbringen. Allerdings nicht als Bestandteil der Gesellschaft, sondern in der Einsamkeit. Eine Wunschvorstellung, die nicht in Erfüllung gehen kann.

Am 4. Juni 1666 auf der Bühne des Pariser Palais-Royal uraufgeführt, hat Molières Gesellschaftskritik auch heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Diese Tatsache brachten die Jungschauspieler der Bischöflichen Liebfrauenschule, die die Handlung in die Gegenwart verlegten, mit beeindruckender Spielfreude und hoher schauspielerischer Qualität zum Ausdruck.


Jugend-forscht-Sonderpreis für Eschweiler Schülerin
(EN) | 28.05.2008, 15:21

Bensheim/Eschweiler. Der diesjährige Sonderpreis der CBM (Christoffel-Blindenmission) «Innovationen für Menschen mit Behinderung» im Rahmen von «Jugend forscht» in Nordrhein-Westfalen wurde an eine Schülerin des Gymnasiums Bischöfliche Liebfrauenschule verliehen. Die 19-jährige Lisa Pruß erforschte die Vererbung der Rot-Grün-Blindheit.

Mehrere auf Rot-Grün-Blindheit untersuchte Familienmitglieder der Abiturientin sind von dieser erblichen Sehschwäche betroffen. Dieser Gendefekt lässt sich oft über Jahre zurückverfolgen, darum verglich Lisa Pruß die Stammbäume von betroffenen Familien. Da das Gen für die Rot-Grün-Blindheit auf dem X-Chromosom liegt, sind in der Regel Männer davon betroffen - in Deutschland etwa vier Millionen.

Lisa Pruß fand mit Hilfe von speziellen Farbtafeln heraus, dass auch die Überträgerinnen der untersuchten Familien, die nicht an einer offensichtlichen Farbsehschwäche leiden, Fehler bei der Unterscheidung von Rot- und Grüntönen machen. Aufgrund dieser neuen Erkenntnis ist es nun möglich festzustellen, wer Überträgerin der Rot-Grün-Blindheit ist und diese mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent an Söhne weitervererben wird.

Die CBM freut sich über das Engagement der jungen Forscherin, die mithilft, Sehschwächen zu erforschen und belohnt dies mit ihrem Sonderpreis.

Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 Euro dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.

Kontakt: Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.cbm.de.




Mädchenfußballmannschaft der Liebfrauenschule wurde Bezirksmeister
Eschweiler. Am Ende qualmten die Socken, so dass Sportlehrer Hans Mainz seinen Spielerinnen mit erfrischendem Wasser die erschöpften und geschundenen Füße kühlen musste. Doch diesen Dienst übernahm der stolze Trainer der Mädchen-Fußballmannschaft der Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler gerne.
Schließlich hatten seine Mädels gerade die Bezirksfinalrunde gewonnen. Vier Teams trafen in der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 1994-1996) im Willi-Bertram-Stadion zu Bergrath aufeinander. Im Modus Jede-gegen-Jede spielten neben der Liebfrauenschule auch die Mädchen-Mannschaften der Käthe-Kollwitz-Schule aus Leverkusen, der GHS Zülpich und des Gymnasiums St. Angela aus Wipperfürth um den Einzug in die nächste Runde.
Die Eschweiler Kickerinnen erwischten einen optimalen Start. Gegen die starke Leverkusener Truppe erkämpften sich die jungen Damen ein 1:0. Auch das zweite Spiel gegen die Zülpicher Schulmannschaft konnte mit 2:0 gewonnen werden. Voller Leidenschaft stürzten sich die Mädchen in die letzte Partie: 1:1 nach zweimal 15 Minuten. Die Liebfrauenschule gewinnt damit die Bezirksfinalrunde und fährt nun am 3. Juni zu den Landesmeisterschaften in Mönchengladbach. Hier messen sich die sechs stärksten Teams aus Nordrhein-Westfalen.
Noch auf dem Rasenplatz gab es die Siegerurkunde aus den Händen von Rose-Lotte Lange-Stürner vom Ausschuss für Schulsport des Kreises Aachen. Und wie bei den Profis hegen auch die Schülerinnen nun einen Traum: Berlin! Dort steigt vom 21. bis zum 25. September die Bundesmeisterschaft.
(Quelle: EZ vom 9.5.2008,sh)

Spannender Science-Workshop an der BLS
Eschweiler. «Es war ein großer Spaß und zugleich eine große Herausforderung, sich mit erneuerbarer Energie zu beschäftigen», lautete das Fazit von Schülern und Lehrern.
Beim dritten Science Workshop «Energie heute» experimentierten 16 Schüler an der Bischöflichen Liebfrauenschule im physikalischen, chemischen sowie biologischen Bereich um herauszufinden, wie die Umwelt am besten entlastet werden kann. Das Team setzte sich aus acht Schülern der Eschweiler Schule und aus acht Gastschülern zusammen, die vom österreichischen Bundesgymnasium Kufstein angereist waren.
Die Verbindung, erklärte der Physiklehrer Casten Gier, rühre von der Zeit, als er mit Kollegen die ersten Schritte des Comenius-Projektes einleitete. Eine Woche lang arbeiteten die Schüler grenzüberschreitend an drei Versuchsblöcken regenerativer Energie. Aus Experimentierkästen bauten sie solare sowie windbetriebene Anlagen zur Energieerzeugung.
Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit der Umwandlung chemischer in elektrische Energie mithilfe von Brennstoffzellen, wie sie auch in visionären Autos zu finden sind. Pressesprecher der Firma Ford kamen mit einem solchen Auto zur Liebfrauenschule und zeigten somit deutlich, dass es andere Wege gibt, um sich umweltbewusst fortzubewegen. (Artikel aus der EZ vom 14.04.2008)

Verein der Ehemaligen und Freunde der BLS
Die letzte Versammlung war am Montag, dem 28. April 2008 um 19.30 Uhr in der BLS. Ein ausführlicher Bericht erscheint demnächst auf der Seite des Ehemaligenvereins.

Weihnachtsbasar
Am 1.12.2007 fand unser jährlicher Weihnachtsbasar statt, dessen Erlös für von der SV ausgewählte karitative Zwecke, so z. B. den Bau einer Schule in Afrika, bestimmt ist. Wir danken allen für die tatkräftige Unterstützung, die sich im Erlös widerspiegeln wird, den wir hier bekannt geben, sobald er feststeht.

Beschluss zu den Höchstkosten für Schulfahrten / Wanderrahmenplan
Die Schulkonferenz vom 8.10.2007 hat Änderungen am Wanderrahmenplan beschlossen. Die Höchstsummen für die einzelnen Fahrten wurden der wirtschaftlichen Entwicklung angepasst:

Studienfahrt der Jgst. 12/13350 €
10er-Fahrt230 €
Wanderfahrt Jgst. 6/790 €

Daneben blieben im Rahmen des Bisherigen die Orientierungstage in der 9, das Methodenseminar in der 11 und die Besinnungstage in der 13.
Schul-Skifahrten sind dann genehmigungsfähig, wenn die Bedingungen für eine solche Tour (geheime Abstimmung mit der Zustimmung aller Elternhäuser, Finanzierungskonzept wegen der erhöhten Kosten, klares Aufsichtskonzept und Sorgfaltsregelungen) gegeben sind. Es wird von Fall zu Fall neu entschieden, ob schulische Skifahrten als Wanderfahrten in der Jgst. 10 genehmigt werden.


Sommerfest am 15.09.2007
Unser Sommerfest bei überraschend gutem Wetter war ein voller Erfolg, wie dem Artikel aus der AZ zu entnehmen ist.